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Engelszungen: Roman
 
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Engelszungen: Roman (Taschenbuch)

von Dimitré Dinev (Autor)
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  • Der Weltensammler: Roman von Ilija Trojanow

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (10. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442733162
  • ISBN-13: 978-3442733163
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 86.252 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer einen Roman schreibt, muss etwas zu erzählen haben und dafür braucht man Platz. Deshalb können eigentlich Romane nicht dünn sein, meint der junge bulgarisch-österreichische Autor Dimitré Dinev. Was wie eine kokette Erklärung klingt, hat bei ihm seine Berechtigung und muss sie auch haben, denn sein Debütroman Engelszungen hat den stolzen Umfang von 600 Seiten.

Wie schon in seinem ersten Erzählungsband Die Inschrift sind Emigranten und deren Schicksal sein bevorzugtes Thema. Damals musste er sich allerdings noch beschränken, doch nun ließ man ihm Platz und den nützt er aus, nicht um zu dehnen oder strecken, sondern um seinen Einfällen und verblüffenden Wendungen Raum zu geben.

In Engelszungen sind Svetljo und Iskren seine zentralen Figuren. Beide stammen aus Bulgarien, leben in Wien und sind finanziell ziemlich am Ende. Ihre letzte Chance ist ein Serbe namens Miro. Das Problem ist nur, er ist tot und begraben unter einer großen Engelsstatue am Zentralfriedhof. Doch selbst als Toter versteht er es zu helfen, so erzählt man es sich zumindest in Emigrantenkreisen, wo Miro den Status eines Engels der Flüchtlinge einnimmt. Man muss ihm nur seine Geschichte schildern, dann gibt es vielleicht eine Lösung. Da Svetljo und Iskren sowieso keine andere Chance haben, steigen sie darauf ein, und so nimmt am Wiener Zentralfriedhof die Geschichte ihren Lauf. Daraus entwickelt sich ein weit gespanntes und verzweigtes Familienpanorama, in das Dinev auch gleich die Geschichte Bulgariens der letzten Jahrzehnte verwebt.

Er ist ein genauer Beobachter, der keine larmoyante oder anklagende Aufarbeitung tragischer Schicksale betreibt, sondern mit seinen Figuren sehr menschlich umgeht und dabei auch nicht seinen Witz versteckt. Er erzählt mit Wucht, Intensität und einem Bilderreichtum, die einfach verblüffen, besonders wenn man weiß, dass Dinev, der 1990 nach Österreich geflüchtet ist, auf Deutsch schreibt. --Tobias Hierl

Pressestimmen

„Phantastisch, empfindungsreich und originell.“ (Literarische Welt )

„Ein Buch auch und gerade für jene, denen Bulgarien bisher völlig egal war – mithin für ein richtig großes Publikum.“ (Der Spiegel )

"Engelszungen ist ein bestrickender Coming-of-Age-Roman mit einem guten Schuss slawischem Humor, der 2005 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet wurde." (Brigitte woman )

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Doppelbiographie: unterhaltsam und geistreich, 28. Juni 2005
Von WoMo "wo_mo" (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
"Engelszungen" ist die Biographie zweier junger Männer, geboren um 1967 wie der Autor, die es - wiederum wie den Autor - aus dem bulgarischen Plovdiv nach Wien verschlagen hat. Obwohl sie nahezu gleich alt sind, sich ihre Väter mehrmals in die Haare gerieten, sie auch die Erinnerung an das Mädchen Radost, den serbischen Gangsterboss Miro und an einige andere Personen teilen, glauben sie bis zuletzt, sich nicht zu kennen.

Die beiden Lebensgeschichten unaufdringlich und witzig ineinander fließen zu lassen, ist die große Kunst Dimitré Dinevs. Er meistert es auch, über nahezu 600 Seiten die Spannung aufrecht zu erhalten, obwohl man aus dem Stoff mit all seinen Verästelungen und amüsanten Geschichtchen gut 5 Romane schreiben könnte. (Die Stammbäume der Familien in den Einbandinnenseiten bewahren vor größerer Verwirrung und lästigem Vor- und Zurückblättern.)

Doch gegen Ende werden die erzählten Zeitabschnitte zu lang; teils auch zu rasch und mit - im Vergleich zum Beginn - weit weniger Details erzählt. Hier finden sich auch inhaltliche Fehler: Der Roman endet am 1.1.2001 mit dem Beginn des neuen Jahrtausends und bezieht dennoch schon die Ereignisse des 11. September 2001 ein; hier und in einigen anderen Chronologien irrt der Autor. Überhaupt scheinen die letzten Kapitel mit weniger Sorgfalt geschrieben und lektoriert zu sein.

Das störte mich aber kaum, denn zu diesem Zeitpunkt habe ich die beiden Helden, den Pechvogel Svjetlo und den durchtriebenen Iskren, schon schätzen gelernt und kann mit ihren Augen neue Perspektiven auf Österreich und seinen Umgang mit Fremden werfen. Denn das Buch ist nicht nur ein ansprechender Roman, sondern auch eine profunde Kritik an den materiellen Gewinnern der Wende im Osten wie im Westen.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mein neues Lieblingsbuch, 27. April 2006
Von Barbara Lehner (Wein/4) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Kennen Sie das? Sie sollten längst schlafen, aber Sie können das Buch nicht aus der Hand legen. Sie sollten längst in der Firma sein, aber ein paar Seiten noch, nur ein paar Seiten. Sie sitzen im Kaffeehaus und warten und lesen, und hoffen, dass das Gegenüber sich verspätet, damit sie noch ein paar Seiten lesen können?
So ging es mir bei diesem Buch. Tragikomisch. Liebevoll erzählt.Immer mit einem Augenzwinkern und Witz. Und mit einer unendlichen Liebe zum Leben.
Sätze, die man sich einprägen möchte, so schön sind sie geschrieben. Wunderbare Wortspiele, Weisheiten, so banal und wahr wie das Leben, aber so formuliert, dass man meint, man höre sie zum ersten Mal.
Ich habe die beiden Versager, die noch nicht mal richtige Versager sind, ins Herz geschlossen. Ihre Familien auch. Hab mitgelitten, mich mitgefreut und viel gelacht. Über den Popen Serafim, über die Großmutter auf dem Friedhof, über die Längen und Breiten im Atlas, ... ach, es ist so viel, dass ich es gar nicht aufzählen kann.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Staunen, 18. Dezember 2006
Von Tita Furst Koren "Tita Fürst-Koren" (Rogaska Slatina, Slowenien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Selten habe ich ein so schönes Erstlingsbuch gelesen. Mit soviel Wärme und Hingabe geschrieben. Bulgarien, das Land, das gerade ins EU kommt, kennen viele (fast) nur als Urlaubsland.
Svetljo in Iskren (die Namen der Jungen kann man als Licht und Funke übersetzen) wachsen im Shiwkovs Land, das sich von allen Warschauerländer am meisten an den grossen Bruder lehnt. Eine Diktatur des Proletariats sollte es sein, eine Diktatur der regiender "kommunistischen" Klasse ist es geworden. Damit die Leute nicht an Geschmack kommen, sind die Parteimittglieder lieber für sich, essen Bananen, die das Volk einmal im Jahr zum Gesicht und vielleicht zum Mund bekommt (sowas kennt nur einer, der im Sozialismus der 70-und 80-Jahre lebte). Die Familien der beiden treffen sich nie und doch berühren sich ihre Wege vom Beginn an. Svetljo, dessen Vater ein Millizionär ist, ein Schatten der Regierung, erkennt die Wahrheit auf die harte Weise. Iskren mit einem einflussreichen Vater sollte es leichter haben, seine Wege sind aber sehr schnell unorthodox, was ihn ins Westen führt. Beide wollen eigentlich nichts besonderes, Iskren das Geld, Svetljo eine Arbeit, aber es scheint als wollen sie etwas unmögliches.
Und als daheim die Regierung fällt, bleibt die Partei mit einem neuen Namen, aber alten Leuten an der Spitze. Nur der Todor Shiwkov hat ausgedient.
Am Zentralfriedhof von Wien treffen sich, ein Engel soll helfen, ein Engel mit einem Handy. Ob er das kann?
Die Geschichte ist noch so frisch, aber es scheint, dass sich auch jetzt sehr weinige fragen werden, wie es damals im Bulgarien war, was macht dieses Land, 15 Jahre nach dem Umbruch?
D. Dimev ist ein grosser Erzähler, das Buch zu lesen ist eine Wonne, die einzelnen Geschichten sind wunderbar zusammengeknüpft, die Personen lebendig, zu Greiffen nah. I.B. Singer lässt grüssen!
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Vor 1 Monat von Esther veröffentlicht

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Veröffentlicht am 27. August 2006 von hedgehoque

5.0 von 5 Sternen unterhaltsame Doppelbiographie, die zum Denken anregt
"Engelszungen" ist die Biographie zweier junger Männer, geboren um 1967 wie der Autor, die es - wiederum wie der Autor - aus dem bulgarischen Plovdiv nach Wien verschlagen hat... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2005 von WoMo

5.0 von 5 Sternen prall und kunstvoll angelegt, sprachlich grandios
Zwei Familiengeschichten treten mühelos Stück für Stück aus einem historischen Kontext hervor, ein Relief entsteht, in das die Schicksale einzelner Menschen vernetzt eingraviert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. April 2005 von Christa Artemis

3.0 von 5 Sternen Leider verfügt der Autor nicht über eine Engelszunge ...
In Österreich gefeiert, in Deutschland kaum wahrgenommen: Das Bulgarien-Epos von Dimitré Dinev, der selbst 1990 nach Wien übergesiedelt ist - und das Buch auf deutsch verfaßt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2004 von Thomas Liehr

5.0 von 5 Sternen Weil es so gut ist .........
....... muss auch ich noch meine Meinung zu diesem Buch abgeben. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so beschäftigt hat! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2004 von Daniel Kelih

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Fast zu schön um wahr zu sein: Da taucht ein Bulgare (illegal) in Wien auf (und unter) - und schreibt 13 Jahre später einen Roman in deutscher Sprache, der den Leser nicht mehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2004 von Mag Wolfgang Neubacher

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