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Engelsgift, 6 Audio-CDs
 
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Engelsgift, 6 Audio-CDs [Audio CD]

Susanne Ayoub , Ernst Konarek , Lena Stolze , Victoria Trauttmansdorff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Hoffmann und Campe (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455303579
  • ISBN-13: 978-3455303575
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 469.788 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn es nach dem Willen seiner Mutter Karoline Streicher gegangen wäre, dann hätte es ihren Sohn wohl nicht gegeben. Irgendwie, so mutmaßt er, hat sie den rechten Zeitpunkt zur Abtreibung einfach nur verpasst. Karoline Streicher war "die Schönste der Frauen, die Leuchtende, Rätselhafte, die Bestie in Menschengestalt", heißt es in Susanne Ayoubs Romandebüt Engelsgift. So scheint es jedem einsichtig, dass sie es war, die ihren Ehemann, ihre neugeborene Tochter, die Tante und die Untermieterin ermordet hat. 1938 wird Karoline Streicher in Wien hingerichtet. Als die Autorin Marie Horvath den Fall 60 Jahre später für einen Film wieder aufrollen will, versucht ausgerechnet der Sohn, inzwischen ein alter, faszinierender Mann, seine Mutter vom Vorwurf des Mordes freizusprechen. Horvath beginnt seinen Erzählungen immer mehr Glauben zu schenken -- und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Offenbar ist Ayoubs Verlag Hoffmann & Campe vom Erfolg des Romans Engelsgift, der zeitgleich auch als Hörbuch erscheint, mehr als überzeugt. Immerhin 50.000 Exemplare beträgt die Startauflage. Aber eigentlich kann man sich da auch ziemlich sicher sein. Das liegt nicht nur an mörderischen Zutaten wie Eifersucht, Liebe, Hass und emotionale Kälte, aus denen Ayoub ihr Engelsgift raffiniert zusammengebraut hat und die ein breites Publikum zum Kauf des Buches animieren könnten. Es liegt vor allem auch daran, dass Ayoub tatsächlich richtig gut erzählen kann. Denn die Art, wie sie retrospektiv das Bild einer Frau entwirft, in deren Person sich Grausamkeit und Schönheit paaren, um daraus die Geschichte eines perfekten Mords zu entwickeln, das ist schon meisterlich.

"Genau der richtige Stoff zur richtigen Zeit", heißt es über Horvaths geplantes Drehbuch zum Verbrechen im Roman. Das kann man von Engelsgift getrost ebenfalls behaupten. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Normalerweise sind Hörbücher nicht unbedingt eine Alternative zum Theaterbesuch. Diese Produktion über die Giftmörderin Karoline Streicher belehrt einen aber eines Besseren. Alle drei Sprecher, Ernst Konarek, Lena Stolze und Victoria Trauttmansdorff sind ausgebildete Theaterschauspieler mit beachtlichem Repertoire. Ein Profi ist und bleibt ein Profi, was alle drei mit ihrem Engagement und ihrer Differenziertheit beweisen. Sie erfüllen die einzelnen Charaktere einzig durch die Virtuosität ihrer Stimmen mit Leben.

Sehr reizvoll ist neben der gruseligen und authentischen Story um die schöne Giftmörderin Karoline Streicher auch der Wiener Dialekt und der Schmäh, der ein wenig an das Milieu der Kultserie Kaisermühlenblues erinnert. Ein kalter Schauer wird dem einen oder anderen Zuhörer sicher beim Zuhören des gekonnt inszenierten Stückes den Rücken hinunterlaufen. Eine gelungene Mischung aus Psychothriller, Krimi und Dokumentation. --Corinna S. Heyn

Gekürzte Fassung, Hörstück, Spieldauer ca. 480 Minuten, 6 CDs.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Bann, der nicht anhält... 22. September 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Anfangs zog mich dieser Roman vollkommen in seinen Bann (vom missratenen Titel mal abgesehen). Nach und nach blättert die Faszination allerdings ab: zu durchschaubar (absichtlich?) die Frage der Täterschaft, zu wenig greifbar die angeblich "dämonische" Kraft, die von der Hauptfigur Karoline Streicher ausgegangen sein soll. Zu allem Überdruss scheitert die Autorin grandios am Finale und will dabei dem Leser eine haarsträubende Verstrickung zwischen den beiden Handlungssträngen weismachen, die wie eine schnell hingeworfene stilistische Notlösung wirkt. Ebenso schwach die Parallelhandlung rund um Marie Horvaths persönliche Tragödie. Wirklich stark ist Ayoub, wenn es darum geht, heftige - vor allem negative - Gefühle zu beschreiben. Die Frau muss starke Nerven haben, um so viel Hass und Niederträchtigkeit zu Papier zu bringen. Was bleibt, ist die Frage der Schuld und die beunruhigende Frage der "gerechten" Sühne.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Morde im Wien der 30er - ein historischer Kriminalroman!

Auf dem deutschen Buchmarkt gab es zuletzt ein Fülle von neueren Autoren, deren Werke trotz hohem Werbeaufwand keine breiten Leserkreise erschließen konnten. Anders sollte es sich mit dem Werk der in Österreich lebenden Susanne Ayoub verhalten, das geschickt eine historische Familientragödie und Kriminalhandlung im Wien der 30er Jahre mit Geschehnissen der heutigen Zeit verknüpft. Wien gilt seit jeher als Stadt, die dem Tod auf eine ganz besonders eindringliche Art und Weise begegnet. Kaum anderswo in Europa werden Begräbnisse und Friedhöfe derart instrumentalisiert, um die Einstellung der Hauptstädter zu Leben und Vergänglichkeit herauszustellen, was u.a. in dem Begriff "fesche Leiche" deutlich wird. In der an historischen Tatsachen orientierten Handlung wird die wunderschöne Karoline Streicher beschuldigt ihren Ehemann, ihre Tochter, Tante und Untermieterin aus Habgier vergiftet zu haben. Schnell kreiert die Presse das "Dämon mit dem Engelsgesicht" und weidet sich in Vermutungen und Verdächtigungen gegenüber der wegen Betrugs bereits vor Jahren unter Verdacht stehenden jungen Mutter. Sechzig Jahre später will die Autorin Marie Horvath ein Drehbuch über das Leben Streichers schreiben und nimmt Kontakt zu deren Sohn auf. Im Verlauf der Ermittlungen ergibt sich eine neue Sichtweise auf den Fall der Mutter, die zeitlebens von Verzweifelung und in Sorge um die Gesundheit ihrer Familie getrieben wurde. Sie war ein Getriebene, niemals aber ein Dämon. Der damals noch junge Sohn ha
t sehr lebhafte Erinnerungen an diese beklemmende Zeit. Am meisten beeindruckt das Buch durch seine Alltagsbeschreibungen der ärmlichen Familie im aufkommenden Nationalsozialismus. Verlogen- und Verlassenheit, das Fehlen jeder nachhaltigen Lebensperspektive und ständig zunehmende Verbitterung prägen das Leben Karoline Streichers und eines großen Teils ihrer Generation. Nach all dem Leid wird man ihr Ende bis zu einem gewissen Grad auch als Erlösung verstehen müssen. Dieser historisch fundierte Kriminalroman ist mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren an den Start gegangen. Ein echter Vertrauensvorschuss von Hoffmann & Campe in die "Neu-Autorin", der jedoch gerechtfertigt ist. Glaubwürdig und spannend vermittelt die Ayoub die morbide Atmosphäre Wiens und dessen Unterschicht. Die Darstellung der Familiensaga in retrospektivischer Form fesselnd den Leser bis zum Ende des leicht lesbaren Buches und wartet zudem mit einem nicht erwarteten Finale auf, welches den Bezug zu Gegenwart eindringlich lebendig werden lässt.

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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser 'Erstling' von Susanne Ayoub gehört auf die Wunschliste eines jeden engagierten Krimi-Literatur-Lesers!
Zum Inhalt: "Ein Sensationsprozess im Wien des Jahres 1938: Die bildschöne Karoline Streicher soll ihren Ehemann, die neugeborene Tochter, ihre Tante und die Untermieterin vergiftet haben.
Der "Dämon mit dem Engelsgesicht", wie die Boulevard-Presse lüstern schreibt, stand schon Jahre zuvor als Versicherungsbetrügerin vor Gericht. Aus Mangel an Beweisen wurde Karoline damals freigesprochen. Doch diesmal wird die glamouröse Angeklagte der Strafe nicht entgehen.
Sechzig Jahre später will die Autorin Marie Horvath ein Drehbuch über das düstere Schicksal der Karoline Streicher schreiben.
Karolines Sohn liefert ihr jedoch eine völlig neue, unbekannte Version der Verbrechen.
Er war noch Kind, als seine Mutter hingerichtet wurde, aber er erinnert sich noch genau. Seine Mutter, eine Zierde ihres Geschlechts, war für ihn eine Bestie in Menschengestalt - aber keine Mörderin. Wurde der "blonde Todesengel" Opfer eines Justizirrtums?
Marie gerät in den Bann des undurchsichtigen alten Mannes. Sie merkt zu spät, daß sie sich im Netz seiner Erzählungen gefährlich verstrickt ..."
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Fazit: Die Erzählperspektive mag einige Leser verunsichern: Ein Wechsel von unpersönlicher Erzählform zur Ich-Form - die Rolle der Ermittlerin - und dagegen der Sohn der Mörderin in seiner Sicht des Kindes - ein Drama der Vergangenheit.
=> Die Suche nach der eigenen Vergangenheit und der Wahrheit - familiäre Spurensuche, einfühlsam und sich im Gedächtnis speichernd geschildert!
Das Buch ist ungeheuer sentimental, aber auch wütend und bösartig!
Die Ideenfülle ist bestechend!
Es grüßt ein beeindruckter - Reinhard Busse
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