...greift jemand dieses Zentralthema auf!
Der Titel ist allerdings ein wenig reißerisch, um nicht zu sagen, irreführend. Energie aus dem "Nichts" kann es gar nicht geben, weil das Nichts, wie schon sein Name sagt, gar nicht existiert. Und der Autor zeigt uns auf, wie konsequenterweise sehr viele Forscher sich an diesem Thema versuchten, um letztendlich zu scheitern.
Aber auch die herkömmliche Wissenschaft scheint gegenwärtig auf der Stelle zu treten und in ihrem eigenen Saft zu schmoren... Wieso nutzen wir heute die Atomkraft immer noch über den primitiven Umweg, Wasser zu erhitzen, um mit dem heißen Dampf Turbinen anzutreiben?? Wie zur Zeit James Watts?
Die Situation derzeit ist unübersichtlich und gleichzeitig trächtig für Neuentdeckungen, vergleichbar mit der Mitte des 18. Jh., als manche Dinge erahnt oder bereits theoretisch formuliert waren, aber praktische Beweise und Anwendungen noch fehlten.
Einerseits gibt es die genialen Bastler und Praktiker, die sozusagen im Nebel herumstochern und nur zufällig was entdecken, oder auch nicht - und die Theoretiker entwerfen eine Theorie nach der anderen, aber sie kommen mit ihren Theorien auch nicht weiter...
Was zeigt, dass die Menschen seit 2000 Jahren auf der Jagd nach den allerkleinsten Teilchen die Frage nach Wesen und Charakter der Energie sträflich vernachlässigt haben - und erst jetzt, nachdem es vielleicht bald eine Energiekrise geben könnte, aufwachen und zu forschen beginnen.
Das Buch ist locker geschrieben, ein Vergnügen zu lesen. Der Autor ist weder ein "Gralshüter" noch ein "Gralssucher", und das ist gut so. Wenn er auch manchmal ein wenig stark spekuliert, aber das sagt er ausdrücklich und fairerweise vorher.
Wer weiß - vielleicht haben SIE ja gerade eine zündende Idee zum Thema Energie, wenn Sie dieses Buch gelesen haben...?