Island, Ende der sechziger Jahre: Der junge Pall sprüht vor Ideen. Er malt Bilder, schreibt Gedichte, spielt Rockmusik und liest die großen Philosophen. Mehr noch als er sich in ein Mädchen namens Dagny verliebt. Die Beziehung steht aber unter keinem guten Stern, Dagnys Eltern torpedieren diese, da Pall aus einer der untersten sozialen Schichten kommt. Es kommt zur Trennung, die den sensiblen Pall schier verzweifeln lässt. Er leidet unter schweren Kopfschmerzen, versteht die Welt nicht mehr, vergräbt sich mehr und mehr in sein Zimmer. In der elterlichen Wohnung kommt es dann zum Eklat. Die verunsicherten Eltern wissen keinen Rat, als ihn in eine Psychiatrie einzuweisen. Dort wird Schizophrenie diagnostiziert. Die Zustände in der Klinik sind unhaltbar. Die Menschen werden dort wie Vieh verwahrt, mit Medikamenten ruhig gestellt und mit Gewalt zu allerlei Beschäftigung gezwungen. Als einziger Freund in der Zeit bleibt ihm der „in Freiheit" lebende Rögnvaldur aus Jugendzeiten. Ein junger Mann, der sich für die Konventionen eines Medizinstudiums, Frau und Kind entschieden hat, aber ebenfalls todunglücklich ist, nur dass man ihm sein Leid nicht so ansieht, bis er eines Tages sein Leben beendet. Im Versuch, sich den Regularien des äußeren Lebens zu unterwerfen kommt es zum „Neuanfang". Pall bezieht eine Sozialwohnung, soll sich im Leben zurechtfinden. Doch der Versuch scheitert...
Ein grandioses Drama über die inneren Qualen eines Menschen, der verdammt ist, die Welt so zu ertragen, wie sie ihm erscheint und der an der inneren Einsamkeit, die er mit niemandem teilen kann, zerbricht. Das Alleinsein selbst unter Menschen und das Unverständnis der anderen ist ein Thema der modernen Zeit. Der Regisseur verarbeitet hier persönliche Erlebnisse des Drehbuchautors in dessen näherer Verwandtschaft. Man merkt, dass dessen ganzes Herzblut in dem Film steckt. Die Ausweglosigkeit eines Menschen, für den es keine Hoffnung gibt und auch die Ignoranz der Ärzte, die nicht verstehen und schlimmer noch, oftmals nicht einmal glauben zeigen wohl ein Abbild des Umgangs mit „psychisch kranken" Menschen in der heutigen Zeit. Der Film macht deutlich, dass es Menschen gibt, die eben anders sind, auch wenn das die Gesellschaft nicht recht wahrhaben will und vielerlei naive Lösungsvorschläge parat hat. Der Film mahnt nicht, er dokumentiert bloß, aber in einer so eindrucksvollen Weise, dass man unglaublich bewegt wird.