Kneale arbeitet mit einem feinen Humor und unter Anwendung verschiedener Erzählstile einen Teil der Weltgeschichte auf, der noch nicht so häufig "durchgewurstet" wurde wie z.B. Artus, Hood und Boudicca - Die Besiedlung Tasmaniens! Wenn man erst mal raus hat, wo das so genau liegt und wann die zvilisierte Menschheit beschlossen hat, diesen Flecken Erde zu zerstören, äh besiedeln natürlich - eröffnet sich dem Leser eine wunderbare Geschichte über Gier und Geiz, List und Rache, Fanatismus und (tödliche) Naivität. Die Protagonisten berichten abwechselnd Ihre Geschichte (mit allen Dialekten, Sprachfehlern und anderen Schrullen). Aus diesen Einzelberichten ergibt sich ein Gesamtwerk, dass zwischen Lachen und Weinen schwankt, aber nie kippt - und das ist ein Balanceakt, den der Autor grandios beherrscht. Zur historischen Genauigkeit sei gesagt, dass ich nach Genuss einiger Sekundärliteratur keine Widersprüche finden konnte und mich daher auch fachlich bei Kneale sehr gut aufgehoben fühlte.
Fazit: Wer mal etwas anderes lesen möchte, als die gängigen Geschichtsthemen ist hier gut aufgehoben...und wenn man dann noch gerne mal schmunzelt - perfekt!