Enigma

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Biografie

„A Posteriori“

Das musikalische Universum von ENIGMA kennt keine schwarzen Löcher. Nichts verschwindet im Nichts, alles bleibt bestehen. 16 Jahre, nachdem am 1. Oktober 1990 „Sadness Part 1“ mit einem zarten Urknall die irdischen Ätherwellen erschütterte, und nie gehörte Sounds um den Planeten Erde an die Spitze der Charts katapultierte, ist ENIGMA kein UFO mehr, sondern das bekannteste Raumschiff der Weltmusik – der Musikwelt. Unter dem Titel „A Posteriori“ erscheint am 22. September 2006 das sechste Album von Michael Cretus Projekt ENIGMA.

... Ten ...

Nach über 35 Millionen verkauften ... Lesen Sie mehr

„A Posteriori“

Das musikalische Universum von ENIGMA kennt keine schwarzen Löcher. Nichts verschwindet im Nichts, alles bleibt bestehen. 16 Jahre, nachdem am 1. Oktober 1990 „Sadness Part 1“ mit einem zarten Urknall die irdischen Ätherwellen erschütterte, und nie gehörte Sounds um den Planeten Erde an die Spitze der Charts katapultierte, ist ENIGMA kein UFO mehr, sondern das bekannteste Raumschiff der Weltmusik – der Musikwelt. Unter dem Titel „A Posteriori“ erscheint am 22. September 2006 das sechste Album von Michael Cretus Projekt ENIGMA.

... Ten ...

Nach über 35 Millionen verkauften CDs, 50 Nummer-1-Platzierungen und 90 Platin-Auszeichnungen sowie der zusätzlichen Präsenz auf gut 1000 Compilations muss die Frage nach dem erfolgreichsten deutschen Musikprojekt aller Zeiten nicht mehr gestellt werden. Die Frage, warum ENIGMA das Rätsel dieses Erfolges gelöst hat, jedoch schon. „Mood music, dance music, trip music, whatever you want to call it, the glossy pop of Enigma is an international pop phenomenon“, schreibt die „New York Times“. „Enigma explores dance music’s mental as well as physical possibilities“, erklärt „Entertainment weekly“. „Enigma is tripping the world of imagination“, antwortet die japanische „Elle“. Michael Cretu, der Mastermind von ENIGMA sagt nur: „Ich mache Musik für mich“. Dass er damit stets Millionen Menschen erreicht, stellt ihn jedes Mal vor eine neue Herausforderung: „Denn ich möchte musikalisch niemals zum Wiederholungstäter werden. Es soll immer etwas Neues entstehen.“

... Nine ...

Der Weg von „A Posteriori“ ist schon durch seine Titelbenennungen von „Dreaming of Andromeda“ über „Message from Io“ bis „Goodbye Milky Way“ vorgezeichnet. Ein vielschichtiger Trip durch den Klangorbit, immer wieder neue Grenzen des Hörerlebens herausfordernd und dabei doch dem Wesen ENIGMAs treu bleibend. Es nimmt jeden Anhalter mit in die Galaxien der besonderen Klänge, die vom Soundschiff ENIGMA erforscht werden. Denn wieder ist es die bekannte Ouvertüren-Fanfare, die wie die letzten fünf auch dieses sechste Album einleitet, um schon 30 Sekunden später eine erste klangliche Fata Morgana zu schaffen. Durch einen weichen Soundteppich rufen nie zuvor gehörte Stimmen voll suggestiver Kraft Lateinisches in eine neue Klangsphäre, die „A Posteriori“ nicht mehr verlassen wird. ENIGMA schafft auch dieses Mal assoziative Sound-Signale, die sich für immer festsetzen – „wie ein mentales Tattoo“.

... Eight ...

„Ich schließe mich ein in meine gedankliche Welt, in eine Art hypnotische Trance“. So wie die Hörer ENIGMA erleben sollen, komponiert, produziert und arrangiert Michael Cretu seine Musik, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. „Ich hatte die Ruhe, mich in einen geistigen Schwebezustand zu versetzen, dass ich mit meinem Innersten in eine andere Atmosphäre eintauche“. So wirkt die Rauschdroge Musik nicht nur beim Hörer, sondern auch bei seinem Urheber.
„Ich bin dankbar für Inspiration, aber es gibt keine“. Ohne Fernsehen, Videoclips, Chart-Studium, aber mit Blick aufs Mittelmeer, die Gestirne und sein kleiner gewordenes Studio-Cockpit hat sich Michael Cretu sein ENIGMA-Universum geschaffen, in dem er in drei Monaten totaler Abgeschiedenheit seinen „eigenen hohen musikalischen Ambitionen gerecht werden wollte“. Das Ergebnis ist ein 53 Minuten und 42 Sekunden langer intergalaktischer Soundtrip, den man in 12 Etappen absolviert. Es ist die längste aller bisherigen ENIGMA-Reisen, und sie schickt seine Gäste in noch unbekanntere Welten; jeder Song führt in eine andere Umlaufbahn.

... Seven ...

Anders als seine fünf Vorgänger ist „A Posteriori“ fast textlos geblieben. Die Sprache taucht nur fragmentarisch auf, oder als Reminiszenz zur eigenen ENIGMA-Geschichte. „Die Sprache ist zu limitiert und das Vokabular einfach zu klein, um anderen Gefühle und tiefe Gedanken verständlich zu machen.“ Die musikalische Vision ENIGMAS lebt von der „positiven Irritation“, wie Michael Cretu sagt. Waren bei ENIGMA bisher Gesangsstimmen so eingesetzt, dass sie als „menschliche“ Instrumente für das musikalische Gesamtkonzept dienten, so ist dieses Mal die Antithese gelungen. „Stimmen sind für mich Sounds oder Effekte – mehr nicht“, sagt er, und hat nun aus den Soundkonfigurationen seiner Technik digitale Stimmen erschaffen, die von betörender Reinheit sind – Instrumente aus einer anderen Dimension. „Diese künstlichen Stimmen sind zwar assoziierbar an menschliche, aber irgendetwas wirkt eben doch störend, anormal.“ Ein Effekt, der eine magische Wirkung erzeugt.

... Six ...

Eine neue Konsequenz. Zwar hatte schon mit der Enigma-Premiere „MCMXC a.D.“ die Kritikerwortschöpfung „Konzeptalbum“ eine neue Dimension erhalten. Denn erstmals war eine musikalische und inhaltliche Idee so komplex und konsequent umgesetzt worden. Die „United Colours of Music“ waren geboren. Kultur- und Kontinente-Übergreifend nicht nur der Erfolg, sondern auch die Zitate und Anleihen, die Michael Cretu zu einem immer neuen Ganzen geformt hat. Ein weiterer Grund für den fortwährenden Erfolg aller ENIGMA-Werke bis heute. Doch „A Posteriori“ geht noch einen Schritt weiter. Kein Stück des Ganzen wird heraus gebrochen und als Single-Track in den Markt geschickt. „Ich schreibe keine Sketche, sondern Bücher. Ich bin ein Album-Macher“. Ein Song ist bei ENIGMA immer ein Weg zum Ziel, und so auch nur mit dem Vorher und Nachher zu verstehen. Diese bewusste Entscheidung führt dazu, dass „A Posteriori“ der bisher geschlossenste Klangkreis im Enigma-Universum ist. „Man kann es sich im ‚Repeat-Mode’ wie ein Riesenrad anhören. Es endet in C Moll und beginnt in C Moll.“ Dies ist nicht nur seine liebste Tonart, sondern es sind auch die Lettern seiner Initialen – wie so vieles bei ENIGMA ein „gewollter Zufall“.

... Five ...

Vom symphonischen Großentwurf zurück zur Kammermusik. Michael Cretu hat seine große Studiokommandobrücke gegen ein kleines Keyboard-Cockpit getauscht. „Aber die Formel meines Arbeitens hat sich nicht verändert. Ich habe nur das Monstrum meines alten Studios mit 55 Kilometern Kabeln abgeschafft. Ich komme jetzt mit weniger Technik aus, aber die muss perfekt sein.“ Diese gewonnene Mobilität und Dynamik sind „A Posteriori“ deutlich anzumerken. „Less is more“ lautet die ENIGMA-Maxime dieser Arbeit, ohne dabei seine differenzierte Vielschichtigkeit zu verlieren. Eines der Hauptmuster von ENIGMA ist es ja, beim Hören immer wieder Neues zu entdecken, kleine Geheimnisse, Chiffren zu lösen, um mit der Zeit Komplize der musikalischen Zauberformel zu werden. „Ich wollte meine Philosophie von ENIGMA 1 reanimieren; den Freiraum schaffen, sich als Zuhörer in der Phantasie die Songs selbst zu Ende zu arrangieren – abhängig von Stimmung, Umgebung und vom Wesen“.

... Four ...

Nomen est Omen. „The Alchemist“ heißt nicht nur der vorletzte Track auf „A Posteriori“, sondern es ist auch die idealtypische Definition dessen, was der Schöpfer von ENIGMA darstellt. Alchimist, eine mittelalterliche Wortkreation, passt zu Michael Cretu im 21. Jahrhundert nur allzu gut: Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Tontechniker. Der musikalische Formelsatz, den er entschlüsselt hat und beherrscht, kann sich mit den Altmeistern der organischen und anorganischen Wissenschaften messen. „Gänzlich neu an ‚A Posteriori’ ist, dass ich das erste Mal in meinem Leben wirklich alles – bis auf zwei gesprochene Zeilen – alleine gemacht habe“. Auch ein gewolltes Resultat des neuen Minimalismus. „Ich spürte, dass ich keinen Gitarristen mehr benötigte, wenn ich eine Gitarre wollte.“ Und tatsächlich, selbst gestandene Gitarristen dürften nur schwerlich glauben, dass die subtilen Riffs und magischen Soli am Keyboard eingespielt wurden. „Es ist wohl das erste reine Synthesizer-Album, das so überhaupt nicht nach Synthesizern klingt“. Der Traum des modernen Alchimisten Cretu hat sich erfüllt.

... Three ...

„Über die Wirkung, die ich beim Hörer erzeugen will, habe ich vorher eine ganz konkrete Vorstellung. Es geht um eine emotionale Wirkung, um das, was die Musik transportiert.“ Und ganz bewusst verzichtet er dieses Mal auf eine Message oder eine ideologische Erhöhung. Das Dogma bleibt die „Ganzkörpermusik“ – das harmonisch einschmeichelnde, in der Oberfläche glücklich machende Konzept, mit seinen gewollten Tücken. Denn dem Entdeckerdrang des Hörers sollen keine Grenzen gesetzt werden.
Hier zeigt sich, dass hinter ENIGMA ein versierter Komponist, ein Vollblut-Musiker steht. Der weltweiten DJ-Kultur wird mit „A Posteriori“ einmal mehr bisher unbekanntes Soundfutter für ihre unerschöpfliche Zitatwut gegeben. Es existiert heute bereits kaum ein Chill-Out-Album oder Lounge-Mix, die sich nicht an Samples oder Versatzstücken aus dem ENIGMA-Kosmos bedient haben. „A Posteriori“ ist wieder eine vollkommen „neue Klangkollage“. Aber es ist in der Kunst eben ein gewaltiger Unterschied, ob man Urbilder oder nur Abbilder schafft. Und Michael Cretu malt Klangbilder, für die jede Leinwand zu klein erscheint.

... Two ...

Wer Trends setzt, muss keine Rücksicht auf den Zeitgeist nehmen. Den Gesetzen des Marktes hat sich ENIGMA von Beginn an nicht unterworfen. „Keine Melodie, kein englischer Text, die Songstruktur in 8 Teile zerhackt und man versteht nur Kauderwelsch …“. So die nüchterne Selbstbeschreibung des ENIGMA-Welthits „Sadeness Part 1“ durch Michael Cretu. Die Wirkung und der Erfolg von Musik entziehen sich zum Glück der Logik des vermeintlichen Zeitgeistes. Doch auf jedem ENIGMA-Album wurden die Zutaten verändert, der klangliche Kochtopf anders befeuert. „Auch wenn ENIGMA eine Handschrift, eine Identität hat, würde es mich zu Tode langweilen, mich selbst zu kopieren.“ So weiß er um das Risiko, seinen Hörern jedes Mal einen „kleinen Kulturschock“ zu verpassen, „gemessen an dem, was sie
sonst in den letzten zwei bis drei Jahren zu hören bekamen. Aber wenn man sich darauf einlässt, dieses Soundgebilde zu inhalieren, hat man auf Anhieb Spaß. Man muss mich gar nicht kapieren, es soll nur ein umfassendes Wohlgefühl auslösen“.

... One ...

ENIGMA ist die Analogie zum Stummfilm. War es dort die Musik, der Sound, das Wort, das im Kopf beim Betrachten entstand, sind es hier die Bilder, Farben und Welten, die jedem ENIGMA-Hörer das musikalische Rauscherlebnis in einer anderen Dimension ermöglichen. Die akustische Schwerkraft löst sich auf. Man hebt ab – am besten nachts. „A Posteriori“ kommt ohne billige Sound-Effekte und einschläfernde Endlosschleifen aus. „Kein Takt wiederholt sich. Fast alles habe ich von vorne bis hinten durchgespielt.“ Bei keinem seiner bisherigen ENIGMA-Alben kam ihm die klassische Ausbildung als Konzertpianist so zu Gute wie dieses Mal. „Es gibt auf ‚A Posteriori’ diese Zufälligkeiten, wo ich aus einem Verspieler eine Tugend mache, und ihn harmonisch so einbette, dass man als Hörer positiv irritiert wird. Nur dann lebt Musik“. Wenn sich rationale Handlungen emotional auflösen, sieht Michael Cretu sein Ziel erreicht. Auch ein Grund, warum er dieses Mal die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken mit „mehr Leere, absurden, mehrdimensionalen Geräuschen“ versehen hat. „Ich wollte ein klangliches Vakuum erzeugen, das an diese Überdruck-Taubheit erinnert, wie es sie nur beim Tauchen gibt“. Aber dies sind nur kurze Momente, die man peu à peu entdeckt, um dann erneut in die „lebendige, morphende Monotonie“ von ENIGMA einzudringen. „Aber diese Monotonie ist nur ein Schein. Denn bei jedem Takt geschieht etwas Neues“.

... Zero – Go!

„Jetzt nach 16 Jahren weiß ich, was der rote Faden von ENIGMA ist. Ich habe eine Erklärung dafür, warum Menschen es immer wieder hören – und kaufen –, auch wenn jede CD wieder vollkommen anders ist. Es ist die Sehnsucht … Sehnsucht nach Menschlichkeit, eine allumfassende Sehnsucht – auch eine naive Sehnsucht!“ Michael Cretu hat Sehnsucht nach Unendlichkeit, Transzendenz, dem „A Posteriori“ – lateinisch übersetzt – „dem, was nachher kommt“. So gibt es auf dem sechsten ENIGMA-Opus gewollte Reminiszenzen an Antoine de Saint Exupérys „Le Petit Prince“, Jules Vernes Roman-Visionen, Steven Spielbergs „E.T.“, Galileo Galilei, Leonardo da Vinci, die Mythen des Jupiter-Mondes Io, die Andromeda-Galaxie, an das Ende der Milchstrasse…
Daher eine kleine Bedienungsanleitung für „A Posteriori“: Ob als I-Pod-Soundtrack unter dem Nachthimmel, mit geschlossenen Augen in den eigenen vier Wänden, als Untermalung bei den schönsten Dingen des Lebens ..., jeder kann seinen Weg wählen, den „360 Grad-Sound“ dieser multidimensionalen Musik zu erleben. Im Dezember 2006 wird ENIGMA „A Posteriori“ auch als 5.1-Surround-DVD erscheinen, um das 3D-Mosaik dieses einzigartigen Synthesizer-Albums räumlich noch besser erleben zu lassen. Auch „a priori“ ist Michael Cretu mit „A Posteriori“ ein weiteres wegweisendes ENIGMA-Werk gelungen.

C Nikolas Marten, August 2006

www.enigma.de

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„A Posteriori“

Das musikalische Universum von ENIGMA kennt keine schwarzen Löcher. Nichts verschwindet im Nichts, alles bleibt bestehen. 16 Jahre, nachdem am 1. Oktober 1990 „Sadness Part 1“ mit einem zarten Urknall die irdischen Ätherwellen erschütterte, und nie gehörte Sounds um den Planeten Erde an die Spitze der Charts katapultierte, ist ENIGMA kein UFO mehr, sondern das bekannteste Raumschiff der Weltmusik – der Musikwelt. Unter dem Titel „A Posteriori“ erscheint am 22. September 2006 das sechste Album von Michael Cretus Projekt ENIGMA.

... Ten ...

Nach über 35 Millionen verkauften CDs, 50 Nummer-1-Platzierungen und 90 Platin-Auszeichnungen sowie der zusätzlichen Präsenz auf gut 1000 Compilations muss die Frage nach dem erfolgreichsten deutschen Musikprojekt aller Zeiten nicht mehr gestellt werden. Die Frage, warum ENIGMA das Rätsel dieses Erfolges gelöst hat, jedoch schon. „Mood music, dance music, trip music, whatever you want to call it, the glossy pop of Enigma is an international pop phenomenon“, schreibt die „New York Times“. „Enigma explores dance music’s mental as well as physical possibilities“, erklärt „Entertainment weekly“. „Enigma is tripping the world of imagination“, antwortet die japanische „Elle“. Michael Cretu, der Mastermind von ENIGMA sagt nur: „Ich mache Musik für mich“. Dass er damit stets Millionen Menschen erreicht, stellt ihn jedes Mal vor eine neue Herausforderung: „Denn ich möchte musikalisch niemals zum Wiederholungstäter werden. Es soll immer etwas Neues entstehen.“

... Nine ...

Der Weg von „A Posteriori“ ist schon durch seine Titelbenennungen von „Dreaming of Andromeda“ über „Message from Io“ bis „Goodbye Milky Way“ vorgezeichnet. Ein vielschichtiger Trip durch den Klangorbit, immer wieder neue Grenzen des Hörerlebens herausfordernd und dabei doch dem Wesen ENIGMAs treu bleibend. Es nimmt jeden Anhalter mit in die Galaxien der besonderen Klänge, die vom Soundschiff ENIGMA erforscht werden. Denn wieder ist es die bekannte Ouvertüren-Fanfare, die wie die letzten fünf auch dieses sechste Album einleitet, um schon 30 Sekunden später eine erste klangliche Fata Morgana zu schaffen. Durch einen weichen Soundteppich rufen nie zuvor gehörte Stimmen voll suggestiver Kraft Lateinisches in eine neue Klangsphäre, die „A Posteriori“ nicht mehr verlassen wird. ENIGMA schafft auch dieses Mal assoziative Sound-Signale, die sich für immer festsetzen – „wie ein mentales Tattoo“.

... Eight ...

„Ich schließe mich ein in meine gedankliche Welt, in eine Art hypnotische Trance“. So wie die Hörer ENIGMA erleben sollen, komponiert, produziert und arrangiert Michael Cretu seine Musik, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. „Ich hatte die Ruhe, mich in einen geistigen Schwebezustand zu versetzen, dass ich mit meinem Innersten in eine andere Atmosphäre eintauche“. So wirkt die Rauschdroge Musik nicht nur beim Hörer, sondern auch bei seinem Urheber.
„Ich bin dankbar für Inspiration, aber es gibt keine“. Ohne Fernsehen, Videoclips, Chart-Studium, aber mit Blick aufs Mittelmeer, die Gestirne und sein kleiner gewordenes Studio-Cockpit hat sich Michael Cretu sein ENIGMA-Universum geschaffen, in dem er in drei Monaten totaler Abgeschiedenheit seinen „eigenen hohen musikalischen Ambitionen gerecht werden wollte“. Das Ergebnis ist ein 53 Minuten und 42 Sekunden langer intergalaktischer Soundtrip, den man in 12 Etappen absolviert. Es ist die längste aller bisherigen ENIGMA-Reisen, und sie schickt seine Gäste in noch unbekanntere Welten; jeder Song führt in eine andere Umlaufbahn.

... Seven ...

Anders als seine fünf Vorgänger ist „A Posteriori“ fast textlos geblieben. Die Sprache taucht nur fragmentarisch auf, oder als Reminiszenz zur eigenen ENIGMA-Geschichte. „Die Sprache ist zu limitiert und das Vokabular einfach zu klein, um anderen Gefühle und tiefe Gedanken verständlich zu machen.“ Die musikalische Vision ENIGMAS lebt von der „positiven Irritation“, wie Michael Cretu sagt. Waren bei ENIGMA bisher Gesangsstimmen so eingesetzt, dass sie als „menschliche“ Instrumente für das musikalische Gesamtkonzept dienten, so ist dieses Mal die Antithese gelungen. „Stimmen sind für mich Sounds oder Effekte – mehr nicht“, sagt er, und hat nun aus den Soundkonfigurationen seiner Technik digitale Stimmen erschaffen, die von betörender Reinheit sind – Instrumente aus einer anderen Dimension. „Diese künstlichen Stimmen sind zwar assoziierbar an menschliche, aber irgendetwas wirkt eben doch störend, anormal.“ Ein Effekt, der eine magische Wirkung erzeugt.

... Six ...

Eine neue Konsequenz. Zwar hatte schon mit der Enigma-Premiere „MCMXC a.D.“ die Kritikerwortschöpfung „Konzeptalbum“ eine neue Dimension erhalten. Denn erstmals war eine musikalische und inhaltliche Idee so komplex und konsequent umgesetzt worden. Die „United Colours of Music“ waren geboren. Kultur- und Kontinente-Übergreifend nicht nur der Erfolg, sondern auch die Zitate und Anleihen, die Michael Cretu zu einem immer neuen Ganzen geformt hat. Ein weiterer Grund für den fortwährenden Erfolg aller ENIGMA-Werke bis heute. Doch „A Posteriori“ geht noch einen Schritt weiter. Kein Stück des Ganzen wird heraus gebrochen und als Single-Track in den Markt geschickt. „Ich schreibe keine Sketche, sondern Bücher. Ich bin ein Album-Macher“. Ein Song ist bei ENIGMA immer ein Weg zum Ziel, und so auch nur mit dem Vorher und Nachher zu verstehen. Diese bewusste Entscheidung führt dazu, dass „A Posteriori“ der bisher geschlossenste Klangkreis im Enigma-Universum ist. „Man kann es sich im ‚Repeat-Mode’ wie ein Riesenrad anhören. Es endet in C Moll und beginnt in C Moll.“ Dies ist nicht nur seine liebste Tonart, sondern es sind auch die Lettern seiner Initialen – wie so vieles bei ENIGMA ein „gewollter Zufall“.

... Five ...

Vom symphonischen Großentwurf zurück zur Kammermusik. Michael Cretu hat seine große Studiokommandobrücke gegen ein kleines Keyboard-Cockpit getauscht. „Aber die Formel meines Arbeitens hat sich nicht verändert. Ich habe nur das Monstrum meines alten Studios mit 55 Kilometern Kabeln abgeschafft. Ich komme jetzt mit weniger Technik aus, aber die muss perfekt sein.“ Diese gewonnene Mobilität und Dynamik sind „A Posteriori“ deutlich anzumerken. „Less is more“ lautet die ENIGMA-Maxime dieser Arbeit, ohne dabei seine differenzierte Vielschichtigkeit zu verlieren. Eines der Hauptmuster von ENIGMA ist es ja, beim Hören immer wieder Neues zu entdecken, kleine Geheimnisse, Chiffren zu lösen, um mit der Zeit Komplize der musikalischen Zauberformel zu werden. „Ich wollte meine Philosophie von ENIGMA 1 reanimieren; den Freiraum schaffen, sich als Zuhörer in der Phantasie die Songs selbst zu Ende zu arrangieren – abhängig von Stimmung, Umgebung und vom Wesen“.

... Four ...

Nomen est Omen. „The Alchemist“ heißt nicht nur der vorletzte Track auf „A Posteriori“, sondern es ist auch die idealtypische Definition dessen, was der Schöpfer von ENIGMA darstellt. Alchimist, eine mittelalterliche Wortkreation, passt zu Michael Cretu im 21. Jahrhundert nur allzu gut: Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Tontechniker. Der musikalische Formelsatz, den er entschlüsselt hat und beherrscht, kann sich mit den Altmeistern der organischen und anorganischen Wissenschaften messen. „Gänzlich neu an ‚A Posteriori’ ist, dass ich das erste Mal in meinem Leben wirklich alles – bis auf zwei gesprochene Zeilen – alleine gemacht habe“. Auch ein gewolltes Resultat des neuen Minimalismus. „Ich spürte, dass ich keinen Gitarristen mehr benötigte, wenn ich eine Gitarre wollte.“ Und tatsächlich, selbst gestandene Gitarristen dürften nur schwerlich glauben, dass die subtilen Riffs und magischen Soli am Keyboard eingespielt wurden. „Es ist wohl das erste reine Synthesizer-Album, das so überhaupt nicht nach Synthesizern klingt“. Der Traum des modernen Alchimisten Cretu hat sich erfüllt.

... Three ...

„Über die Wirkung, die ich beim Hörer erzeugen will, habe ich vorher eine ganz konkrete Vorstellung. Es geht um eine emotionale Wirkung, um das, was die Musik transportiert.“ Und ganz bewusst verzichtet er dieses Mal auf eine Message oder eine ideologische Erhöhung. Das Dogma bleibt die „Ganzkörpermusik“ – das harmonisch einschmeichelnde, in der Oberfläche glücklich machende Konzept, mit seinen gewollten Tücken. Denn dem Entdeckerdrang des Hörers sollen keine Grenzen gesetzt werden.
Hier zeigt sich, dass hinter ENIGMA ein versierter Komponist, ein Vollblut-Musiker steht. Der weltweiten DJ-Kultur wird mit „A Posteriori“ einmal mehr bisher unbekanntes Soundfutter für ihre unerschöpfliche Zitatwut gegeben. Es existiert heute bereits kaum ein Chill-Out-Album oder Lounge-Mix, die sich nicht an Samples oder Versatzstücken aus dem ENIGMA-Kosmos bedient haben. „A Posteriori“ ist wieder eine vollkommen „neue Klangkollage“. Aber es ist in der Kunst eben ein gewaltiger Unterschied, ob man Urbilder oder nur Abbilder schafft. Und Michael Cretu malt Klangbilder, für die jede Leinwand zu klein erscheint.

... Two ...

Wer Trends setzt, muss keine Rücksicht auf den Zeitgeist nehmen. Den Gesetzen des Marktes hat sich ENIGMA von Beginn an nicht unterworfen. „Keine Melodie, kein englischer Text, die Songstruktur in 8 Teile zerhackt und man versteht nur Kauderwelsch …“. So die nüchterne Selbstbeschreibung des ENIGMA-Welthits „Sadeness Part 1“ durch Michael Cretu. Die Wirkung und der Erfolg von Musik entziehen sich zum Glück der Logik des vermeintlichen Zeitgeistes. Doch auf jedem ENIGMA-Album wurden die Zutaten verändert, der klangliche Kochtopf anders befeuert. „Auch wenn ENIGMA eine Handschrift, eine Identität hat, würde es mich zu Tode langweilen, mich selbst zu kopieren.“ So weiß er um das Risiko, seinen Hörern jedes Mal einen „kleinen Kulturschock“ zu verpassen, „gemessen an dem, was sie
sonst in den letzten zwei bis drei Jahren zu hören bekamen. Aber wenn man sich darauf einlässt, dieses Soundgebilde zu inhalieren, hat man auf Anhieb Spaß. Man muss mich gar nicht kapieren, es soll nur ein umfassendes Wohlgefühl auslösen“.

... One ...

ENIGMA ist die Analogie zum Stummfilm. War es dort die Musik, der Sound, das Wort, das im Kopf beim Betrachten entstand, sind es hier die Bilder, Farben und Welten, die jedem ENIGMA-Hörer das musikalische Rauscherlebnis in einer anderen Dimension ermöglichen. Die akustische Schwerkraft löst sich auf. Man hebt ab – am besten nachts. „A Posteriori“ kommt ohne billige Sound-Effekte und einschläfernde Endlosschleifen aus. „Kein Takt wiederholt sich. Fast alles habe ich von vorne bis hinten durchgespielt.“ Bei keinem seiner bisherigen ENIGMA-Alben kam ihm die klassische Ausbildung als Konzertpianist so zu Gute wie dieses Mal. „Es gibt auf ‚A Posteriori’ diese Zufälligkeiten, wo ich aus einem Verspieler eine Tugend mache, und ihn harmonisch so einbette, dass man als Hörer positiv irritiert wird. Nur dann lebt Musik“. Wenn sich rationale Handlungen emotional auflösen, sieht Michael Cretu sein Ziel erreicht. Auch ein Grund, warum er dieses Mal die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken mit „mehr Leere, absurden, mehrdimensionalen Geräuschen“ versehen hat. „Ich wollte ein klangliches Vakuum erzeugen, das an diese Überdruck-Taubheit erinnert, wie es sie nur beim Tauchen gibt“. Aber dies sind nur kurze Momente, die man peu à peu entdeckt, um dann erneut in die „lebendige, morphende Monotonie“ von ENIGMA einzudringen. „Aber diese Monotonie ist nur ein Schein. Denn bei jedem Takt geschieht etwas Neues“.

... Zero – Go!

„Jetzt nach 16 Jahren weiß ich, was der rote Faden von ENIGMA ist. Ich habe eine Erklärung dafür, warum Menschen es immer wieder hören – und kaufen –, auch wenn jede CD wieder vollkommen anders ist. Es ist die Sehnsucht … Sehnsucht nach Menschlichkeit, eine allumfassende Sehnsucht – auch eine naive Sehnsucht!“ Michael Cretu hat Sehnsucht nach Unendlichkeit, Transzendenz, dem „A Posteriori“ – lateinisch übersetzt – „dem, was nachher kommt“. So gibt es auf dem sechsten ENIGMA-Opus gewollte Reminiszenzen an Antoine de Saint Exupérys „Le Petit Prince“, Jules Vernes Roman-Visionen, Steven Spielbergs „E.T.“, Galileo Galilei, Leonardo da Vinci, die Mythen des Jupiter-Mondes Io, die Andromeda-Galaxie, an das Ende der Milchstrasse…
Daher eine kleine Bedienungsanleitung für „A Posteriori“: Ob als I-Pod-Soundtrack unter dem Nachthimmel, mit geschlossenen Augen in den eigenen vier Wänden, als Untermalung bei den schönsten Dingen des Lebens ..., jeder kann seinen Weg wählen, den „360 Grad-Sound“ dieser multidimensionalen Musik zu erleben. Im Dezember 2006 wird ENIGMA „A Posteriori“ auch als 5.1-Surround-DVD erscheinen, um das 3D-Mosaik dieses einzigartigen Synthesizer-Albums räumlich noch besser erleben zu lassen. Auch „a priori“ ist Michael Cretu mit „A Posteriori“ ein weiteres wegweisendes ENIGMA-Werk gelungen.

C Nikolas Marten, August 2006

www.enigma.de

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„A Posteriori“

Das musikalische Universum von ENIGMA kennt keine schwarzen Löcher. Nichts verschwindet im Nichts, alles bleibt bestehen. 16 Jahre, nachdem am 1. Oktober 1990 „Sadness Part 1“ mit einem zarten Urknall die irdischen Ätherwellen erschütterte, und nie gehörte Sounds um den Planeten Erde an die Spitze der Charts katapultierte, ist ENIGMA kein UFO mehr, sondern das bekannteste Raumschiff der Weltmusik – der Musikwelt. Unter dem Titel „A Posteriori“ erscheint am 22. September 2006 das sechste Album von Michael Cretus Projekt ENIGMA.

... Ten ...

Nach über 35 Millionen verkauften CDs, 50 Nummer-1-Platzierungen und 90 Platin-Auszeichnungen sowie der zusätzlichen Präsenz auf gut 1000 Compilations muss die Frage nach dem erfolgreichsten deutschen Musikprojekt aller Zeiten nicht mehr gestellt werden. Die Frage, warum ENIGMA das Rätsel dieses Erfolges gelöst hat, jedoch schon. „Mood music, dance music, trip music, whatever you want to call it, the glossy pop of Enigma is an international pop phenomenon“, schreibt die „New York Times“. „Enigma explores dance music’s mental as well as physical possibilities“, erklärt „Entertainment weekly“. „Enigma is tripping the world of imagination“, antwortet die japanische „Elle“. Michael Cretu, der Mastermind von ENIGMA sagt nur: „Ich mache Musik für mich“. Dass er damit stets Millionen Menschen erreicht, stellt ihn jedes Mal vor eine neue Herausforderung: „Denn ich möchte musikalisch niemals zum Wiederholungstäter werden. Es soll immer etwas Neues entstehen.“

... Nine ...

Der Weg von „A Posteriori“ ist schon durch seine Titelbenennungen von „Dreaming of Andromeda“ über „Message from Io“ bis „Goodbye Milky Way“ vorgezeichnet. Ein vielschichtiger Trip durch den Klangorbit, immer wieder neue Grenzen des Hörerlebens herausfordernd und dabei doch dem Wesen ENIGMAs treu bleibend. Es nimmt jeden Anhalter mit in die Galaxien der besonderen Klänge, die vom Soundschiff ENIGMA erforscht werden. Denn wieder ist es die bekannte Ouvertüren-Fanfare, die wie die letzten fünf auch dieses sechste Album einleitet, um schon 30 Sekunden später eine erste klangliche Fata Morgana zu schaffen. Durch einen weichen Soundteppich rufen nie zuvor gehörte Stimmen voll suggestiver Kraft Lateinisches in eine neue Klangsphäre, die „A Posteriori“ nicht mehr verlassen wird. ENIGMA schafft auch dieses Mal assoziative Sound-Signale, die sich für immer festsetzen – „wie ein mentales Tattoo“.

... Eight ...

„Ich schließe mich ein in meine gedankliche Welt, in eine Art hypnotische Trance“. So wie die Hörer ENIGMA erleben sollen, komponiert, produziert und arrangiert Michael Cretu seine Musik, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. „Ich hatte die Ruhe, mich in einen geistigen Schwebezustand zu versetzen, dass ich mit meinem Innersten in eine andere Atmosphäre eintauche“. So wirkt die Rauschdroge Musik nicht nur beim Hörer, sondern auch bei seinem Urheber.
„Ich bin dankbar für Inspiration, aber es gibt keine“. Ohne Fernsehen, Videoclips, Chart-Studium, aber mit Blick aufs Mittelmeer, die Gestirne und sein kleiner gewordenes Studio-Cockpit hat sich Michael Cretu sein ENIGMA-Universum geschaffen, in dem er in drei Monaten totaler Abgeschiedenheit seinen „eigenen hohen musikalischen Ambitionen gerecht werden wollte“. Das Ergebnis ist ein 53 Minuten und 42 Sekunden langer intergalaktischer Soundtrip, den man in 12 Etappen absolviert. Es ist die längste aller bisherigen ENIGMA-Reisen, und sie schickt seine Gäste in noch unbekanntere Welten; jeder Song führt in eine andere Umlaufbahn.

... Seven ...

Anders als seine fünf Vorgänger ist „A Posteriori“ fast textlos geblieben. Die Sprache taucht nur fragmentarisch auf, oder als Reminiszenz zur eigenen ENIGMA-Geschichte. „Die Sprache ist zu limitiert und das Vokabular einfach zu klein, um anderen Gefühle und tiefe Gedanken verständlich zu machen.“ Die musikalische Vision ENIGMAS lebt von der „positiven Irritation“, wie Michael Cretu sagt. Waren bei ENIGMA bisher Gesangsstimmen so eingesetzt, dass sie als „menschliche“ Instrumente für das musikalische Gesamtkonzept dienten, so ist dieses Mal die Antithese gelungen. „Stimmen sind für mich Sounds oder Effekte – mehr nicht“, sagt er, und hat nun aus den Soundkonfigurationen seiner Technik digitale Stimmen erschaffen, die von betörender Reinheit sind – Instrumente aus einer anderen Dimension. „Diese künstlichen Stimmen sind zwar assoziierbar an menschliche, aber irgendetwas wirkt eben doch störend, anormal.“ Ein Effekt, der eine magische Wirkung erzeugt.

... Six ...

Eine neue Konsequenz. Zwar hatte schon mit der Enigma-Premiere „MCMXC a.D.“ die Kritikerwortschöpfung „Konzeptalbum“ eine neue Dimension erhalten. Denn erstmals war eine musikalische und inhaltliche Idee so komplex und konsequent umgesetzt worden. Die „United Colours of Music“ waren geboren. Kultur- und Kontinente-Übergreifend nicht nur der Erfolg, sondern auch die Zitate und Anleihen, die Michael Cretu zu einem immer neuen Ganzen geformt hat. Ein weiterer Grund für den fortwährenden Erfolg aller ENIGMA-Werke bis heute. Doch „A Posteriori“ geht noch einen Schritt weiter. Kein Stück des Ganzen wird heraus gebrochen und als Single-Track in den Markt geschickt. „Ich schreibe keine Sketche, sondern Bücher. Ich bin ein Album-Macher“. Ein Song ist bei ENIGMA immer ein Weg zum Ziel, und so auch nur mit dem Vorher und Nachher zu verstehen. Diese bewusste Entscheidung führt dazu, dass „A Posteriori“ der bisher geschlossenste Klangkreis im Enigma-Universum ist. „Man kann es sich im ‚Repeat-Mode’ wie ein Riesenrad anhören. Es endet in C Moll und beginnt in C Moll.“ Dies ist nicht nur seine liebste Tonart, sondern es sind auch die Lettern seiner Initialen – wie so vieles bei ENIGMA ein „gewollter Zufall“.

... Five ...

Vom symphonischen Großentwurf zurück zur Kammermusik. Michael Cretu hat seine große Studiokommandobrücke gegen ein kleines Keyboard-Cockpit getauscht. „Aber die Formel meines Arbeitens hat sich nicht verändert. Ich habe nur das Monstrum meines alten Studios mit 55 Kilometern Kabeln abgeschafft. Ich komme jetzt mit weniger Technik aus, aber die muss perfekt sein.“ Diese gewonnene Mobilität und Dynamik sind „A Posteriori“ deutlich anzumerken. „Less is more“ lautet die ENIGMA-Maxime dieser Arbeit, ohne dabei seine differenzierte Vielschichtigkeit zu verlieren. Eines der Hauptmuster von ENIGMA ist es ja, beim Hören immer wieder Neues zu entdecken, kleine Geheimnisse, Chiffren zu lösen, um mit der Zeit Komplize der musikalischen Zauberformel zu werden. „Ich wollte meine Philosophie von ENIGMA 1 reanimieren; den Freiraum schaffen, sich als Zuhörer in der Phantasie die Songs selbst zu Ende zu arrangieren – abhängig von Stimmung, Umgebung und vom Wesen“.

... Four ...

Nomen est Omen. „The Alchemist“ heißt nicht nur der vorletzte Track auf „A Posteriori“, sondern es ist auch die idealtypische Definition dessen, was der Schöpfer von ENIGMA darstellt. Alchimist, eine mittelalterliche Wortkreation, passt zu Michael Cretu im 21. Jahrhundert nur allzu gut: Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Tontechniker. Der musikalische Formelsatz, den er entschlüsselt hat und beherrscht, kann sich mit den Altmeistern der organischen und anorganischen Wissenschaften messen. „Gänzlich neu an ‚A Posteriori’ ist, dass ich das erste Mal in meinem Leben wirklich alles – bis auf zwei gesprochene Zeilen – alleine gemacht habe“. Auch ein gewolltes Resultat des neuen Minimalismus. „Ich spürte, dass ich keinen Gitarristen mehr benötigte, wenn ich eine Gitarre wollte.“ Und tatsächlich, selbst gestandene Gitarristen dürften nur schwerlich glauben, dass die subtilen Riffs und magischen Soli am Keyboard eingespielt wurden. „Es ist wohl das erste reine Synthesizer-Album, das so überhaupt nicht nach Synthesizern klingt“. Der Traum des modernen Alchimisten Cretu hat sich erfüllt.

... Three ...

„Über die Wirkung, die ich beim Hörer erzeugen will, habe ich vorher eine ganz konkrete Vorstellung. Es geht um eine emotionale Wirkung, um das, was die Musik transportiert.“ Und ganz bewusst verzichtet er dieses Mal auf eine Message oder eine ideologische Erhöhung. Das Dogma bleibt die „Ganzkörpermusik“ – das harmonisch einschmeichelnde, in der Oberfläche glücklich machende Konzept, mit seinen gewollten Tücken. Denn dem Entdeckerdrang des Hörers sollen keine Grenzen gesetzt werden.
Hier zeigt sich, dass hinter ENIGMA ein versierter Komponist, ein Vollblut-Musiker steht. Der weltweiten DJ-Kultur wird mit „A Posteriori“ einmal mehr bisher unbekanntes Soundfutter für ihre unerschöpfliche Zitatwut gegeben. Es existiert heute bereits kaum ein Chill-Out-Album oder Lounge-Mix, die sich nicht an Samples oder Versatzstücken aus dem ENIGMA-Kosmos bedient haben. „A Posteriori“ ist wieder eine vollkommen „neue Klangkollage“. Aber es ist in der Kunst eben ein gewaltiger Unterschied, ob man Urbilder oder nur Abbilder schafft. Und Michael Cretu malt Klangbilder, für die jede Leinwand zu klein erscheint.

... Two ...

Wer Trends setzt, muss keine Rücksicht auf den Zeitgeist nehmen. Den Gesetzen des Marktes hat sich ENIGMA von Beginn an nicht unterworfen. „Keine Melodie, kein englischer Text, die Songstruktur in 8 Teile zerhackt und man versteht nur Kauderwelsch …“. So die nüchterne Selbstbeschreibung des ENIGMA-Welthits „Sadeness Part 1“ durch Michael Cretu. Die Wirkung und der Erfolg von Musik entziehen sich zum Glück der Logik des vermeintlichen Zeitgeistes. Doch auf jedem ENIGMA-Album wurden die Zutaten verändert, der klangliche Kochtopf anders befeuert. „Auch wenn ENIGMA eine Handschrift, eine Identität hat, würde es mich zu Tode langweilen, mich selbst zu kopieren.“ So weiß er um das Risiko, seinen Hörern jedes Mal einen „kleinen Kulturschock“ zu verpassen, „gemessen an dem, was sie
sonst in den letzten zwei bis drei Jahren zu hören bekamen. Aber wenn man sich darauf einlässt, dieses Soundgebilde zu inhalieren, hat man auf Anhieb Spaß. Man muss mich gar nicht kapieren, es soll nur ein umfassendes Wohlgefühl auslösen“.

... One ...

ENIGMA ist die Analogie zum Stummfilm. War es dort die Musik, der Sound, das Wort, das im Kopf beim Betrachten entstand, sind es hier die Bilder, Farben und Welten, die jedem ENIGMA-Hörer das musikalische Rauscherlebnis in einer anderen Dimension ermöglichen. Die akustische Schwerkraft löst sich auf. Man hebt ab – am besten nachts. „A Posteriori“ kommt ohne billige Sound-Effekte und einschläfernde Endlosschleifen aus. „Kein Takt wiederholt sich. Fast alles habe ich von vorne bis hinten durchgespielt.“ Bei keinem seiner bisherigen ENIGMA-Alben kam ihm die klassische Ausbildung als Konzertpianist so zu Gute wie dieses Mal. „Es gibt auf ‚A Posteriori’ diese Zufälligkeiten, wo ich aus einem Verspieler eine Tugend mache, und ihn harmonisch so einbette, dass man als Hörer positiv irritiert wird. Nur dann lebt Musik“. Wenn sich rationale Handlungen emotional auflösen, sieht Michael Cretu sein Ziel erreicht. Auch ein Grund, warum er dieses Mal die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken mit „mehr Leere, absurden, mehrdimensionalen Geräuschen“ versehen hat. „Ich wollte ein klangliches Vakuum erzeugen, das an diese Überdruck-Taubheit erinnert, wie es sie nur beim Tauchen gibt“. Aber dies sind nur kurze Momente, die man peu à peu entdeckt, um dann erneut in die „lebendige, morphende Monotonie“ von ENIGMA einzudringen. „Aber diese Monotonie ist nur ein Schein. Denn bei jedem Takt geschieht etwas Neues“.

... Zero – Go!

„Jetzt nach 16 Jahren weiß ich, was der rote Faden von ENIGMA ist. Ich habe eine Erklärung dafür, warum Menschen es immer wieder hören – und kaufen –, auch wenn jede CD wieder vollkommen anders ist. Es ist die Sehnsucht … Sehnsucht nach Menschlichkeit, eine allumfassende Sehnsucht – auch eine naive Sehnsucht!“ Michael Cretu hat Sehnsucht nach Unendlichkeit, Transzendenz, dem „A Posteriori“ – lateinisch übersetzt – „dem, was nachher kommt“. So gibt es auf dem sechsten ENIGMA-Opus gewollte Reminiszenzen an Antoine de Saint Exupérys „Le Petit Prince“, Jules Vernes Roman-Visionen, Steven Spielbergs „E.T.“, Galileo Galilei, Leonardo da Vinci, die Mythen des Jupiter-Mondes Io, die Andromeda-Galaxie, an das Ende der Milchstrasse…
Daher eine kleine Bedienungsanleitung für „A Posteriori“: Ob als I-Pod-Soundtrack unter dem Nachthimmel, mit geschlossenen Augen in den eigenen vier Wänden, als Untermalung bei den schönsten Dingen des Lebens ..., jeder kann seinen Weg wählen, den „360 Grad-Sound“ dieser multidimensionalen Musik zu erleben. Im Dezember 2006 wird ENIGMA „A Posteriori“ auch als 5.1-Surround-DVD erscheinen, um das 3D-Mosaik dieses einzigartigen Synthesizer-Albums räumlich noch besser erleben zu lassen. Auch „a priori“ ist Michael Cretu mit „A Posteriori“ ein weiteres wegweisendes ENIGMA-Werk gelungen.

C Nikolas Marten, August 2006

www.enigma.de

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