Eine umfassende Darstellung, die mir schnell eine gewisse Distanz zum Geld genommen hat. Geld ist nicht weniger als unser Selbstwert, den wir finden und schätzen müssen und mit anderen austauschen können. Ob es um unser Selbstwertgefühl geht, unsere Beziehung zu Geld, Überfluß oder Reichtum geht, oder unsere Beziehung zu Anderen: Es sind innere oft nicht erkannte Einstellungen, die unser Verhalten und unsere Situation im Leben bestimmen, auch was Geld betrifft ! Dabei wird Moral aussen vor gelassen, da Reichtum und Überfluß an sich positiv sind und nicht mehr oder weniger missbraucht werden können wie die Liebe und das Leben. Wir lernen woher Geld kommt, warum es so praktisch ist, was es eigentlich ist (nämlich das Versprechen jemandem etwas Wertvolles zurück zu geben, bzw eine überall einzutauschende Wertschätzung von Energie, die man anderen gegeben hat). Ganz bebenbei wird erklärt, warum es nicht nötig ist (sondern eher schädlich sein kann) alte fremde hemmende Glaubenssätze oder Erfahrungen immer wieder hervorzuholen und zu analysieren. Wessbecher empfiehlt solche durch eigene positive Glaubenssätze zu ersetzten. Es wird genau beschrieben, wie das gemacht werden kann. Wessbecher gibt auch Seminare und das macht sich in dem Buch überall bemerkbar an vielen Hilfen, wie Fragebogen, Checkliste, Tipps, Übungen. Das Buch legt viel Wert auf Praxis und Lebensnähe. Es ist gut lesbar, kompakt geschrieben, leicht verständlich und sehr präzise und man kann am Ende des Buches gar nicht anders als die Wechselwirkungen zwischen uns und anderen und was das Geld damit zu tun hat zu spüren. Ich habe das Buch eher zufällig gekauft, da der Titel unauffällig scheint. Nach den ersten Seiten war ich jedoch begeistert, weil ich gemerkt habe, daß ich mit Hilfe des Buches Geld endlich bewußt neu in mein Leben integrieren kann.