Englisch ist die Weltsprache, und jeder sollte in der Lage sein, sich auf Englisch halbwegs verständlich zu machen. Wer seine Sprachkenntnisse erweitern oder wieder auffrischen möchte, beispielsweise, weil es in den Urlaub nach England geht, kann dies mit "Englisch für Büffelmuffel" tun. Das Lehrbuch von René Bosewitz und Robert Kleinschroth bringt den Lesern die Sprache auf etwas andere Weise näher. Wichtig ist, dass sich das Buch nur für diejenigen eignet, die bereits solide Vorkenntnisse der englischen Sprache besitzen.
In dem Buch wird - natürlich auf Englisch - die Geschichte von Bernd Bubel und Heidi Schmelz erzählt, die gemeinsam in den Urlaub nach England fahren und dort im "Holiday-Out"-Hotel in Hastings übernachten wollen. Da das Flugzeug der beiden erst spät ankommt, fährt kein Zug mehr nach Hastings, so dass sie ein Auto mieten müssen. Auf der engen Landstraße passiert ein Unfall, bei dem Bernd verletzt wird und deswegen ins Krankenhaus gebracht wird. Heidi muss alleine ins Hotel fahren. Dort stellt sie fest, dass sie wohl ihren Koffer vertauscht hat. Als Bernd schließlich am nächsten Tag im Hotel auftaucht, ist Heidi verschwunden. Gemeinsam mit Miss Mable, einem Gast in dem verrückten Hotel, macht Bernd sich auf die Suche nach Heidi.
Diese etwas triviale und vorhersehbare Geschichte wird in der oberen Hälfte jeder Doppelseite erzählt, während unten kleine Tests zu Grammatik und Wortschatz stehen sowie Erklärungen zu finden sind. Außerdem werden schwierige Vokabeln des Textes, der an sich einfach geschrieben ist, erklärt. Der Leser sollte immer ein Kapitel der Geschichte lesen und anschließend die Fragen beantworten. Diese Übungen stehen im Zusammenhang mit dem Text, so dass einige Antworten abgeleitet werden können. Dabei werden auch Verständnisfragen gestellt, um zu klären, ob der Leser der Geschichte folgen konnte. In den Abschnitten, die sich mit dem Wortschatz beschäftigen, werden viele nützliche Vokabeln angesprochen. Man lernt, was "Haftpflichtversicherung" auf Englisch heißt, wie man in Restaurants bestellt und vieles mehr. Diese Vokabeln sind besonders gut für Reisen geeignet. Dabei wird immer auf Unterschiede zur deutschen Sprache hingewiesen, sowie auf Fehler, die Deutschen im Englischen leicht unterlaufen. Außerdem werden viele grammatische Konstruktionen erklärt, wie die Zeitformen und die "if-clauses".
Im Anhang von "Englisch für Büffelmuffel" findet man die Lösungen zu den kleinen Tests im Hauptteil. Man kann also genau überprüfen, ob man alles richtig gemacht hat. Außerdem gibt es dort weitere Grammatikübungen zu den Themen der einzelnen Kapitel. Die Liste der unregelmäßigen Verben und ein Glossar aller vorkommenden Wörter sind sehr hilfreich.
Das Lehrbuch ist gut gemacht und hilft vor allem Menschen, die wenig Lust auf hartes Lernen haben. Denn mit "Englisch für Büffelmuffel" kann man spielerisch lernen. Kleine englische Witze am Rand sorgen für Auflockerung, und die Geschichte ist lustig erzählt. Leider kann man der Reihenfolge der grammatischen Themen nicht so gut folgen, es wirkt, als wäre diese nicht durchdacht.
"Englisch für Büffelmuffel" ist ein ansprechendes Lehrbuch, dass einem die englische Sprache auf andere Weise näher bringt und sich dadurch vor allem für Menschen eignet, die eben Lernmuffel sind.