ausgerichtet. Das Paradebeispiel war Versailles: Nur vom Fenster des königlichen Zimmers aus hatte man den perfekten Blick auf den völlig künstlich-künstlerisch gestalteten Garten. Dagegen ist der englische Garten ein Produkt der glorious revolution: Hier bewegen sich freie Menschen in einer freien, wenn auch gestalteten Natur. Gebäude, die an Italien oder auch an das Mittelalter erinnern, wechselnde Sichtachsen oder künstlich angelegte Seen sollen Assoziationen bei den Spaziergängern erwecken. Und so gab es bereits im 18. Jahrhundert Reisende, die in England herumfuhren und diese mit großem Aufwand erstellten Anlagen besichtigten. Eine Reihe der bedeutendsten Gärten stellt von Trotha in diesem schön gemachten Buch vor, das sich auch vorzüglich als Reiseführer für eine moderne english garden tour eignet.