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Endstufe: Roman Gebundene Ausgabe – 29. März 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 500 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 2 (29. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807539
  • ISBN-13: 978-3821807539
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 81.333 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

»Nach dem Tod ins Paradies zu kommen ist keine Kunst. Das Entscheidende ist, daß man bei der Ankunft noch lebt.« - THOR KUNKEL

Thor Kunkel, geboren 1963 , zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern mit internationaler Reputation. Er studierte Kunst und Filmwissenschaften in San Francisco und arbeitete danach als Creative Director und Regisseur in London und Amsterdam.
Der gebürtige "Kameruner" spricht und schreibt mehrere Sprachen fließend, darunter Holländisch und Afrikaans.

Mit »Endstufe«(2004), gefördert mit einem Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung, gelang Kunkel ein Bestseller, der weltweit von den Feuilletons leidenschaftlich diskutiert wurde. Auch Auslandsübersetzungen blieben nicht aus.

2011 war für Kunkel ein Jahr der Zäsur: Nach Jahren als erfolgreicher Szene-Autor ("Kunkel ist der deutsche Großmeister des Trashs", DER STANDARD, 03. Juni 2011), in den angesagtesten Großstädten Europas, zog Thor Kunkel auf eine Alp in den Walliser Bergen, nur wenige Kilometer vom Großen Aletschgletscher entfernt.
Er schrieb seitdem ein Drehbuch für Oskar Röhler und erfreut sich der Wertschätzung von Hollywood-Regisseur Christian Alvart, dessen Filmproduktion er seit 2012 unterstützt.



Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich glaube, es ist wichtig, das Dritte Reich unter dem Aspekt der Verführung und Verblendung zu sehen. Ich habe versucht, das Private zu durchleuchten... Ich benutze die Pornographie als poetische Metapher, um das Phänomen Drittes Reich vollständig zu erfassen. Ich zeige den Intimitätsverlust und die Perversion, die der Faschismus beinhaltet. Die Bilder, die wir bisher kannten, reichen nicht aus, um das Phänomen Drittes Reich mit all seinen Schrecken nachfühlbar zu machen..."
Thor Kunkel über sein Buch

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

DIE ORDNUNG DER SCHATTEN

1. Infiziert

Jede Revolution geht auf Naturzustand hinaus, Gesetz-und Schamlosigkeit.

Johann Wolfgang von Goethe

Zwischen Wolkenbruch und Sonnenuntergang klaffte der Himmel über Berlin wie der offene Bauch einer frisch geschlachteten Sau. Rosige Aussichten, dachte Karl Fußmann. Er spielte unbewusst mit einem Pendel, das in einem Radius von zwanzig Zentimetern um seinen Zeigefinger kreiste. Jede Wicklung des Fadens presste Blut in die kalte Fingerspitze und verursachte dort ein warmes Gefühl.


Er saß in der Kantine des SS-Hygiene-Instituts, Westflügel, dritter Stock. Ein festlich beleuchteter Zeppelin stieg gerade über dem nahen Schlachtensee auf, die Hakenkreuze am Leitwerk erinnerten aus dieser Entfernung an kleine Propeller. Ansonsten bot das Panoramafenster einen eher trostlosen Ausblick auf die Spanische Allee. Die andere Seite, die fensterlose, grenzte an die neue histopathologische Abteilung. Hinter der Wand wurden täglich Leichen seziert, aber Fußmann störte das nicht. Er aß hier regelmäßig zu Mittag.


Der Humanismus funktioniert nicht, weil der Mensch nicht human ist, dachte Fußmann. Wir leben in einer gewalttätigen Welt. Wille und Macht stehen über Geist und Recht. Die Moral ist ein Hemmschuh der Intelligenz. Er hielt das für eine fundamentale Erkenntnis und wähnte sich auf dem richtigen Kurs. Wie viele kleine Angestellte philosophierte auch er über den Lauf der Welt. Im Nationalsozialismus witterte er die Chance, "der menschlichen Entwicklung Beine zu machen".


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Claudius Jehle am 6. August 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Mir ist nach dem Lesen nicht ganz klar, warum dieses Buch so umstritten ist. Nach meiner Meinung ist es ein solide geschriebenes, interessantes, streckenweise spannendes Buch über menschliche Abgründe vor den Hintergrund und im Kontext des Dritten Reichs. Insbesondere die philosophischen Ansätze und Blickwinkel der Hauptfiguren sind erfrischend anders als gewohnt. Im letzten Drittel driftet der Roman immer wieder gefährlich in seichte Gewässer - die Handlung ist an manchen Stellen so abenteuerlich, dass sie nicht uneingeschränkt logisch und glaubwürdig ist. Vielleicht habe ich aber auch einfach den Symbolismus der Handlung und der Figuren nicht kapiert.

Trotzdem war ich beim Lesen stellenweise immer wieder regelrecht begeistert - dieses Buch ist, so meine ich, eine Bereicherung der deutschen Literatur.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Riess am 7. Mai 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Thor Kunkels Roman hat eine kontroverse Debatte ausgelöst, ob es die Nazionalsozialisten tatsächlich fertiggebracht haben, Pornofilme gegen Naturalien in das Ausland zu "verkaufen". Auf die historische Möglichkeit dieser Vorgänge möchte ich nicht eingehen, das mögen die Experten tun. Ich habe das Buch einfach gelesen. Und mein Urteil lautet: Schade! Kunkel schaltet den Leser sofort am Beginn des Romans in die Handlung ein, was eine Orientierung etwas erschwert. Mitarbeiter des SS-Hygieneinstituts benutzen die Infrastruktur ihrer Institution zur Produktion und Distribution von Pornofilmen. Zunächst bedient der Autor Klischees, die man aus dem Geschichtsunterricht zur Genüge kennt: stiefelliebende Emporkömmlinge, saturierte Adelige, die politische
Situation verkennende Szenegänger und Trittbrettfahrer. Vergeblich wartet der Leser auf neue Erkenntnisse über die Dekadenz der Nazis, wohl auch in der Hoffnung, seine voyeuristische Ader zu befriedigen. Kunkel läßt ihn ins Leere laufen, es kommt nichts. Einen Moment der Spannung erleben wir, als der Protagonist Dr. Karl Fußmann an korrumpierte Gestapo-Beamte gerät, die ihn in eine schier aussichtslose Situation manövrieren. Kunkel verfolgt diesen Bogen bedauerlicherweise nicht. Statt dessen läßt er Fußmann einer Prostituierten verfallen, vor der er sich zum Narren macht. Diese Thematik ist besser nachzulesen im 1905 (!) erschienen Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann. Ab der Hälfte nimmt das Buch eine unerwartete Wendung. Fußmann wird nach Libyen versetzt um dort die noch nie aufgetretene Malaria zu erforschen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cen am 2. August 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Das Medienecho um dieses Buch war ja ganz heftig. Und in diesem Fall ist der Titel 'kontrovers' durchaus auch gerechtfertigt. Kunkel liefert mal so richtig einen Skandalroman ab. Seine pseudo-houellebeqschen Thesen sind tatsächlich ganz interessant, verkommen allerdings im Laufe dieses 500plus-Seiten-Schinkens eher zur Nebensache. Entschlossen geht Kunkel hier auf den Skandal zu: Vergwaltigende Russen, fröhliche Nazis, jeder Satz ein Feuerwerk. Aber so etwas ermüdet auch irgendwann. Dieses streberhafte von Pointe zu Pointe hetzen hat etwas pornographiehaftes, auf die Dauer leider einfach langweilendes. Dennoch bleibt so einiges zu loben, Sprache und auch Stil wissen, bevor die Ermüdungserscheinungen einsetzen, durchaus zu gefallen.

Im Übrigen bleibt festzustellen, dass dieses Buch wirklich tiefe Moralprobleme hat. Damit ist nicht das Thema gemeint, nicht die Sprache o.ä. ' sondern diese Lust an der Bosheit, die einfach aus jeder Seite quillt, das hat mir die Lektüre auf die Dauer etwas vergällt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Planescaping am 30. November 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Es wurde viel über das "Enthüllungswerk" gekunkelt und er war schon vorab als Schocker verschrien. Zu unrecht. Endstufe ist weder das Über-Werk noch die Schmutzwäsche, die ihm angedichtet wurde. Schön knappe Kapitel und ein manches mal süffisanter Schreibstil mit voyeuristisch schlüpfrigem Fokus machen "Lust" auf mehr. Der Hauch des Schicksalshaften und die tantrische Erleuchtung des Hauptcharakters Karl Fussmann weben sich nahezu magnetisch ineinander und trotz der vielen Storywendungen, die manchmal an ein Kanninchen auf einem Minenfeld erinnern wirkt die Handlung nicht gestellt oder zurechtgebogen. Einem ausschwingenden Pendel gleich kreisen die Schicksale aller Charaktere umeinander und halten das was David Mitchell's "Chaos" nur versprochen hat.
Hinterlässt einen bleibenden Eindruck, ohne zu überfordern!
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Polygraph am 3. Februar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Die Vermischung von Pornographie und nationalsozialistischer Ästhetik ist nicht neu, hat schon in entsprechendem Milieu Veröffentlichung gefunden und wäre der Öffentlichkeit auch unter normalen Umständen weiterhin erspart geblieben, ein Groschenheftchen ist nun mal kein Roman, aber nun haben wir Thor Kunkels 'Endstufe" und stellen fest: Die Trennlinie zwischen Roman und Groschenheftchen mit intellektuell-künstlerischer Lackierung war dünner als geglaubt.
Die Qualität des Romans hängt nicht von seiner historischen Belegbarkeit ab, daher ist es für mich auch unerheblich, ob es die ominöse 'Sachsenwald-Film-AG", auf die sich Kunkel bezieht, nun wirklich gegeben hat oder nicht.
Das Dritte Reich, wie wir es in 'Endstufe' kennenlernen ist ein buntes Wirtschaftswunderland, der Vorläufer zur heutigen Spaßgesellschaft. Die dargestellten SS-Männer sind erfolgreiche, wohlhabende Dandys, die ihren Lebensüberdruß über den allgemeinen Wohlstand, die Siegesmeldungen aus dem Blitzkrieg und die vielen Geschäftsessen im Reichshygiene-Institut durch Opiumkonsum regelmäßige Besuche im Bordell zu übertäuben versuchen. Bis sich schliesslich eine Gruppe von SS-Männern entschliesst, ihr Gehalt mit der Produktion von Pornofilmen aufzubessern, und damit eine lange Verkettung unglücklicher Umstände lostritt. Sechshundert Seiten lang um genau zu sein.
Was immer der Autor über den Nationalsozialismus zu wissen glaubt, verarbeitet er gnadenlos zu einem unlesbaren Brei aus Kriegsführung, Mythologie, Eugenik, Welteislehre, Sonnenwendfeiern, Ariertum und Naturmagnetismus.
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