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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Thriller von Formag,
Rezension bezieht sich auf: Der Engelsfluch (Gebundene Ausgabe)
Ein Priester wird in seiner kleinen Kirche in Trastevere ermordet und ans Kreuz genagelt. Ein Anderer wird gnadenlos in seinem Taufbecken ersäuft. Die Vatikanjournalistin Elena Vida und der ehemalige Schweizergardist Alexander Rosin, nach seinem Ausscheiden aus der Garde jetzt ebenfalls beim "Messaggero di Roma" beschäftigt, beginnen Informationen zu sammeln. Auch der Klerus gibt sich bestürzt und Papst Custos bittet Rosin als profunden Kenner der vatikanischen Gegebenheiten die Polizei zu unterstützen, da diese Morde möglicherweise von Insidern begangen wurden. Und auch die Theologiewissenschafterin Vanessa Kern, die in den vatikanischen Archiven nach Unterlagen zu rätselhaften Erscheinungen sucht, läuft Alexander immer wieder über den Weg und macht sich verdächtig.Da erreicht die katholische Christenheit die Hiobsbotschaft, dass sich reformunwillige Würdenträger der Kirche zur Heiligen Kirche des Wahren Glaubens zusammengeschlossen haben und mit Lucius IV. in Neapel einen Gegenpapst ausgerufen haben. Zur gleichen Zeit kommt der junge Anwalt Enrico Schreiber, geplagt von einem schlimmen Alptraum, in dem ihm möglicherweise Luzifer erscheint, aus Deutschland nach Pescia in der nördlichen Toskana, um im kleinen Bergdorf Borgo San Pietro, in dem seine Mutter geboren war, nach seinen Wurzeln zu suchen und dabei vielleicht die Identität seines wirklichen Vaters zu eruieren. Elena Vida, die hier gerade auf Recherche ist, schließt sich ihm an und gemeinsam versuchen sie, die Menschen aus dem Dorf zum Sprechen zu bringen. Doch diese denken gar nicht daran, ihr Geheimnis um die versteckt liegenden etruskischen Gräber preis zu geben. Elena wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Und so beginnen sich die Wege von Alexander Rosin, Vanessa Kern, Enrico Schreiber und Elena Vida zu kreuzen und zu einem gemeinsamen Schicksal zu verweben, überschattet vom Damals, vom Heute und auch vom Morgen. Jörg Kastner hat mit "Der Engelsfluch" nach seinem erfolgreichen Bestseller "Der Engelspapst" ein weiteres Mal das Duo Rosin und Vida in einem Thriller um Klerus und Geheimbünde, Macht und Intrigen im Vatikan auf Aufklärungsjagd geschickt. Um dieses Buch zu lesen, muss man jedoch den Vorreiter nicht kennen, denn es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte, die auch den amerikanischen Reißern von Douglas Preston und Lincoln Child in Spannung und Dramatik um nichts nachsteht. Interessant ist der direkte Vergleich mit dem 2001 ebenfalls im Verlag Droemer-Knaur erschienenen Buch von Arnauld Delalande "Das Vermächtnis von Mont Saint-Michel", das im Wesentlichen die selbe Thematik zum Inhalt hat, mit dem "Engelsfluch" nicht im Geringsten mithalten kann. Beide Bücher befassen sich mit dem Machtkampf innerhalb des Vatikanstaates, beide Bücher bedienen sich im Aufbau der Handlung historischer Grundzüge und beiden Büchern ist auch ein kleiner Anteil an Fantasyelementen nicht fremd. Während dies bei Delalande jedoch aufgesetzt wirkt, als wäre dem Autor zum Handlungsfortlauf nichts eingefallen, kann Jörg Kastner damit punkten, dass die Traumsequenzen sich als logisches Muss in die Gesamtgeschichte einfügen. Das Herr Kastner darüber hinaus seine Rechercheaufgaben mit Bravour erledigt hat, ist ein weiterer Pluspunkt für diese packende Geschichte, die von den ersten Seiten an konsequent Spannung aufbaut und bis zum Ende tadellos durchhält, und dies auch für Leser, die mit Kirche und Gott nichts am Hut haben. Wer an Umberto Eccos "Name der Rose" Gefallen gefunden hat, dem kann dieses Buch bedenkenlos ans Herz gelegt werden, wobei mir persönlich der Schreibstil von Jörg Kastner mit Abstand besser gefällt, denn trotz der verwendeten historischen und theologischen Termini bleibt "Der Engelsfluch" in jeder Phase ausgesprochen leicht lesbar. "Der Engelsfluch" ist ein Paradebeispiel, dass man auch in Deutschland einen Thriller von Format unters Lesevolk bringen kann, und nicht immer ins Ausland schielen muss. Dafür haben sich Jörg Kastner und Droemer eine absolute Höchstwertung verdient! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Durchaus gelungen, aber kein Meisterwerk,
Rezension bezieht sich auf: Der Engelsfluch (Gebundene Ausgabe)
Mit den bisherigen, doch recht euphorisch ausgefallenen Rezensionen kann ich leider nicht übereinstimmen. Den Vorgängerroman "Der Engelspapst" habe ich verschlungen, bei der Fortsetzung tat ich mich allerdings schon etwas schwerer. Woran das liegen mag? Nun, die Geschichte klingt eigentlich sehr interessant und vielversprechend und schließt unmittelbar an den „Engelspapst" an. Die Kirche spaltet sich nach Papst Custos radikalen Reformmaßnahmen. Die neue Kirche, die „Heilige Kirche des wahren Glaubens", will an alten Tugenden festhalten und stellt einen eigenen Papst, Papst Lucius. Ominöse Priestermorde sorgen für weitere Aufregung, altbekannten Protagonisten aus dem ersten Teil wie Alexander Rosin, seine Freundin Elena und Commissario Donati versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Natürlich werden auch neue Charaktere eingeführt, ganz ähnlich wie schon im „Engelspapst" spielt auch wieder ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten eine große Rolle, was für zusätzliche Spannung sorgt.Das alles bildet einen hervorragenden Rahmen für einen packenden Roman, wären da nicht einige Punkte, die zumindest mir missfallen haben. So wird auf die interessante Idee der Kirchenspaltung zu wenig eingegangen, fast nur am Rande erfährt der Leser, wie sich die Geschehnisse entwickeln, obwohl gerade diese Thematik einiges hergegeben hätte. Die so etwas unglaubhaft dargestellte dramatische Situation, in der sich die Kirche befindet, verliert dadurch an Bedeutung. Was allerdings sehr spannend in die Geschichte eingewoben ist, ist die alte Kultur der Etrusker, speziell im Hinblick auf unzählige Engelsdarstellungen. Überhaupt spielen Engel, wie der Titel schon verspricht, eine zentrale Rolle im Engelsfluch. Warum Papst Custos und andere Personen über wundersame Heilkräfte verfügen, wird so klarer. Nur nimmt die Geschichte zum Ende hin immer obskurere Formen an, vor allem der Epilog weiß durch eine meiner Meinung nach absolut unglaubwürdigen Wendung zu missfallen. Insgesamt handelt es sich beim Engelspapst also um einen durchaus gelungenen „Vatikanthriller", mit dem Vorgängerroman oder auch Meyers genialem „Haus des Daedalus" kann dieses Buch allerdings nicht konkurrieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligenter Religionsthriller mit spannender Angelologie,
Von timediver® "www.timediver.de" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der Engelsfluch (Gebundene Ausgabe)
"Als aber die Engel die schönen und lieblichen Töchter des Menschengeschlechts sahen, gelüstete es sie nach ihnen und sie sprachen, dass sie sich unter ihnen Weiber erwählen undKinder zeugen wollen......" (So das apokryphe Buch Henoch, eine kanonische Schrift der äthiopischen Christen) Zu Beginn der Handlung gibt es eine Zusammenfassung des vorigen Romans "Der Engelspapst". Vier Monate zuvor war der, entgegen seines Namens, reformfreudige Papst Custos (lat.: Wächter, Behüter) knapp einem Attentat des Geheimordens Totus Tuus (lat.: ganz Dein) entgangen. Es hatte sich zudem herausgestellt, dass Custos ein Nachkomme von Jesus (der nicht am Kreuz starb, sondern gerettet wurde!) ist und wie dieser auch über Heilkräfte verfügt..... Einem Teil des Vatikans gehen jedoch Custos' Reformen, wie die Abschaffung des Zölibats und die Zulassung von Frauen zum Priesteramt, zu weit. Die Unzufriedenen spalten sich unter Führung des Kardinals Tomás (hebr.: Zwilling) Salvati (ital.: salvare; retten, bewahren) von der Römisch Katholischen Kirche ab. Salvati wird als Lucius IV Gegenpapst und das Oberhaupt der neuen "Heiligen Kirche des Wahren Glaubens". Seinen Amtssitz nimmt er in Neapel. Sein Name wurde, trotz oder wegen (?) seiner Verwandtschaft zu Luzifer, mit Bedacht gewählt, da sich auch die drei historischen Vorgänger namens Lucius (lat.: der Leuchtende) der Bekämpfung loser Sitten und Häresien verschrieben hatten Entgegen der Aussage von Lucius war der alttestamentarische Henoch nicht der Sohn von Adam's drittem Sohn Seth, sondern dessen Urururenkel. Vielleicht hat er ihn mit Kain's ersten Sohn, der auch Henoch hieß, verwechselt. Jörg Kastner schreibt in seinem Nachwort, dass man Borgo San Pietro in der nördlichen Toskana, zwischen Florenz und Pisa vergeblich suchen wird. In der östlichen-mittleren Toskana, ca. 3 km nordwestlich von Cortona, nahe der umbrischen Grenze, befindet sich jedoch nicht nur ein Ort mit dem Namen Borgo San Pietro, sondern auch zwei etruskische Nekropolen........ Der spannende Roman verfügt über mehrere Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeitebenen, die auf durchdachte, manchmal auch verblüffende Weise zusammenlaufen. Trotz symbolträchtiger Namen der Protagonisten, weiß man nicht, wer auf welcher Seite steht. Die Handlung nimmt oft eine unvorhergesehene Wendung und das Ende ist geradezu sensationell. Die Geschichte ist weder futuristisch-phantastisch wie "Illuminati" von Dan Brown, noch realistisch wie "Die Akte Golgatha" von Philipp Vandenberg, spielt jedoch in einer fiktiven Gegenwart mit übernatürlichen Elementen. Auch "Der Engelfluch" ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten und kann allen an Angelologie und intelligenten Kirchen-/Religionsthrillern interessierten Lesern empfohlen werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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