Ich kann mich an eine Frage erinnern, die ich Anfang Februar den Jungs von Fiddlers Green gestellt habe... Was macht euer Ex-Mitglied Peter zur Zeit, sie konnten es mir nicht sagen und so blieb diese Frage offen, bis heute. Sein neue Spielwiese heißt Beloved Enemy und im April wird das Debüt Enemy Mine über Twilight releast werden.
Die Band wandelt im Goth-Rock Bereich, einer Sparte in der in der letzten Zeit hemmunglos von PopGruftbands gewildert wird. Daher erfreut es meine Ohren richtig als die ersten Metallklänge aus den Boxen dröhnen, gefolgt von einem eher unerwarteten Gesang der mich erst einmal staunen läßt.
Dieser Gesang stammt vom Sänger Ski (Ski King) und man könnte The 69 Eyes als Vergleich zu diesem genialen Gesang heranziehen. Aber seine Stimme ist noch um einiges beeindruckender, so erinnern einige Parts eher an einen Opernsänger.
Nach denn ersten beiden Songs Drowning und Virus Undead geht der Mund wieder etwas zu, nur um bei The Other Side wieder nach unten zu klappen.
Virus Undead ist übrigens der Titelsong zu dem gleichnamigen Horrorfilm der im Sommer 07 erscheint. Hierbei handelt es sich um eine deutsche Produktion, in der Sänger Ski sogar selber mitspielt, das Video zu diesem Song ist bereits auf der Cd enthalten kann aber auch auf der MySpace Seite angeschaut werden. Hier findet ihr auch 3 Samples vom neuem Album plus ein unveröffentlichten Song.
Der 4 Minuten Song beeindruckt mit einer melanchonischen Intensivität, die ich zuletzt bei End Of The Road von Sentenced gehört habe. Mit Lorraine folgt ein romantischeres Stück, dass ich mir in die Playlist hinter The Chair (69 Eyes) packen würde, welcher Song sich nun besser anhört wird da schon schwer sein.
Enemy Mine und Fuck Me Back To Life ziehen dannach wieder etwas an Tempo an, auch textlich wirds deutlich härter. Nach einem kleinen Interlude stampft The Others los und zeigt einmal mehr den starken Metallanteil bei dieser Band, hier baut sich Ski mit einen sehr melodischen Gesang ein.
Eine Ballade gibt es mit Rain zu hören, die Anfangs sehr ruhig beginnt und sich gegen Mitte zu einem Midtemposong weiterentwickelt. Denn vollen Schwung Metal gibt es wieder bei Finden , stark durchsetzt mit Industrialeinflüssen, zeigt Ski das er auch bei so manch anderer Kapelle mitspielen könnte.
The Ground Beneath Your Feet bildet den perfekten Abschluss des Albums. Anfangs wie eine Ballade aufgebaut, setzten nach 2 Minuten die Gitarren ein und ein teils doppelter Gesang führt zusammen zum Höhepunkt des Songs.
Beloved Enemy beläßt es aber nicht nur bei einem Ausnahmesänger, der Sound tut sein übriges. Eigentlich sollte man dem Stempel Goth-Rock in Goth-Metal ändern, denn hier wird nicht nur rumgesäuselt sondern einfach nur feinster Goth-Metal gezockt.
Dieses Album katapultiert Beloved Enemy direkt in die 1. Liga des Goth-Rock/Metal, den da gehören sie auch hin ...