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Engel, Engel scharenweise: Geschichten und Gedichte zum Advent [Taschenbuch]

Walter Müller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 3 (25. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596157501
  • ISBN-13: 978-3596157501
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 633.351 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Walter Müller, Jahrgang 1950, lebt als freier Schriftsteller in Salzburg. Er hat bislang Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke, Hörspiele und Kinderlieder veröffentlicht. Seine Arbeiten wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Förderpreis, dem Literaturförderpreis des Kulturfonds der Stadt Salzburg und dem Georg-Trakl- Arbeitsstipendium. Von 1990 bis 1997 war er Rauriser Stadtschreiber.Im Frühjahr 2003 erschien im Argon Verlag der Roman "Die Häuser meines Vaters".

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die Weihnachtswunderengel
Das Sonderangebot war verlockend, weiß der Teufel. Singende Engel, lebensnahe, mit himmlischen Stimmen, süß und überirdisch, zu einem Spottpreis! "Greifen Sie zu, so lange der Vorrat reicht", schrie eine schrille Menschenstimme aus allen Lautsprecherboxen des Supermarktes.
Und sie griffen zu. Die Eggers, die Mittermeiers, die Frau vom Hofrat Hödelmoser. Alle griffen sie zu. Alle kauften sich dieses Wunderwerk der Technik - singende Engel, mit Himmelsstimmen. Dem Weihnachtsfest, das ein bisschen schal und müde geworden war im Laufe der Jahre, sollte irgendwas vom alten Zauber zurückgeschenkt werden. Und sei es mit den Mitteln der modernsten Technologie.
Hofrat Erwin Hödelmoser hatte den Wunderengel höchstpersönlich an den Baum gehängt. Seine Gattin hatte die riesige Tanne geschmückt, einen halben Tag lang, mit Holzspielzeug und Glaskugeln, roten Äpfeln und Windbäckerei. Und kiloweise Lametta. Hofrat Hödelmoser liebte den Prunk an seinem Baum, wenn es ein ordentlicher Prunk war. Mit durchgekämmtem Engelshaar und Lamettafäden, die nicht zerzaust waren, mit kerzengeraden Kerzen in frisch polierten Kerzenhaltern. Den Wunderengel hatte er eigenhändig in den Wipfel gehängt.
Die Mittermeiers hatten die Pfeifenbergers zum Weihnachtsmahl geladen. Eine Pflichtübung. Letzten Heiligabend waren die Mittermeiers bei den Pfeifenbergers zu Gast gewesen. Jetzt hatte Frau Mittermeier mächtig aufgekocht, man wollte sich keine Blöße geben. Schon gar nicht vor den Pfeifenbergers.
Herr Egger hatte den Wunderengel mit der himmlischen Stimme seinem Chef geschickt, in einem Weihnachtspäckchen, die Luxusausgabe mit der Fernsteuerung. Da konnte man den Engel an jeder beliebigen Stelle, in jedem beliebigen Winkel der Wohnung oder des Gartens - denn auch im Freien funktionierte das Zauberwerk der Technik - aktivieren.
Der Chef würde also auf die Fernbedienungstaste drücken, und der Engel würde mit seiner überirdisch klaren Engelsstimme "Stille Nacht" singen.
Und der Chef würde in Dankbarkeit und Ergriffenheit an ihn, an diesen "jawohl, durch und durch tüchtigen Herrn Egger" denken und ihm beim nächsten Ansuchen um Gehaltserhöhung mit offenen Armen und einem offenen Herzen begegnen. Musik hat schon viele Herzen aufgetan. Engelsmusik erst recht.
"Schämen Sie sich!", schrie er ins Telefon, der Chef von Herrn Egger.
"Von Ihnen hätte ich so etwas nicht erwartet!"
Herr Egger verstand die Welt nicht mehr. Was um Himmels willen sollte an einem glockenhell singenden Weihnachtsengel schämenswert sein?
Den Pfeifenbergers knurrte schon kräftig der Magen. Sie hatten sich durch ausgiebiges Fasten auf das Weihnachtsessen bei den Mittermeiers vorbereitet. Die Mittermeier-Tochter stellte die Suppenterrine auf den Tisch. Der Pfeifenberger-Sohn schnalzte hörbar mit der Zunge und wollte sich schon auf die Schöpfkelle stürzen. Da gebot Herr Mittermeier Einhalt und startete zur Feier des Tages den singenden Weihnachtsengel.
Andacht kehrte in die Mittermeier'sche Wohnküche ein. Oder hätte einkehren sollen. Aber der Engel, das Wunderwerk zum Spottpreis aus dem Supermarkt, sang mit keiner Engelsstimme. Und nicht von der stillen, heiligen Nacht. Aus dem Inneren seines zierlichen Porzellankörperchens dröhnte ein ordinärer Wirtshausbass los: "Jooo, mir san mi'm Raadl dooo", grölte der Engel, und immer wieder diese Worte: "Jooo, mir san mi'm Raadl dooo!"
Hofrat Erwin Hödelmoser, der soeben an der Seidenschnur des Weihnachtswunderengels gezogen hatte, wechselte mehrmals und in kurzen Abständen die Gesichtsfarbe.
Dann schrie er "Sabotage! " und gab seinem Sohn Alex, dem schwarzen Schaf der Familie, eine Ohrfeige. Denn es konnte nur Alex gewesen sein. Es musste einfach Alex gewesen sein.
Obwohl es sich, wie sich am nächsten Tag herausstellte, um einen simplen Fabrikationsfehler gehandelt hatte. Irgendwie, auf unerklärlichen Wegen, war die Mikrochip-Tonzelle für das neue Fremdenverkehrs-Maskottchen, einen deftig drauflossingenden Radfahrer, in den Porzellankörper des Weihnachtsengels geraten.
Der Filialleiter des Supermarktes entschuldigte sich noch am Feiertag, völlig entnervt von den pausenlosen Beschwerdeanrufen, bei allen Engelkäufern. Die aufgebrachten Leute sollen sich, so sagt man, rasch beruhigt haben. Kein Einziger hat übrigens, wie man hört, seinen Wunderengel zurückgebracht und gegen einen richtigen, funktionierenden Engel eingetauscht.
Hofrat Hödelmoser hat sich bei seinem Sohn entschuldigt. Sie haben am zweiten Weihnachtsfeiertag eine Partie Schach miteinander gespielt, was auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr vorgekommen ist.
Der Chef hat Herrn Egger und dessen Frau höchstpersönlich zu Kaffee und Kuchen eingeladen, als kleine Entschuldigung für den Wutausbruch am Telefon, "wegen nichts und wieder nichts", wie er sagte. Die Pfeifenbergers und die Mittermeiers, allesamt eingefleischte Radfahrer, wie sich herausstellte, hatten viel Spaß in jener Heiligen Nacht. Im Sommer planen sie eine gemeinsame Radtour, ins Blaue oder so.
Der Verursacher dieser "Weihnachtsstörung", die so viel Verwirrung und letztendlich so viel Versöhnlichkeit in die Menschheit gebracht hat, konnte rasch ausfindig gemacht werden. Es soll sich um einen Fabriksarbeiter namens Engel gehandelt haben, der noch in derselben Nacht spurlos verschwunden ist, als hätte er sich einfach in Luft aufgelöst ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echt witziges und wirklich gelungenes Buch 19. Dezember 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch voriges Jahr, in den Weihnachtsferien in einem Zug gelesen. Ich konnte es einfach nicht weglegen. Es ist mit viel Witz, Fantasie aber auch mit einiger Kritik geschrieben. Walter Müller ist ein wunderbarer Geschichtenschreiber. Ich habe ihn auch schon als Kind "Live" bei einem Konzert für Kinder erlebt und seit dem bin ich Anhänger seiner Schreibkunst.
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4.0 von 5 Sternen Die eine oder andere 17. Januar 2014
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Für die eine oder andere Geschichte lohnt sich das Büchlein, die eine oder andere ist vorlesenswert, aber wir bleiben bei S. Lagerlöfs Weihnachtsgeschichte.
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