Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Englische Passagiere
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Englische Passagiere [Gebundene Ausgabe]

Matthew Kneale
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Jede Seite sprüht vor sprachlicher Erfindungskraft, und wie gekonnte Komödie mit dramatischen Schrecken verbunden wird ist meisterhaft... Die "Englischen Passagiere" verdienen es, mit wilden Beifallsstürmen und Preisen überhäuft im Hafen willkommen geheißen zu werden." (The Guardian)
"Ein fesselndes, geschickt konstruiertes, ernsthaftes und sehr lesbares Buch... Eine äußerst eindrucksvolle Leistung: mal bedrohlich, mal ironisch, und dabei selbstsicher genug, die Geschichte für sich sprechen zu lassen." (The Sunday Telegraph)

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1857 sticht in England ein Schmugglerschiff in See. An Bord drei verrückte Engländer als Passagiere, die auf der anderen Seite der Welt, in Tasmanien, den Garten Eden entdecken wollen. Dieses Buch ist Seefahrer- und Schelmenroman in einem, ebenso spannend wie detailreich und dabei auch historisch fundiert.Als Captain Illiam Quillian Kewley und seine Männer eines schönen Sommertages im Jahre 1857 mit ihrer doppelwandigen Sincerity in See stechen, um ein wenig Cognac und Tabak von Frankreich nach England zu transportieren, haben sie keine Vorstellung, wohin ihre Reise wirklich gehen wird.
Der englische Zoll ist nicht so verschlafen, wie sie denken, und unversehens finden sie sich im Londoner Hafen wieder, die Konterbande zwar unentdeckt, aber durch Hafengebühren und Strafzahlungen in Gefahr, ihr Schiff zu verlieren. Rettung bringt eine Drei-Mann-Expedition verrückter Engländer, die auf der anderen Seite der Welt, in Tasmanien, den Garten Eden entdecken wollen.
Matthew Kneale ist mit seinem Roman ein so spannendes wie detailreiches und dabei auch historisch fundiertes Buch gelungen - voller Humor, Ernsthaftigkeit und mit einer Erzählkraft, die ihresgleichen sucht."Captain Illiam Quillian Kewley,Juni 1857
Angenommen, jemand kriegt eine Kugel durch den Schädel, in irgend so einem Krieg, wo hat das dann alles angefangen? Ganz einfach, könnte man meinen: Es fängt da an, wo unser frischgebackener, fescher Held mit seinen neuen Kameraden in den Kampf zieht und grinsend den Mädchen zuwinkt. Aber stimmt das denn? Warum nehmen wir nicht den Augenblick, wo er das Handgeld einstreicht und mit aufgesperrtem Maul wie ein Ochsenfrosch den Versprechungen des Feldwebels lauscht? Oder wie wäre es mit jenem sonnigen Morgen, als er, mit gerade sechs Jahren, die Soldaten durchs Dorf marschieren sieht, große, wilde krakeelende Gesellen? Oder warum nicht sogar zurück zu jener langen, stillen Nacht, in der ein Kindlein geboren wird, das mit großen Augen in die Welt guckt und winzig kleine Händchen hat? Händchen, von denen man nie glauben würde, dass sie eines Tages stark genug sein werden, um ein langes, schweres Gewehr zu heben und unserem armen toten Freund..."

Der Verlag über das Buch

»Ein Roman wie aus einem Guß, der vor allem eins ist: pures Lesevergnügen.« Katja Uhlemann in der ›Freien Presse‹

»Die herzerfrischende und herzzerreißende Tragikomödie glänzt durch die Beschreibung des Geisteszustandes der Charaktere, wobei auffällt, daß lediglich die Kriminellen, die Taugenichtse und die ›Wilden‹ noch alle Tassen im Schrank haben ... Kneale erfreut jeden Leser, der Sinn für Anarchie hat, der das Schweijksche mag, Rassismus verachtet und der vor allem intelligent und humorvoll unterhalten werden möchte.« Ulrich Zander in ›Tip‹

»Ein geradezu unverschämt abenteuerlustiger Roman.« Gerald Jung in ›Zitty‹

»Matthew Kneale ... ist das Musterstück eines fundierten und fesselnden Historien-Romans gelungen.« Fritz Rumler in ›Spiegel reporter‹

»Ein großes historisches und erzählerisches Werk. Es steckt voller Sachkenntnis, Neugier, Humor und Schmerz über das, was der Mensch bereit ist, sich selbst und dem anderen Menschen zuzufügen. Es ist sowohl ein fulminanter Schmöker wie auch ein hintergründiger Entwicklungsroman.« Renée Zucker in Radio Bremen

»Das hat Witz, Brillanz und emotionale Tiefe. Besser noch, es ist großartige Literatur. Denn statt Anklageprosa über den Völkermord zu schreiben, komponiert Kneale eine zwanzigstimmige tasmanische Sinfonie voll reicher Akkorde, grotesker Töne, gefühlvoller Kantilenen und schneidender Dissonanzen. In spannungsreich arrangierten Abschnitten läßt er die zwanzig Beteiligten zu Wort kommen, vom Gouverneur über den Eingeborenenmischling bis zum bigotten Edensucher. Eindringlich und doch wie nebenbei erzählt Kneale dem atemlos der Story folgenden Leser sehr viel über den Geist und die Zeit, aus der Kolonialismus, Imperialismus und Rassismus stammen.« Rolf-Bernhard Essig in der ›Financial Times Deutschland‹

»Es ist alles drin, alles dran, was man von einem Mordsschmöker erwarten darf.« Klaus-Peter Walter in der ›Welt‹

»Matthew Kneale ist ... ein hervorragender Einstand gelungen. Multiperspektivität und virtuoses Verknüpfen von verschiedenen Erzählsträngen zeichnen den Roman ebenso aus wie die Beschreibung eines weltgeschichtlichen Nebenschauplatzes im 19. Jahrhundert und dessen tragischer Verbindung zur Weltmacht England. ... Kneale verwebt äußerst geschickt die Geschichte von der Auslöschung eines Volkes mit der Auseinandersetzung zwischen theologischen und naturwissenschaftlichen Irrlehren und umrahmt das Ganze mit einer Schmugglergeschichte.« Thomas Hermann in der ›Neuen Zürcher Zeitung‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Matthew Kneale geboren 1960 in London. Studierte zunächst neuere Geschichte in Oxford und entschloß sich dann zu schreiben. Sein erster Roman entstand nach einem ausgedehnten Aufenthalt in Japan. Mittlerweile hat er 82 Länder in sieben Kontinenten bereist, und auch seine Bücher sind Reisen, im vorliegenden Roman mit der Sincerity auf die andere Seite des Erdballs. Matthew Kneale wurde bereits mit dem Somerset Maugham Award und dem John

Llewellyn Rhys Award ausgezeichnet. "Englische Passagiere" ist sein erstes Buch in deutscher Sprache.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Captain Illiam Quillian Kewley,Juni 1857
Angenommen, jemand kriegt eine Kugel durch den Schädel, in irgend so einem Krieg, wo hat das dann alles angefangen? Ganz einfach, könnte man meinen: Es fängt da an, wo unser frischgebackener, fescher Held mit seinen neuen Kameraden in den Kampf zieht und grinsend den Mädchen zuwinkt. Aber stimmt das denn? Warum nehmen wir nicht den Augenblick, wo er das Handgeld einstreicht und mit aufgesperrtem Maul wie ein Ochsenfrosch den Versprechungen des Feldwebels lauscht? Oder wie wäre es mit jenem sonnigen Morgen, als er, mit gerade sechs Jahren, die Soldaten durchs Dorf marschieren sieht, große, wilde krakeelende Gesellen? Oder warum nicht sogar zurück zu jener langen, stillen Nacht, in der ein Kindlein geboren wird, das mit großen Augen in die Welt guckt und winzig kleine Händchen hat? Händchen, von denen man nie glauben würde, dass sie eines Tages stark genug sein werden, um ein langes, schweres Gewehr zu heben und unserem armen toten Freund..."
‹  Zurück zur Artikelübersicht