| ||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Es ist eine traurige Geschichte, die der amerikanische Autor Stewart O'Nan in seinem ersten Roman erzählt. Er greift sich eine Hand voll Menschen aus der Kleinstadt Butler in Pennsylvania, die erbittert versuchen, ihr chaotisches Leben in den Griff zu bekommen und kläglich daran scheitern.
Glenn kann nicht begreifen, warum sich seine Frau Annie von ihm getrennt hat und nach seinem gescheiterten Selbstmordversuch wendet er sich einer religiösen Sekte zu, um Sinn in sein Dasein zu bringen. Annie hingegen ist mit ihrem Job im Schichtdienst und mit der Erziehung der kleinen Tochter überfordert und reagiert mit unkontrollierten Gewaltausbrüchen auf jede kleine Unachtsamkeit des Kindes. Als die Kleine tot aufgefunden wird, gibt Glenn ihr die Schuld.
Zwischen all diesen verzweifelt um ein bisschen Glück und Sicherheit im Leben ringenden Erwachsenen erlebt der 14-jährige Art seine erste Liebe, aber auch das Auseinanderbrechen der Ehe seiner Eltern und wird zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert. Am Ende dieses schneereichen Winters kann sich Art sehr genau vorstellen, "wie ich die Menschen, die ich liebte, jemals würde hassen können... und das würde sich sehr lange nicht ändern".
Ein Buch voller Missverständnisse, Verzweiflung, verletzter Ehre und gekränktem Stolz. Die Menschen führen einen harten Kampf mit ihrem Leben und sie ergreifen begierig jede noch so kleine Chance, die ein Minimum an Glück und Geborgenheit verspricht, selbst wenn sie diese im Bett des Ehemanns der besten Freundin vermuten, und sie werden doch immer wieder von einem Nackenschlag des Schicksals überwältigt.
Ehrlicherweise müssten sie sich eingestehen, dass sie alles selbst herausgefordert haben und somit beständig daran arbeiten, ihr eigenes Unglück zu vergrößern. Doch vor diese schmerzliche Erkenntnis seiner Protagonisten hat Stewart O'Nan den Tod gesetzt. --Manuela Haselberger
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Es wird gedankenlos betrogen, geschlagen, geschieden und geliebt, und die Leidtragenden sind am Ende immer die Kinder.
Der Verlust oder genauer das Ende der Kindheit ist somit auch eines der Hauptthemen des Buches, einerseits kraß dargestellt durch den physischen Tod, andererseits durch das zarte Aufkeimen der ersten Liebe, die von der zerrütteten Welt der Erwachsenen ablenkt.
Ein sehr lesenswertes Buch!
Der Ich-Erzähler, Arthur, ist vierzehn und seine Eltern haben sich gerade getrennt. Arthur ist das, was man einen bockigen Pubertierenden nennen würde: für seine Eltern nicht zugänglich, praktisch nicht ansprechbar, alles ist ihm egal, er schwänzt die Schule, raucht und kifft. Nur wenige Strukturen ziehen sich durch sein Leben, und die geben ihm tatsächlich genug Halt. Da ist sein gleichaltriger Freund Warren, das Posaunespiel, und seine neue Nachbarin Lila, in die er sich verliebt. Dann gibt es da Annie Marchand, die früher für Arthur und seine Schwester Babysitter gespielt hat, und die wird gleich zu Anfang des Romans ermordet. Wie es dazu kam und wie Arthur damit fertig wird, davon handelt das Buch.
Die große Stärke der Geschichte ist ihre Authentizität. Man dreht eben schon mal durch, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Menschen sind verletzlich. Und das beschreibt O`Nan richtig gut.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|