Dieser Band ist sicher einer der Höhepunkte aus der Krimiserie um Martin Beck - in Stockholm richtet ein Unbekannter ein Massaker in einem Linienbus an. Alle 9 Passagiere sind tot; einer von ihnen war Becks Kollege Stenström. Die Morde müssen irgendwie mit einem der Passagiere zusammenhängen - und mit Stenström.
Die Anhaltspunkte für die Fahnder sind spärlich, die Fahndung hat sich bald festgefahren. Jeder der Ermittler beginnt nun für sich, anhand der Fakten sich seine persönliche Hypothese über den Mord zurechtzulegen - und wie sich am Ende herausstellt, hatten sie auch fast alle irgendwie recht. Nur fehlt ihnen lange Zeit der Schlüssel, um all die losen Fäden zusammenzubringen.
Sjöwall/Wahlöö schafften es, diese mühselige Kleinarbeit sehr spannend zu schildern, man schließt sich abwechselnd den einzelnen Hypothesen an, um sie wieder zu verwerfen, und wird en passant durch das Stockholm von 1968 und seine Milieus geführt.
Erstaunlich eigentlich, dass eine über 30 Jahre alte Krimiserie, die zudem stark gesellschaftspolitisch engagiert war, bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat. Nur, ceterum censeo, die deutsche Übersetzung sollte ein wenig überarbeitet werden.