Sowohl Ich-Erzählerin Mona, die Journalistin auf relativ alltäglicher Recherche, als auch der Leser, scheinen am Anfang des Buches von der Nicht-Existenz der Engel überzeugt zu sein. Doch selbst, wer sich anfänglich sträubt, wird schnell von dieser nahezu himmlischen Idee gefangen genommen und begibt sich mit auf den Weg der Entschlüsselung dieses doch irgendwie nicht erklärbaren Geheimnisses in einem kolumbianischen Armenviertel. Und trotz jeder Aufgeklärtheit unserer Zeit läßt sich auf eine gewisse Weise doch nicht alles erklären... Durch einen ansprechenden und fesselnden Schreibstil in seinen Bann gezogen, verschlingt der Leser das Werk Laura Restrepos geradezu, um auf eine Art Aufklärung und Erlösung zu hoffen, die es nur bedingt gibt. Auf jeden Fall lesenswert und vielleicht sogar eine Antwort auf die immer aktuelle Frage nach der Existenz der Engel, die heute wohl nicht unbedingt Flügel haben müssen?!?