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Englische Exzentriker: Eine Galerie höchst merkwürdiger und bemerkenswerter Damen und Herren
 
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Englische Exzentriker: Eine Galerie höchst merkwürdiger und bemerkenswerter Damen und Herren [Gebundene Ausgabe]

Edith Sitwell
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (18. August 2009)
  • Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
  • ISBN-10: 3803111927
  • ISBN-13: 978-3803111920
  • Originaltitel: English Eccentrics
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 11,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 246.314 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edith Sitwell
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es empfiehlt sich, das Buch wie eine kostbare Torte zu behandeln, die man Stück für Stück bei besonderen Anlässen verzehrt.« (Klaus Völcker, tip)

Kurzbeschreibung


Dieses schon klassische Buch präsentiert berühmte Exzentriker aus dem unerschöpflichen englischen Fundus
Das genial entworfene Bild einer britischen Tugend, die von kontinentalen Beobachtern häufig fassungslos belächelt, in England aber als selbstverständlicher Bestandteil der Alltagskultur geschätzt und seit Jahrhunderten gepflegt wird: der Exzentrik. Sie vereint Aristokraten und Dienstpersonal, Bürger und Künstler, Stadt und Land und die beiden Geschlechter im hemmungslosen Zelebrieren ihrer Individualität.Dame Edith Sitwell, selbst Exzentrikerin von höchsten Graden, hat ihnen ein bleibendes Denkmal errichtet.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Wieso sollte man versuchen, wie eine Pekinese auszusehen, wenn man ein Windhund ist?" So die englische Schriftstellerin Edith Sitwell, geboren 1887 und gestorben 1964, die in ihrem Habitus auch etwas von einem Windhund hatte. Auf jeden Fall war sie eine Aristokratin, eine geniale Frau und in vieler Hinsicht so exzentrische wie die Figuren ihrer Porträts, die unter dem schönen Titel "Englische Exzentriker" aufgeschrieben wurden.

Diese "Galerie höchst merkwürdiger und bemerkenswerter Damen und Herren", ist höchst vergnüglich zu lesen. Das hat etwas mit dem britischen Humor zu tun, mit einer gehörigen Prise Sarkasmus und viel damit, dass die genialen und aristokratischen Menschen, die Edith Sitwell beschreibt, nicht nur häufig als exzentrische betrachtet werden, sondern es oft auch sind.

Das gilt sicher für den "Kaleschen-Coates", von einem Mann also, der am Ende - nach einem verrückten Kaleschen-Leben - "von einer billigen Imitation seines eigenen berühmten Gefährts überfahren" wurde. Und damit "verblich ein übergroßer Schatten, der auf elegante Plätze fiel". Auch er, Mr. Parr, war ein ausgemachter Exzentriker, dem es gefiel, mit achtzig Jahren das erste Mal zu heiraten. Von da an bis zu seinem 105. Lebensjahr konnte er es nicht mehr lassen. Andere Edelleute und natürlich Exzentriker wiederum hielten sich "Schmuck-Eremiten", ein Job, mit dem eine Menge zu verdienen war. Die erforderte Leistung: "Sieben Jahre in der Eremitage zu bleiben, wo er mit einer Bibel, einer Brille, einer Fußmatte, einem Strohsack als Kissen, einem Stundenglas als Zeitmesser, Wasser als Getränk und Nahrung aus dem Hause versehen werden sollte. Er mußte ein wollenes Gewand tragen und durfte sich unter gar keinen Umständen die Haare, den Bart und die Nägel schneiden, nicht jenseits der Grenzen von Mr. Hamiltons Besitz herumstreunen oder auch nur ein Wort mit dem Diener wechseln."

Und so geht es um "gelehrte Herren" und eine "gebildete Dame", um "Sportsleute" und "seriöse Kreise", die vor der spitzen Feder der genialen Autorin nicht sicher sind.

"Exzentrik kommt vor allem in England vor, und zum Teil, glaube ich, wegen der spezifischen und befriedigenden Einsicht in die eigene Unfehlbarkeit, die ein Kennzeichen und Geburtsrecht der britischen Nation ist." - So Edith Sitwell. Wir glauben es ihr auf das Wort, denn den besten Beweis dafür liefert sie mit dieser "Galerie" von herausragenden literarischen Porträts selbst.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
die englische exzentrikerin edith sitwell (1887-1964) schrieb ein erheiterndes, giftiges buch über exzentriker. selbst zeitweise mit einer himmelstrebenden frisur wie von götz alzmann gekrönt, scheute sie sich nicht, jene "selfdeveloped persons" in hintertriebener pseudo-verehrung beschreibend vorzuführen, die in ihren blickwinkel gerieten - so die gründerin der religionsgemeinschaft der SHAKER: "mrs. anne lee war unmittelbar vom himmel verkündet worden, dass die äußerliche manifestation der liebe zwischen den geschlechtern eine der ursachen für den niedergang der welt sei; einige rebellen gegen diese theorie ... zogen den niedergang vor. sogar mr. lee, der eine zeitlang gehofft hatte, sie würde vielleicht irgendeinen (himmlischen) gegenbefehl erhalten, verschwand, als die SHAKER amerika erreichten, zusammen mit einer shakerin, die er zu seiner irrlehre bekehrt hatte." wir wissen heute, dass die SHAKER ihre theorie letztendlich erfolgreich umgesetzt haben und komplett ausgestorben sind. sie haben uns allerdings ein paar bücher über minimalistisches wohndesign und kargen möbelbau hinterlassen, die von einigen gegenwarts-exzentrikern strikt befolgt werden. edith sitwell hat also nicht völlig unerhebliche, nie wieder auftauchende seitenlinien menschlichen existierens beschrieben. mit swiftschem humor hat sie personen vorgestellt, die in die klatschspalten gerieten oder enthusiastische gruppierungen um sich sammelten. ähnliche abläufe gibt es auch heute. das buch ist also lehrreich. "edith sitwells bedürfnis, einer gruppe anzugehören," - war eher gering.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Englische Exzentriker 9. Januar 2012
Von Thaila
Format:Gebundene Ausgabe
Edith Sitwell würde wohl selber ein Platz in ihrer Galerie englischer Exzentriker gebühren. Sie kam aus adeligen, gut situierten Verhältnisses, entfernte sich jedoch schon in jungen Jahren von dem Idealbild einer englischen Dame. Die Zeit der Bräutigamsschau verlief äußerst erfolglos (ein vielversprechender Anwerter beklagte sich beispielsweise darüber, sie habe bei Tisch über Brahms gesprochen, ein solch intellektuelles Thema sei für eine junge Frau doch kaum angemessen) und sie heiratete nie. Stattdessen wurde sie Dichterin und schloss sich der Moderne an, Sowohl durch ihr antitraditionelles Schreiben, als auch durch ihren unkonventionellen Lebensstil erregte sie immer wieder Aufsehen. So kleidete sie sich gerne in orientalischen Gewändern.
Da erstaunt es nicht, dass die Sympathie für das ungewöhnliche Leben sich durch alle Seiten des Buches zieht. Dabei hat Sitwell durchaus ein Auge für die Schwächen des Menschen, wenn sie zum Beispiel extreme Geizkragen beschreibt, die lieber verhungerten oder erfroren, als Geld für Nahrung oder Heizung auszugeben. Ein Schuss Bossheit trägt auch zum Vergnügen an dieser herrlich kuriosen Sammlung merkwürdiger Gestalten bei. Da ist zum Beispiel Thomas Carlyle, der sein Leben lang vor dem Lärm flüchtete und dessen Hass auf das Krähen von Hähnen ihn dazu antrieb, seine gesamte Nachbarschaft von Hähnen zu befreien. Oder ein Lord, der sein eigenes Hemd anzündete und sein enormes Vermögen innerhalb kürztester Zeit durchbrachte.
Sitwells etwas umständlicher Stil fand ich anfangs ein bißchen gewöhnungsbedürfnis, dann trägt gerade dieses britisch Steife sehr zu den Beschreibungen bei.
Das Buch von Wagenbach ist typischerweise für seinen schmalen Umfang recht teuer. Dafür bekommt man aber auch ein handwerklich liebevoll gemachtes Buch.
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