Enrique Iglesias |
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BiografieMan sollte eigentlich meinen, dass Enrique Iglesias es schon längst nicht mehr nötig hat, sich zu beweisen. Schließlich hat der in Madrid geborene und in Miami aufgewachsene Sänger in der vergangenen Dekade rund 40 Millionen Alben verkauft und ist somit zu einem der erfolgreichsten Künstler in der Geschichte des Pop avanciert. Andererseits ist Enrique jedoch alles andere als ein gewöhnlicher Popstar... Ein Beispiel: Der umtriebige Sänger hat die vergangenen drei Jahre mit der Arbeit an seinem neuen Album verbracht. Drei Jahre, in denen er pausenlos unterwegs war, Songs geschrieben und ... Lesen Sie mehr
Man sollte eigentlich meinen, dass Enrique Iglesias es schon längst nicht mehr nötig hat, sich zu beweisen. Schließlich hat der in Madrid geborene und in Miami aufgewachsene Sänger in der vergangenen Dekade rund 40 Millionen Alben verkauft und ist somit zu einem der erfolgreichsten Künstler in der Geschichte des Pop avanciert. Andererseits ist Enrique jedoch alles andere als ein gewöhnlicher Popstar... Ein Beispiel: Der umtriebige Sänger hat die vergangenen drei Jahre mit der Arbeit an seinem neuen Album verbracht. Drei Jahre, in denen er pausenlos unterwegs war, Songs geschrieben und Aufnahmen gemacht hat, Ideen wieder verwarf, um schließlich wieder ganz von vorne anzufangen – nur, um somit hundertprozentig sicherzustellen, dass seine Vision auch perfekt umgesetzt wird. Nun ist es endlich so weit. Das unter dem Titel „Insomniac“ erscheinende Album, eine humorvolle Anspielung auf die schlaflosen Nächte, die Enrique in Kauf nehmen musste, und auf seinen rastlosen künstlerischen Ansatz, ist das mit Abstand anspruchsvollste Projekt seiner überragenden Karriere als Solokünstler. „Als ich mit den Aufnahmen für dieses Album anfing, war ich mir zunächst gar nicht sicher, nach was für einem Sound ich eigentlich auf der Suche war“, berichtet Enrique am Frühstückstisch in einem Hotel in Beverly Hills. „Was ich allerdings wusste war, dass ich schon vor Beginn der eigentlichen Aufnahmen einen beachtlichen Vorrat an Songideen ansammeln wollte. Früher habe ich immer rund ein Dutzend Ideen gehabt und mich dann schon an die Aufnahmen gemacht. Dieses Mal habe ich hingegen 40 bis 50 neue Melodien geschrieben.“ Viel Zeit verbrachte Enrique auch damit, die spezielle klangliche Ausrichtung seines neusten Albumprojekts zu überdenken. Sollte er mit einer Vielzahl an HipHop- bzw. elektronischen Beats arbeiten – demjenigen Element also, das von vielen als Grundvoraussetzung für kommerziellen Erfolg im neuen Jahrtausend betrachtet wird? „Nun, ich glaube sogar, dass ich eingangs eine vergleichbare Idee von diesem Album im Kopf hatte. Ich wollte in der Tat eine Platte aufnehmen, die mit einem ausgesprochen `coolen´ Sound besticht“, erklärt er aufrichtig. „Aber dann sagte ich mir irgendwann: `Scheiß drauf! Warum sollte ich mich und meine Musik so ernst nehmen?´ Denn eigentlich will ich ja nur Songs schreiben, die mir gefallen. Die mir am Herzen liegen. So einfach ist das.“ Zu den Highlights von „Insomniac“ zählen u.a. der Song „Push“, eine von HipHop-Elementen durchzogene Kollaboration mit dem Rapper Lil’ Wayne, wie auch „Ring My Bell“, ein leicht düsterer Track, den Enrique in Los Angeles mit zwei Songschreibern aufnahm, mit denen er laut eigener Aussage am liebsten zusammenarbeitet: dem Schweden Kristian Lundin und Savan Kotecha, der ursprünglich aus Austin, Texas, stammt. „Kennst du dieses Gefühl, wenn man ein wenig ins Straucheln gerät – und man durch diesen Ausrutscher ganz zufällig eine Sache entdeckt, die dich und dein Leben verändert?“, fragt Enrique in der für ihn typischen beiläufigen und unprätentiösen Art. „Nun, genau das ist mir bei dem Song `Ring My Bell´ passiert! Zwar geht es hier nicht gerade um dramatische Veränderungen, aber immerhin hat mir dieser Song letztlich gezeigt, welche Richtung ich mit dem neuen Album verfolgen sollte.“ „Die Aufnahmen, die zu dem Song `Push´ führten, waren in der Hinsicht ganz ähnlich“, erläutert er weiterhin. „Ich hatte mich schon vorher mit den stilistischen Innovationen des HipHop befasst, hatte bereits mit diesen Sounds herumexperimentiert, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit den Resultaten nie so recht zufrieden gewesen; irgendetwas stimmte einfach nicht. Dieses Mal war es jedoch eine völlig andere Erfahrung, als ich mich auf HipHop-Terrain begeben habe. Dieser Song war genau das, wonach ich gesucht hatte. Ich würde sogar sagen, dass es auf dem Album keinen einzigen Song gibt, bei dem ich mich irgendwie verbiege oder versuche, wie ein anderer Künstler zu klingen.“ Während Enrique seine rastlose Suche nach den passenden Songs mit weiteren Experimenten im Studio fortsetzte, verwandelte sich „Insomniac“ zunehmend – bis schließlich ein völlig unerwartetes Resultat im Kasten war: „Hättest du dir das Album vor zwei Jahren angehört, dann würdest du erkennen, dass es mit dem, was nunmehr erscheinen wird, nicht viel gemeinsam hat. Es hat nichts mehr mit dem zu tun, was es einmal war“, so Enrique. Die finale Version von „Insomniac“ besteht aus 12 Songs in englischer Sprache und drei Stücken auf Spanisch. Insgesamt waren über 20 weitere Stücke in den langwierigen Sessions entstanden, aber schließlich entschloss sich Enrique gegen sie, weil sie seinen hohen Standards nicht gerecht wurden. „Ich hätte locker ein zweites Album veröffentlichen können, wenn ich das gewollt hätte“, erklärt er. „Aber ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die ausrangierten Songs für immer in der Schublade bleiben werden.“ Dann fügt er hinzu: „Wenn man sie schon als B-Seiten bezeichnet, dann sollten sie auch nicht auf einem Album landen.“ Im Mai 1975 in Madrid geboren, wuchs Enrique wie ein ganz normaler Teenager in Miami auf. Seine Eltern bekamen zunächst gar nicht mit, dass er Songs schrieb und Aufnahmen machte. In Wirklichkeit benutzte er nicht einmal seinen eigenen Namen, als er sein erstes Demo verteilte: Er gab sich als Enrique Martínez aus und behauptete zudem, aus Mittelamerika zu stammen. Erst als er beim kleinen mexikanischen Label Fonovisa seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet hatte, entschloss sich Enrique, von nun an unter seinem wirklichen Namen aufzutreten. Von seinem gleichnamigen Debütalbum, auf dem er noch durchweg auf Spanisch sang, waren bereits drei Monate nach der Veröffentlichung über eine Million Einheiten verkauft (bis zum heutigen Tage sind es über sieben Millionen). Enriques Nachfolger, das Album „Vivir“ aus dem Jahr 1997, stieg schließlich auch in Top-40 der US-amerikanischen Charts ein; zugleich trat er zur Veröffentlichung dieses Albums die erste einer ganzen Serie von aufwendig produzierten Welttourneen an. In nur drei Jahren war Enrique zum erfolgreichsten spanischsprachigen Popstar der Welt avanciert. Insgesamt kann er heute auf 16 (!) Erstplatzierungen in den Billboard-Latincharts zurückblicken – eine Zahl, die noch kein anderer Künstler erreicht hat. Und dann kam für Enrique der Punkt, ab dem er sich auch außerhalb der Latin-Szene einen Namen machen wollte: Mit „Enrique“ aus dem Jahr 1999 präsentierte er sein erstes englischsprachiges Album (nunmehr erstmalig auf Interscope). Auf dem Album waren u.a. die Smash-Hits „Bailamos (We Dance)“, „Rhythm Divine“, „Be With You“ und „Could I Have This Kiss Forever“, ein Duett mit Whitney Houston, vertreten. In den Staaten wurde „Enrique“ schon nach kürzester Zeit mit zweifachem Platin ausgezeichnet, und sein legendäres Super-Bowl-Konzert im Jahr 2000 wurde von Millionen von Zuschauern am Bildschirm verfolgt. Insgesamt sollte „Enrique“ in 32 Ländern Gold- oder Platinstatus erreichen. So entwickelte sich Enrique Iglesias u.a. in Indien zum erfolgreichsten internationalen Künstler aller Zeiten. Mit „Quizás“, Enriques viertem Album auf Spanisch, konnte er einen ganz besonderen Erfolg verzeichnen: Er war von nun an einer der wenigen Musiker, die unmittelbar nach einem englischsprachigen Platinalbum in den USA („Escape“) einen Platin-Nachfolger auf Spanisch vorgelegt haben („Quizás“). Mit seinem passend als „7“ betitelten siebten Album knüpfte Enrique 2003 an vorherige Erfolge an und legte damit zugleich den Grundstein für diejenige künstlerische Odyssee, die nunmehr mit der Veröffentlichung von „Insomniac“ ihren Höhepunkt erreicht. „Ich habe während der Arbeit an einem Album wohl noch nie so stark gelitten“, erklärt Enrique lachend. „Für mich war es eine absolut persönliche Erfahrung, eine Suche, in deren Rahmen ich mein ganzes Wesen auf den Kopf gestellt habe. Doch letztendlich habe ich auch gefunden, wonach ich gesucht habe.“ „Und ich werde jetzt nicht behaupten, dass es sich bei `Insomniac´ um das beste Album handelt, das ich jemals aufgenommen habe – geschweige denn, um die beste Produktion oder die besten Songs“, sagt er abschließend. „Trotzdem steht eine Sache fest: Ich war durchweg mit Leib und Seele bei der Sache, und ich habe wirklich alles für diese Platte gegeben.“ Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.
Man sollte eigentlich meinen, dass Enrique Iglesias es schon längst nicht mehr nötig hat, sich zu beweisen. Schließlich hat der in Madrid geborene und in Miami aufgewachsene Sänger in der vergangenen Dekade rund 40 Millionen Alben verkauft und ist somit zu einem der erfolgreichsten Künstler in der Geschichte des Pop avanciert. Andererseits ist Enrique jedoch alles andere als ein gewöhnlicher Popstar... Ein Beispiel: Der umtriebige Sänger hat die vergangenen drei Jahre mit der Arbeit an seinem neuen Album verbracht. Drei Jahre, in denen er pausenlos unterwegs war, Songs geschrieben und Aufnahmen gemacht hat, Ideen wieder verwarf, um schließlich wieder ganz von vorne anzufangen – nur, um somit hundertprozentig sicherzustellen, dass seine Vision auch perfekt umgesetzt wird. Nun ist es endlich so weit. Das unter dem Titel „Insomniac“ erscheinende Album, eine humorvolle Anspielung auf die schlaflosen Nächte, die Enrique in Kauf nehmen musste, und auf seinen rastlosen künstlerischen Ansatz, ist das mit Abstand anspruchsvollste Projekt seiner überragenden Karriere als Solokünstler. „Als ich mit den Aufnahmen für dieses Album anfing, war ich mir zunächst gar nicht sicher, nach was für einem Sound ich eigentlich auf der Suche war“, berichtet Enrique am Frühstückstisch in einem Hotel in Beverly Hills. „Was ich allerdings wusste war, dass ich schon vor Beginn der eigentlichen Aufnahmen einen beachtlichen Vorrat an Songideen ansammeln wollte. Früher habe ich immer rund ein Dutzend Ideen gehabt und mich dann schon an die Aufnahmen gemacht. Dieses Mal habe ich hingegen 40 bis 50 neue Melodien geschrieben.“ Viel Zeit verbrachte Enrique auch damit, die spezielle klangliche Ausrichtung seines neusten Albumprojekts zu überdenken. Sollte er mit einer Vielzahl an HipHop- bzw. elektronischen Beats arbeiten – demjenigen Element also, das von vielen als Grundvoraussetzung für kommerziellen Erfolg im neuen Jahrtausend betrachtet wird? „Nun, ich glaube sogar, dass ich eingangs eine vergleichbare Idee von diesem Album im Kopf hatte. Ich wollte in der Tat eine Platte aufnehmen, die mit einem ausgesprochen `coolen´ Sound besticht“, erklärt er aufrichtig. „Aber dann sagte ich mir irgendwann: `Scheiß drauf! Warum sollte ich mich und meine Musik so ernst nehmen?´ Denn eigentlich will ich ja nur Songs schreiben, die mir gefallen. Die mir am Herzen liegen. So einfach ist das.“ Zu den Highlights von „Insomniac“ zählen u.a. der Song „Push“, eine von HipHop-Elementen durchzogene Kollaboration mit dem Rapper Lil’ Wayne, wie auch „Ring My Bell“, ein leicht düsterer Track, den Enrique in Los Angeles mit zwei Songschreibern aufnahm, mit denen er laut eigener Aussage am liebsten zusammenarbeitet: dem Schweden Kristian Lundin und Savan Kotecha, der ursprünglich aus Austin, Texas, stammt. „Kennst du dieses Gefühl, wenn man ein wenig ins Straucheln gerät – und man durch diesen Ausrutscher ganz zufällig eine Sache entdeckt, die dich und dein Leben verändert?“, fragt Enrique in der für ihn typischen beiläufigen und unprätentiösen Art. „Nun, genau das ist mir bei dem Song `Ring My Bell´ passiert! Zwar geht es hier nicht gerade um dramatische Veränderungen, aber immerhin hat mir dieser Song letztlich gezeigt, welche Richtung ich mit dem neuen Album verfolgen sollte.“ „Die Aufnahmen, die zu dem Song `Push´ führten, waren in der Hinsicht ganz ähnlich“, erläutert er weiterhin. „Ich hatte mich schon vorher mit den stilistischen Innovationen des HipHop befasst, hatte bereits mit diesen Sounds herumexperimentiert, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit den Resultaten nie so recht zufrieden gewesen; irgendetwas stimmte einfach nicht. Dieses Mal war es jedoch eine völlig andere Erfahrung, als ich mich auf HipHop-Terrain begeben habe. Dieser Song war genau das, wonach ich gesucht hatte. Ich würde sogar sagen, dass es auf dem Album keinen einzigen Song gibt, bei dem ich mich irgendwie verbiege oder versuche, wie ein anderer Künstler zu klingen.“ Während Enrique seine rastlose Suche nach den passenden Songs mit weiteren Experimenten im Studio fortsetzte, verwandelte sich „Insomniac“ zunehmend – bis schließlich ein völlig unerwartetes Resultat im Kasten war: „Hättest du dir das Album vor zwei Jahren angehört, dann würdest du erkennen, dass es mit dem, was nunmehr erscheinen wird, nicht viel gemeinsam hat. Es hat nichts mehr mit dem zu tun, was es einmal war“, so Enrique. Die finale Version von „Insomniac“ besteht aus 12 Songs in englischer Sprache und drei Stücken auf Spanisch. Insgesamt waren über 20 weitere Stücke in den langwierigen Sessions entstanden, aber schließlich entschloss sich Enrique gegen sie, weil sie seinen hohen Standards nicht gerecht wurden. „Ich hätte locker ein zweites Album veröffentlichen können, wenn ich das gewollt hätte“, erklärt er. „Aber ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die ausrangierten Songs für immer in der Schublade bleiben werden.“ Dann fügt er hinzu: „Wenn man sie schon als B-Seiten bezeichnet, dann sollten sie auch nicht auf einem Album landen.“ Im Mai 1975 in Madrid geboren, wuchs Enrique wie ein ganz normaler Teenager in Miami auf. Seine Eltern bekamen zunächst gar nicht mit, dass er Songs schrieb und Aufnahmen machte. In Wirklichkeit benutzte er nicht einmal seinen eigenen Namen, als er sein erstes Demo verteilte: Er gab sich als Enrique Martínez aus und behauptete zudem, aus Mittelamerika zu stammen. Erst als er beim kleinen mexikanischen Label Fonovisa seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet hatte, entschloss sich Enrique, von nun an unter seinem wirklichen Namen aufzutreten. Von seinem gleichnamigen Debütalbum, auf dem er noch durchweg auf Spanisch sang, waren bereits drei Monate nach der Veröffentlichung über eine Million Einheiten verkauft (bis zum heutigen Tage sind es über sieben Millionen). Enriques Nachfolger, das Album „Vivir“ aus dem Jahr 1997, stieg schließlich auch in Top-40 der US-amerikanischen Charts ein; zugleich trat er zur Veröffentlichung dieses Albums die erste einer ganzen Serie von aufwendig produzierten Welttourneen an. In nur drei Jahren war Enrique zum erfolgreichsten spanischsprachigen Popstar der Welt avanciert. Insgesamt kann er heute auf 16 (!) Erstplatzierungen in den Billboard-Latincharts zurückblicken – eine Zahl, die noch kein anderer Künstler erreicht hat. Und dann kam für Enrique der Punkt, ab dem er sich auch außerhalb der Latin-Szene einen Namen machen wollte: Mit „Enrique“ aus dem Jahr 1999 präsentierte er sein erstes englischsprachiges Album (nunmehr erstmalig auf Interscope). Auf dem Album waren u.a. die Smash-Hits „Bailamos (We Dance)“, „Rhythm Divine“, „Be With You“ und „Could I Have This Kiss Forever“, ein Duett mit Whitney Houston, vertreten. In den Staaten wurde „Enrique“ schon nach kürzester Zeit mit zweifachem Platin ausgezeichnet, und sein legendäres Super-Bowl-Konzert im Jahr 2000 wurde von Millionen von Zuschauern am Bildschirm verfolgt. Insgesamt sollte „Enrique“ in 32 Ländern Gold- oder Platinstatus erreichen. So entwickelte sich Enrique Iglesias u.a. in Indien zum erfolgreichsten internationalen Künstler aller Zeiten. Mit „Quizás“, Enriques viertem Album auf Spanisch, konnte er einen ganz besonderen Erfolg verzeichnen: Er war von nun an einer der wenigen Musiker, die unmittelbar nach einem englischsprachigen Platinalbum in den USA („Escape“) einen Platin-Nachfolger auf Spanisch vorgelegt haben („Quizás“). Mit seinem passend als „7“ betitelten siebten Album knüpfte Enrique 2003 an vorherige Erfolge an und legte damit zugleich den Grundstein für diejenige künstlerische Odyssee, die nunmehr mit der Veröffentlichung von „Insomniac“ ihren Höhepunkt erreicht. „Ich habe während der Arbeit an einem Album wohl noch nie so stark gelitten“, erklärt Enrique lachend. „Für mich war es eine absolut persönliche Erfahrung, eine Suche, in deren Rahmen ich mein ganzes Wesen auf den Kopf gestellt habe. Doch letztendlich habe ich auch gefunden, wonach ich gesucht habe.“ „Und ich werde jetzt nicht behaupten, dass es sich bei `Insomniac´ um das beste Album handelt, das ich jemals aufgenommen habe – geschweige denn, um die beste Produktion oder die besten Songs“, sagt er abschließend. „Trotzdem steht eine Sache fest: Ich war durchweg mit Leib und Seele bei der Sache, und ich habe wirklich alles für diese Platte gegeben.“ Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.
Man sollte eigentlich meinen, dass Enrique Iglesias es schon längst nicht mehr nötig hat, sich zu beweisen. Schließlich hat der in Madrid geborene und in Miami aufgewachsene Sänger in der vergangenen Dekade rund 40 Millionen Alben verkauft und ist somit zu einem der erfolgreichsten Künstler in der Geschichte des Pop avanciert. Andererseits ist Enrique jedoch alles andere als ein gewöhnlicher Popstar... Ein Beispiel: Der umtriebige Sänger hat die vergangenen drei Jahre mit der Arbeit an seinem neuen Album verbracht. Drei Jahre, in denen er pausenlos unterwegs war, Songs geschrieben und Aufnahmen gemacht hat, Ideen wieder verwarf, um schließlich wieder ganz von vorne anzufangen – nur, um somit hundertprozentig sicherzustellen, dass seine Vision auch perfekt umgesetzt wird. Nun ist es endlich so weit. Das unter dem Titel „Insomniac“ erscheinende Album, eine humorvolle Anspielung auf die schlaflosen Nächte, die Enrique in Kauf nehmen musste, und auf seinen rastlosen künstlerischen Ansatz, ist das mit Abstand anspruchsvollste Projekt seiner überragenden Karriere als Solokünstler. „Als ich mit den Aufnahmen für dieses Album anfing, war ich mir zunächst gar nicht sicher, nach was für einem Sound ich eigentlich auf der Suche war“, berichtet Enrique am Frühstückstisch in einem Hotel in Beverly Hills. „Was ich allerdings wusste war, dass ich schon vor Beginn der eigentlichen Aufnahmen einen beachtlichen Vorrat an Songideen ansammeln wollte. Früher habe ich immer rund ein Dutzend Ideen gehabt und mich dann schon an die Aufnahmen gemacht. Dieses Mal habe ich hingegen 40 bis 50 neue Melodien geschrieben.“ Viel Zeit verbrachte Enrique auch damit, die spezielle klangliche Ausrichtung seines neusten Albumprojekts zu überdenken. Sollte er mit einer Vielzahl an HipHop- bzw. elektronischen Beats arbeiten – demjenigen Element also, das von vielen als Grundvoraussetzung für kommerziellen Erfolg im neuen Jahrtausend betrachtet wird? „Nun, ich glaube sogar, dass ich eingangs eine vergleichbare Idee von diesem Album im Kopf hatte. Ich wollte in der Tat eine Platte aufnehmen, die mit einem ausgesprochen `coolen´ Sound besticht“, erklärt er aufrichtig. „Aber dann sagte ich mir irgendwann: `Scheiß drauf! Warum sollte ich mich und meine Musik so ernst nehmen?´ Denn eigentlich will ich ja nur Songs schreiben, die mir gefallen. Die mir am Herzen liegen. So einfach ist das.“ Zu den Highlights von „Insomniac“ zählen u.a. der Song „Push“, eine von HipHop-Elementen durchzogene Kollaboration mit dem Rapper Lil’ Wayne, wie auch „Ring My Bell“, ein leicht düsterer Track, den Enrique in Los Angeles mit zwei Songschreibern aufnahm, mit denen er laut eigener Aussage am liebsten zusammenarbeitet: dem Schweden Kristian Lundin und Savan Kotecha, der ursprünglich aus Austin, Texas, stammt. „Kennst du dieses Gefühl, wenn man ein wenig ins Straucheln gerät – und man durch diesen Ausrutscher ganz zufällig eine Sache entdeckt, die dich und dein Leben verändert?“, fragt Enrique in der für ihn typischen beiläufigen und unprätentiösen Art. „Nun, genau das ist mir bei dem Song `Ring My Bell´ passiert! Zwar geht es hier nicht gerade um dramatische Veränderungen, aber immerhin hat mir dieser Song letztlich gezeigt, welche Richtung ich mit dem neuen Album verfolgen sollte.“ „Die Aufnahmen, die zu dem Song `Push´ führten, waren in der Hinsicht ganz ähnlich“, erläutert er weiterhin. „Ich hatte mich schon vorher mit den stilistischen Innovationen des HipHop befasst, hatte bereits mit diesen Sounds herumexperimentiert, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit den Resultaten nie so recht zufrieden gewesen; irgendetwas stimmte einfach nicht. Dieses Mal war es jedoch eine völlig andere Erfahrung, als ich mich auf HipHop-Terrain begeben habe. Dieser Song war genau das, wonach ich gesucht hatte. Ich würde sogar sagen, dass es auf dem Album keinen einzigen Song gibt, bei dem ich mich irgendwie verbiege oder versuche, wie ein anderer Künstler zu klingen.“ Während Enrique seine rastlose Suche nach den passenden Songs mit weiteren Experimenten im Studio fortsetzte, verwandelte sich „Insomniac“ zunehmend – bis schließlich ein völlig unerwartetes Resultat im Kasten war: „Hättest du dir das Album vor zwei Jahren angehört, dann würdest du erkennen, dass es mit dem, was nunmehr erscheinen wird, nicht viel gemeinsam hat. Es hat nichts mehr mit dem zu tun, was es einmal war“, so Enrique. Die finale Version von „Insomniac“ besteht aus 12 Songs in englischer Sprache und drei Stücken auf Spanisch. Insgesamt waren über 20 weitere Stücke in den langwierigen Sessions entstanden, aber schließlich entschloss sich Enrique gegen sie, weil sie seinen hohen Standards nicht gerecht wurden. „Ich hätte locker ein zweites Album veröffentlichen können, wenn ich das gewollt hätte“, erklärt er. „Aber ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die ausrangierten Songs für immer in der Schublade bleiben werden.“ Dann fügt er hinzu: „Wenn man sie schon als B-Seiten bezeichnet, dann sollten sie auch nicht auf einem Album landen.“ Im Mai 1975 in Madrid geboren, wuchs Enrique wie ein ganz normaler Teenager in Miami auf. Seine Eltern bekamen zunächst gar nicht mit, dass er Songs schrieb und Aufnahmen machte. In Wirklichkeit benutzte er nicht einmal seinen eigenen Namen, als er sein erstes Demo verteilte: Er gab sich als Enrique Martínez aus und behauptete zudem, aus Mittelamerika zu stammen. Erst als er beim kleinen mexikanischen Label Fonovisa seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet hatte, entschloss sich Enrique, von nun an unter seinem wirklichen Namen aufzutreten. Von seinem gleichnamigen Debütalbum, auf dem er noch durchweg auf Spanisch sang, waren bereits drei Monate nach der Veröffentlichung über eine Million Einheiten verkauft (bis zum heutigen Tage sind es über sieben Millionen). Enriques Nachfolger, das Album „Vivir“ aus dem Jahr 1997, stieg schließlich auch in Top-40 der US-amerikanischen Charts ein; zugleich trat er zur Veröffentlichung dieses Albums die erste einer ganzen Serie von aufwendig produzierten Welttourneen an. In nur drei Jahren war Enrique zum erfolgreichsten spanischsprachigen Popstar der Welt avanciert. Insgesamt kann er heute auf 16 (!) Erstplatzierungen in den Billboard-Latincharts zurückblicken – eine Zahl, die noch kein anderer Künstler erreicht hat. Und dann kam für Enrique der Punkt, ab dem er sich auch außerhalb der Latin-Szene einen Namen machen wollte: Mit „Enrique“ aus dem Jahr 1999 präsentierte er sein erstes englischsprachiges Album (nunmehr erstmalig auf Interscope). Auf dem Album waren u.a. die Smash-Hits „Bailamos (We Dance)“, „Rhythm Divine“, „Be With You“ und „Could I Have This Kiss Forever“, ein Duett mit Whitney Houston, vertreten. In den Staaten wurde „Enrique“ schon nach kürzester Zeit mit zweifachem Platin ausgezeichnet, und sein legendäres Super-Bowl-Konzert im Jahr 2000 wurde von Millionen von Zuschauern am Bildschirm verfolgt. Insgesamt sollte „Enrique“ in 32 Ländern Gold- oder Platinstatus erreichen. So entwickelte sich Enrique Iglesias u.a. in Indien zum erfolgreichsten internationalen Künstler aller Zeiten. Mit „Quizás“, Enriques viertem Album auf Spanisch, konnte er einen ganz besonderen Erfolg verzeichnen: Er war von nun an einer der wenigen Musiker, die unmittelbar nach einem englischsprachigen Platinalbum in den USA („Escape“) einen Platin-Nachfolger auf Spanisch vorgelegt haben („Quizás“). Mit seinem passend als „7“ betitelten siebten Album knüpfte Enrique 2003 an vorherige Erfolge an und legte damit zugleich den Grundstein für diejenige künstlerische Odyssee, die nunmehr mit der Veröffentlichung von „Insomniac“ ihren Höhepunkt erreicht. „Ich habe während der Arbeit an einem Album wohl noch nie so stark gelitten“, erklärt Enrique lachend. „Für mich war es eine absolut persönliche Erfahrung, eine Suche, in deren Rahmen ich mein ganzes Wesen auf den Kopf gestellt habe. Doch letztendlich habe ich auch gefunden, wonach ich gesucht habe.“ „Und ich werde jetzt nicht behaupten, dass es sich bei `Insomniac´ um das beste Album handelt, das ich jemals aufgenommen habe – geschweige denn, um die beste Produktion oder die besten Songs“, sagt er abschließend. „Trotzdem steht eine Sache fest: Ich war durchweg mit Leib und Seele bei der Sache, und ich habe wirklich alles für diese Platte gegeben.“ Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.
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