Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, ich hatte weder von der Autorin noch von diesem Titel vorher etwas gehört, aber der Klapptext und das Cover des Buches sprachen mich an. Ich erwartete mir ein nettes, aber durchschnittliches Buch und wurde sehr positiv überrascht! Immer wieder kamen mir während des Lesens die Tränen. Spät in der Nacht legte ich das Buch selbst dann noch nicht aus der Hand, wenn mir vor Müdigkeit schon die Augen zufielen, ich wollte immer weiterlesen, so gefesselt war ich von der Geschichte.
Die Autorin erzählt auf berührende, realistische und sensible Weise die Geschichte der zu Beginn des Buches erst 19-jährigen Cass. Bei einem Autounfall erleidet sie so schwere Verletzungen, dass sie querschnittgelähmt ist und den Rest ihres Lebens im Rollstuhl sitzen muss. Sie hat eine furchtbar schwere, trostlose Zeit im Krankenhaus. Nur ihre zwei neu gewonnenen Freunde Dom und Guy, welche auch beide nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt sind, geben ihr Mut und Hoffnung. Ihr fester Freund Rob besucht sie kein einziges Mal, ihre Freunde verhalten sich ungeschickt und unsensibel, ihre Eltern können sich vor Trauer und Verzweiflung kaum noch aufrecht halten und sind mit der Situation natürlich mehr als nur überfordert.
Erst als Cass den Helferhund Ticket kennen lernt, nimmt ihr Leben wieder eine positive Wendung. Sie gewinnt an Selbstvertrauen und Selbstständigkeit und bekommt neue Lebensfreude.
Als sie dann auch noch bei einem Skikurs teilnimmt und neben neuen Freunden vor allem den Betreuer Charlie ins Herz schließt, geht es weiter aufwärts. Sie verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven, intelligenten und einfühlsamen Charlie, doch der scheint unerreichbar...
Während die ersten paar Seiten noch eher schleppend waren, konnte ich das Buch nach kurzer Zeit fast nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte von Cass, aber auch das Schicksal ihrer Freunde ist so wunderbar beschrieben, dass man sich richtig in das Buch hineinfühlen kann.
Das Buch erzählt von schweren Schicksalsschlägen, Angst, Wut, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Mut, Freundschaft, Familie, Liebe und der besonderen Beziehung eines Mädchens zu einem Helferhund. Ticket, der Hund, steht jedoch nicht so im Vordergrund der Geschichte, wie man es vom Klapptext her erwarten könnte.
Besonders beeindruckend war für mich, wie die Autorin es schafft, die Emotionen der Protagonistin in all ihrer Komplexität so nachvollziehbar zu schildern, dass man sich mitten in die Geschichte hineinversetzt fühlt.
Das Buch bekommt auf meinem Bücherregal auf jeden Fall einen Platz bei meinen Lieblingsbüchern, ich kann es wirklich wärmstens weiterempfehlen. Ich habe sehr, sehr selten ein Buch mit einer so wunderschönen, realistischen Geschichte, so viel Emotion und Tiefgang gelesen. Ich war gefesselt von der Geschichte.
Das Buch brachte mich zum Lachen, zum Weinen, zum Träumen und zum Nachdenken. Es ist eine Hommage an das Leben.