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Engel im Schnee
 
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Engel im Schnee [Taschenbuch]

Stewart O'Nan , Thomas Gunkel
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 5 (1. Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499223635
  • ISBN-13: 978-3499223631
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 149.576 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Stewart O'Nan
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

So wie sich kleine Kinder im Winter in den Schnee werfen und mit einer Bewegung der Arme Engel im Schnee entstehen lassen, so hinterlässt Glenn im Garten seines Freundes und am Grab seiner Tochter als letzte Abschiedsgeste einen solchen Engel. Danach schultert er seine Schrotflinte und macht sich auf den Weg zu seiner Frau.

Es ist eine traurige Geschichte, die der amerikanische Autor Stewart O'Nan in seinem ersten Roman erzählt. Er greift sich eine Hand voll Menschen aus der Kleinstadt Butler in Pennsylvania, die erbittert versuchen, ihr chaotisches Leben in den Griff zu bekommen und kläglich daran scheitern.

Glenn kann nicht begreifen, warum sich seine Frau Annie von ihm getrennt hat und nach seinem gescheiterten Selbstmordversuch wendet er sich einer religiösen Sekte zu, um Sinn in sein Dasein zu bringen. Annie hingegen ist mit ihrem Job im Schichtdienst und mit der Erziehung der kleinen Tochter überfordert und reagiert mit unkontrollierten Gewaltausbrüchen auf jede kleine Unachtsamkeit des Kindes. Als die Kleine tot aufgefunden wird, gibt Glenn ihr die Schuld.

Zwischen all diesen verzweifelt um ein bisschen Glück und Sicherheit im Leben ringenden Erwachsenen erlebt der 14-jährige Art seine erste Liebe, aber auch das Auseinanderbrechen der Ehe seiner Eltern und wird zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert. Am Ende dieses schneereichen Winters kann sich Art sehr genau vorstellen, "wie ich die Menschen, die ich liebte, jemals würde hassen können... und das würde sich sehr lange nicht ändern".

Ein Buch voller Missverständnisse, Verzweiflung, verletzter Ehre und gekränktem Stolz. Die Menschen führen einen harten Kampf mit ihrem Leben und sie ergreifen begierig jede noch so kleine Chance, die ein Minimum an Glück und Geborgenheit verspricht, selbst wenn sie diese im Bett des Ehemanns der besten Freundin vermuten, und sie werden doch immer wieder von einem Nackenschlag des Schicksals überwältigt.

Ehrlicherweise müssten sie sich eingestehen, dass sie alles selbst herausgefordert haben und somit beständig daran arbeiten, ihr eigenes Unglück zu vergrößern. Doch vor diese schmerzliche Erkenntnis seiner Protagonisten hat Stewart O'Nan den Tod gesetzt. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

1974 in der Kleinstadt Butler, Pennsylvania; ein verschneiter Winternachmittag. Der fünfzehnjährige Arthur Parkinson übt mit seiner High-School-Band. Plötzlich knallen Schüsse. Was Arthur da hört, ist der Mord an Annie Marchand, seiner früheren Babysitterin und dem Objekt seiner ersten erotischen Begierden. Annie ist eine hübsche junge Frau, der nichts im Leben gelingen will, nicht einmal, ihre Liebsten vor Schaden zu bewahren. Sie liebt ihren Mann Glenn und treibt ihn in den Alkoholismus; sie vergöttert ihre kleine Tochter Tara und mißhandelt sie beim geringsten Anlaß. Auch in Arthurs Leben geht manches schief. Seine Eltern lassen sich scheiden, seine Mutter fängt an zu trinken, er selbst wird zum Psychiater geschickt. Trotz seines fassungslosen Staunens über die unverständliche Erwachsenenwelt fängt er an, um sein Glück zu kämpfen, und wird mit der Liebe einer Schulfreundin belohnt. Indessen wenden sich die zerstörerischen Kräfte, die Annie gerufen hat, allmählich gegen sie selbst und ziehen sie in einen Strudel der Gewalt. Menschliche Ohnmacht und Unzulänglichkeit sind die treibenden Kräfte dieses bewegenden Romans. O'Nan schildert Annie Marchands unausweichliche Tragödie mit einer zarten Poesie, die unsentimentales Mitgefühl und genaueste Beobachtung verbindet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Winter in den Seelen 30. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer bei diesem Klappentext einen Thriller erwartet, wird vermutlich eine Enttäuschung erleben, denn tatsächlich handelt es sich bei "Engel im Schnee" um einen sehr ergreifenden und poetischen Roman um Kälte - die des Winters in Pennsylvania und die in den Seelen der Charaktere.

Es wird gedankenlos betrogen, geschlagen, geschieden und geliebt, und die Leidtragenden sind am Ende immer die Kinder.
Der Verlust oder genauer das Ende der Kindheit ist somit auch eines der Hauptthemen des Buches, einerseits kraß dargestellt durch den physischen Tod, andererseits durch das zarte Aufkeimen der ersten Liebe, die von der zerrütteten Welt der Erwachsenen ablenkt.

Ein sehr lesenswertes Buch!

War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von basssopran TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ich würde Stewart O`Nan nicht unbedingt zu meinen Lieblingsautoren zählen. Trotzdem ist dies bereits mein zweites Buch von ihm (nach "Halloween") und zwei weitere warten darauf, gelesen zu werden. Nun sind O`Nans Werke nicht gerade erbaulich. Sie handeln von Verzweiflung, Angst, Hoffnungslosigkeit und Langeweile. Sind aber nicht unerheblich spannend. Wie macht er das nur?

Der Ich-Erzähler, Arthur, ist vierzehn und seine Eltern haben sich gerade getrennt. Arthur ist das, was man einen bockigen Pubertierenden nennen würde: für seine Eltern nicht zugänglich, praktisch nicht ansprechbar, alles ist ihm egal, er schwänzt die Schule, raucht und kifft. Nur wenige Strukturen ziehen sich durch sein Leben, und die geben ihm tatsächlich genug Halt. Da ist sein gleichaltriger Freund Warren, das Posaunespiel, und seine neue Nachbarin Lila, in die er sich verliebt. Dann gibt es da Annie Marchand, die früher für Arthur und seine Schwester Babysitter gespielt hat, und die wird gleich zu Anfang des Romans ermordet. Wie es dazu kam und wie Arthur damit fertig wird, davon handelt das Buch.

Die große Stärke der Geschichte ist ihre Authentizität. Man dreht eben schon mal durch, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Menschen sind verletzlich. Und das beschreibt O`Nan richtig gut.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Stewart O’Nans Roman besticht durch eine einmalige Atmosphäre. Selten schafft es ein Autor eine derart dichte Stimmung zu erzeugen, wie etwa die, wenn die geschiedene Mutter des Protagonisten Arthur Parkinson betrunken nach Hause kommt und ihren Sohn nicht in Ruhe lässt oder wenn das getrennte Ehepaar Glenn und Annie sich treffen (Glenn, ein Versager, der jeden Job verliert und Annie, die ihre Wutausbrüche nicht unter Kontrolle halten kann und diese an ihrer kleinen Tochter herauslässt) und der immer noch verliebte Glenn versucht bei ihr Eindruck zu schinden. In solchen Szenen beweist O’Nan ein geschicktes Können, die Kamera immer ganz nah auf seine Helden gerichtet und - ihre Ängste und gleichzeitig Hoffnungen beschreibend – leidet der Leser stets mit.
Was das Buch aber noch so von der Massenware emporhebt ist sein hoher Grad der Glaubwürdigkeit, denn der Autor plagt uns nicht einmal auf einer einzigen Seite mit Pathos oder Schmalz. Im Gegenteil: Er zeigt die Wahrheit – schonungslos und ehrlich. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass man die eine oder andere Szene nicht schon mal erlebt oder von anderen Menschen Ähnliches gehört hat. So bleibt am Ende nur noch eines zu sagen: „Engel im Schnee“, ein Buch über gescheiterte Beziehungen und Existenzen und über Kinder, die damit zu recht kommen müssen ist ohne Einschränkung empfehlenswert.
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Vor 15 Monaten von Berrie veröffentlicht
Weder/ Noch.
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Veröffentlicht am 22. März 2007 von marielan
O'Nan: Engel im Schnee
Der Roman entfaltet in zwei zentralen Handlungssträngen die Schicksale von Menschen in einer amerikanischen Kleinstadt (Butler). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. August 2005 von Zimmermann
Ein Meisterwerk!
Der Winter des Jahres 1974 ist das jähe Ende von Arthur Parkinsons Kindheit: Der Mord an Annie Marchand, seiner ehemaligen Babysitterin, erschüttert Arthurs Heimatort... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2005 von Giftkeks
Äußerst empfehlenswert!
Dieses Buch hat bei mir durch die darin erzeugte Stimmung einen außerordentlichen Eindruck hinterlassen. Bitte lesen!
Veröffentlicht am 12. Januar 2004 von Renate
Ein perfektes Buch
Dieses Buch ist von einer Perfektion, wie ich sie bisher nur in Hundert Jahre Einsamkeit erfahren habe - auch wenn die Geschichten nicht unterschiedlicher sein könnten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2002 von "bennyburatus"
Das Leben ist kalt, so kalt wie der Winter in Pennsylvania.
In Arthur Parkinsons Heimatstadt ist es kalt, sehr kalt. Und ebenso kalt und unbarmherzig sind die Geschehnisse, die um ihn herum passieren. Lesen Sie weiter...
Am 30. Juli 1999 veröffentlicht
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