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Thor Kunkel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 587 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807539
  • ISBN-13: 978-3821807539
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.237 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thor Kunkel
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 30.03.2004
Einen über weite Strecken "durchaus unterhaltsamen und wirren Trash- und Kolportage-Roman", der den "eigenen Irrsinn gegen den Irrsinn des Nationalsozialismus setzt", hat Gerrit Bartels gelesen. Thor Kunkels Roman, den der Autor wohl in einem "Anflug von Größenwahn" unter anderem Jesus und Nietzsche gewidmet habe, folge dem Angestellten des SS-Hygieneinstituts, Sozialdarwinisten und Erotomanen Karl Fußmann ins Pornomilieu zur NS-Zeit, umreißt der Rezensent die Handlung, wobei sich Kunkel mitunter in "Penthouse-Fortsetzungsroman-Sätzen" und in Pornoszenen verliere. Der Vertrieb der entstehenden Filme führt schließlich nach Nordafrika und dort endet, wenn wir den etwas unentschieden wirkenden Rezensenten richtig verstehen, in einer "abenteuerlichen Verbrecherklamotte" auch der unterhaltsame Teil des Buches. Selbiges gerate nämlich mit der Darstellung des Einzug des Krieges in Deutschland und stärker noch mit der Besetzung durch die Rote Armee in "Schieflage", meint Bartels und zitiert empört, was Kunkel zufolge nach der russischen Besetzung Berlins ablief: eine "gnadenlose Fließbandarbeit von samenden Automaten". Damit stimme der Autor in die Leier von den "armen, verführten Deutschen" und in den derzeitigen Trend "Deutschland einig Opferland" ein, kritisiert Bartels.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 01.04.2004
Thor Kunkel "stampft treudeutsch voran, seine Kampfthesen im Tornister" schreibt Rezensent Robin Detje mehr als erbost. Der neue Roman über Pornofilme im Nazireich hätte ein "großes Buch" werden können, wenn der Autor "ein Herz hätte oder ein Gefühl für Sprache". Beides fehle ihm jedoch und so sei nicht nur ein schlecht geschriebener, sondern obendrein noch "offen revanchistischer und antiamerikanischer" Roman entstanden, über dessen positive Bewertung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung der Rezensent nur staunend den Kopf schütteln kann. Dabei ginge es nicht darum, das Thema Pornografie zu tabuisieren. Nicht an die Grenzen der Literaturkritik sei Kunkel gestoßen, sondern an seine eigenen Grenzen. Daraus, so der Rezensent, könne man nur schließen, dass das eigentliche Terrain Kunkels "die Stilblüte" sei. Ohne Duden könne man das Buch, in dem "antiwestliche Nachkriegsgesinnung" und antiamerikanische Parolen "wütend verquirlt" seien, nämlich gar nicht verstehen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Ich glaube, es ist wichtig, das Dritte Reich unter dem Aspekt der Verführung und Verblendung zu sehen. Ich habe versucht, das Private zu durchleuchten... Ich benutze die Pornographie als poetische Metapher, um das Phänomen Drittes Reich vollständig zu erfassen. Ich zeige den Intimitätsverlust und die Perversion, die der Faschismus beinhaltet. Die Bilder, die wir bisher kannten, reichen nicht aus, um das Phänomen Drittes Reich mit all seinen Schrecken nachfühlbar zu machen..."
Thor Kunkel über sein Buch

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut 6. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Mir ist nach dem Lesen nicht ganz klar, warum dieses Buch so umstritten ist. Nach meiner Meinung ist es ein solide geschriebenes, interessantes, streckenweise spannendes Buch über menschliche Abgründe vor den Hintergrund und im Kontext des Dritten Reichs. Insbesondere die philosophischen Ansätze und Blickwinkel der Hauptfiguren sind erfrischend anders als gewohnt. Im letzten Drittel driftet der Roman immer wieder gefährlich in seichte Gewässer - die Handlung ist an manchen Stellen so abenteuerlich, dass sie nicht uneingeschränkt logisch und glaubwürdig ist. Vielleicht habe ich aber auch einfach den Symbolismus der Handlung und der Figuren nicht kapiert.

Trotzdem war ich beim Lesen stellenweise immer wieder regelrecht begeistert - dieses Buch ist, so meine ich, eine Bereicherung der deutschen Literatur.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schade! 7. Mai 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Thor Kunkels Roman hat eine kontroverse Debatte ausgelöst, ob es die Nazionalsozialisten tatsächlich fertiggebracht haben, Pornofilme gegen Naturalien in das Ausland zu "verkaufen". Auf die historische Möglichkeit dieser Vorgänge möchte ich nicht eingehen, das mögen die Experten tun. Ich habe das Buch einfach gelesen. Und mein Urteil lautet: Schade! Kunkel schaltet den Leser sofort am Beginn des Romans in die Handlung ein, was eine Orientierung etwas erschwert. Mitarbeiter des SS-Hygieneinstituts benutzen die Infrastruktur ihrer Institution zur Produktion und Distribution von Pornofilmen. Zunächst bedient der Autor Klischees, die man aus dem Geschichtsunterricht zur Genüge kennt: stiefelliebende Emporkömmlinge, saturierte Adelige, die politische
Situation verkennende Szenegänger und Trittbrettfahrer. Vergeblich wartet der Leser auf neue Erkenntnisse über die Dekadenz der Nazis, wohl auch in der Hoffnung, seine voyeuristische Ader zu befriedigen. Kunkel läßt ihn ins Leere laufen, es kommt nichts. Einen Moment der Spannung erleben wir, als der Protagonist Dr. Karl Fußmann an korrumpierte Gestapo-Beamte gerät, die ihn in eine schier aussichtslose Situation manövrieren. Kunkel verfolgt diesen Bogen bedauerlicherweise nicht. Statt dessen läßt er Fußmann einer Prostituierten verfallen, vor der er sich zum Narren macht. Diese Thematik ist besser nachzulesen im 1905 (!) erschienen Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann. Ab der Hälfte nimmt das Buch eine unerwartete Wendung. Fußmann wird nach Libyen versetzt um dort die noch nie aufgetretene Malaria zu erforschen. Nun beginnt eine aberwitzige Phantasie: Der Hauptdarsteller lernt Kornel kennen, einen Versehrten, der aufgrund seiner Verletzung telekinetisch veranlagt ist. Kunkel hinterläßt hier stark den Eindruck, als sei ihm nichts Rechtes mehr eingefallen. Das letzte Drittel des Romans ist eine wirre Aneinanderreihung der Schicksale zuvor im Buch aufgetretener Personen: Drahtzieher der Filmproduktion, Graf Gessner, wird von Johanna, der Gattin Karl Fußmanns, hingerichtet, Kameramann Holsten endet als Heimkinovorführer für die Sowjettruppen und Fußmanns Spuren verlieren sich in Nordamerika. Sicher ist die Thematik reizvoll, und Kunkels Talent, die Dinge zuweilen spannend und hintergründig darzulegen hochinteressant. Doch das laufende Abrutschen des Autors in die bekannten Klischees, die man aus der NS-Zeit kennt, versetzen der Handlung immer wieder Dämpfer. Absolut schwach ist der Abschluß, der klar zeigt, daß der Autor seinen Anspruch durch das Buch hinweg nicht halten kann. Die völlig absurden Vorkommnisse in Nordafrika (ich möchte auch nicht zuviel verraten) und Amerika lassen vermuten, das Kunkel hier nicht mehr viel eingefallen ist, und er sein Pulver früh im Roman verschossen hat. Daher kann ich der "Endstufe" nur die Beurteilung "Schade" zuteil werden lassen. Thor Kunkel hat manche gute Idee aufblitzen lassen, diese jedoch dann nicht weiter verfolgt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Metawissenschaftsporno 30. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Es wurde viel über das "Enthüllungswerk" gekunkelt und er war schon vorab als Schocker verschrien. Zu unrecht. Endstufe ist weder das Über-Werk noch die Schmutzwäsche, die ihm angedichtet wurde. Schön knappe Kapitel und ein manches mal süffisanter Schreibstil mit voyeuristisch schlüpfrigem Fokus machen "Lust" auf mehr. Der Hauch des Schicksalshaften und die tantrische Erleuchtung des Hauptcharakters Karl Fussmann weben sich nahezu magnetisch ineinander und trotz der vielen Storywendungen, die manchmal an ein Kanninchen auf einem Minenfeld erinnern wirkt die Handlung nicht gestellt oder zurechtgebogen. Einem ausschwingenden Pendel gleich kreisen die Schicksale aller Charaktere umeinander und halten das was David Mitchell's "Chaos" nur versprochen hat.
Hinterlässt einen bleibenden Eindruck, ohne zu überfordern!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Quentin Tarantino light
Das Thema hört sich durchaus viel versprechend an, aber leider ist das Buch doch nur ein pornographisch angehauchter Quentin Tarantino für arme geworden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Mai 2009 von Udo Kaube
Überambitioniert
Das Medienecho um dieses Buch war ja ganz heftig. Und in diesem Fall ist der Titel 'kontrovers' durchaus auch gerechtfertigt. Kunkel liefert mal so richtig einen Skandalroman ab. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2008 von Cen
What the fxxx ?!
Die Witzchen sind dermaßen lau, dass einem der Autor phasenweise leidtut. Andere Passagen sind ganz in Ordnung, aber den Lärm, der damals um das Buch gemacht wurde, hat... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2007 von Die beste Kritikerin auf Erden
Enttäuschend
Gähn! Es ist mir auch nach merhmaligen Versuchen nicht geglückt in die Geschichte hineinzufinden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2007 von Michael Mirwald
Großartig
"Endstufe" ist mein erstes und bislang einziges Kunkel-Buch - jedoch wird das nicht lange so bleiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2007 von TOBEISM
unzumutbare Lektüre
Dieser Roman ist unlesbar, die Lektüre fast unzumutbar. Von der überaus platten Sprache mal abgesehen, verhöhnt er die ernste Thematik und lässt kein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2007 von Fawzi Hartcott
Dieses Buch ist fantastisch!
Ich verstehe ueberhaupt nicht, warum dieses Buch so verrissen wird. Die Story ist genial und spannend. Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen, ohne dabei trivial zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Buchfresserchen
Köstlich!
Köstlich. Das Buch ist voller Anspielungen und Parallelen. Lotte, die femme fatale um die sich alles dreht, erkennt irgendwann ihre Bestimmung und ihre einzig wahre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2006 von M. Wetterling
Der Irrwitz der NS-Zeit
Was Benn Doppel-Leben nannte, trifft auch auf die vielen Personen dieser Geschichte zu. Sie alle führen ein wie auch immer geartetes, meist animalisches Doppel-Leben in einer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2006 von giorgaki
Schade um die Bäume...
Die Vermischung von Pornographie und nationalsozialistischer Ästhetik ist nicht neu, hat schon in entsprechendem Milieu Veröffentlichung gefunden und wäre der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2005 von Polygraph
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