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Endstation Sehnsucht: Drama in drei Akten
 
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Endstation Sehnsucht: Drama in drei Akten [Sondereinband]

Tennessee Williams
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Sondereinband: 160 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 44 (18. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596271207
  • ISBN-13: 978-3596271207
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Endstation Sehnsucht erzählt die Geschichte von Blanche Dubois, einer Lehrerin aus den Südstaaten. Blanche erlebt die Auflösung ihrer Familie, einer nach dem anderen stirbt, sie muß zusehen, wie der einstmals stolze Besitz, das Herrenhaus "Belle Reve", zwangsversteigert wird.
Die einzige Zuflucht, die ihr bleibt, ist ihre Schwester Stella, die in New Orleans lebt, mit einem Mann verheiratet ist, der nach Blanches Meinung weit unter ihrem sozialen Status steht. Blanche versucht, sich im Hause ihrer Schwester einzuleben, doch ihre Unfähigkeit, die Wirklichkeit zu akzeptieren, das dadurch verstärkt auftretende Mißverhältnis zwischen tatsächlicher und erträumter Realität führt zur Katastrophe.
Endstation Sehnsucht wurde 1947 in New York uraufgeführt. Tennessee Williams erhielt dafür den Pulitzer-Preis. Mit Marion Brando in der Rolle des Stanley Kowalski wurde es in Hollywood verfilmt.

Über den Autor

Tennessee Williams gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Geboren 1911 in Columbus, Mississippi, schaffte er nach einer psychisch belasteten Jugend und nach Jahren des Kampfes um Anerkennung 1945 mit dem Drama "Die Glasmenagerie" den Durchbruch zum Welterfolg. Er starb am 25. Februar 1983 in einem New Yorker Hotel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Desaster namens Welt 12. April 2005
Von F. Martin
Format:Sondereinband
„Endstation Sehnsucht" begründete den Weltruhm von Tennessee Williams. Und ließ ihn - im literarisch hochheiligen Verein mit seinen Theaterstücken „Die Katze auf dem heißen Blechdach", „Die tätowierte Rose" und „Die Glasmenagerie" - zu einem der größten amerikanischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts werden. Alle seine berühmten Stücke wurden verfilmt. „Endstation Sehnsucht" im Jahre 1951 kongenial in der Regie von Elia Kazan in melancholischen Schwarz-Weiß. In den Hauptrollen Marlon Brando, Vivien Leigh, Kim Hunter und Karl Malden. Mit Oscars überhäuft (nur Brando verlor gegen Bogart). Das Stück auf den Bühnen dieser Welt ein Riesenerfolg. Bis heute. Nehmen wir also gerne Platz. Oder noch besser: Steigen wir ein in die Straßenbahn „Sehnsucht" in New Orleans. Steigen wir um in eine andere namens „Friedhof". Nach sechs Querstraßen müssen wir aussteigen. Jetzt befinden wir uns bei den „Elysischen Gefilden". Blanche Du Bois ist schon da. Sie wohnt seit kurzem bei ihrer Schwester Stella und ihrem proletarischen Schwager Stanley Kowalsky. Die Situation ist unerträglich. Oder einfach asozial. Aber gefallene Engel können nicht wählen. Nur der Whisky spendet Trost. Und der liebe Mitch. Doch der Hochzeitstraum zerplatzt. Stanley greift ein und durch. Das Missverständnis von geträumter und tatsächlicher Realität lässt Blanche zerbrechen. Die Katastrophe ist nicht aufzuhalten. Blanche endet in Vergewaltigung und Wahnsinn. Stella verzweifelt. Stanley bleibt gleichgültig. Und spielt weiter Poker. Der Vorhang fällt. Die Zuschauer schockiert. Der Leser auch. Denn wir lesen viel über Verwahrlosung, Lebensgier, Depression und Paranoia. Und über Lügen und Selbstbetrug. Ein trauriges Theaterstück. Arme, kleine Blanche! Elia Kazan hat es in seinem „Notizbuch für Endstation Sehnsucht" (Indianapolis 1963) treffend formuliert: „Dieses Stück ist eine poetische Tragödie. Uns wird die endgültige Auflösung einer wertvollen Person vorgeführt, die früher große Fähigkeiten besaß und die auch noch in ihrem Untergang einen höheren Wert hat als die gesunden, gewöhnlichen Figuren, die sie umbringen". Die ausgefahrene, ratternde Straßenbahn holpert dabei weiter ungerührt durch' s Viertel. Eine alte, enge Straße hinauf und eine alte, enge Straße hinunter. Sie fährt immer noch. Hier wie dort.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Sondereinband
Es war eine Paraderolle für den jungen, muskelbepackten Marlon Brando: der grobschlächtige Einwanderersohn Stanley Kowalski in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht", verfilmt im Jahr 1951. Brando spielte auch schon in der Theaterproduktion des Stoffes, die 1947 ihre Broadway-Premiere feierte. Es war (nach "Die Glasmenagerie") das zweite Erfolgsstück des amerikanischen Autors, der dafür seinen ersten Pulitzerpreis erhielt. Die Handlung spielt in einem heruntergekommenen Viertel von New Orleans: Hier trifft das zarte Südstaatenpflänzchen Blanche Du Bois auf den rohen, zupackenden Realismus, verkörpert durch Stanley Kowalski, den Mann ihrer Schwester. Langsam, aber sicher enthüllt dieser Machotyp die Lebenslügen der empfindlichen Schwägerin und beschwört damit eine Tragödie herauf. Denn Blanche ist gar nicht so unschuldig, wie sie tut. Sie gehört zu den tragischen Figuren, die von ihrer Vergangenheit heimgesucht und letztlich vernichtet werden. Williams gelingen feine Charakterzeichnungen und eine überzeugende psychologische Geschichte, die auch heute noch auf den Bühnen der Welt zu Hause ist - oder eben im heimischen DVD-Player.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brachial 14. Juli 2008
Von Polar
Format:Sondereinband
Es gibt Stücke, die leiden an ihren Verfilmungen. Wer heutzutage in Endstation Sehnsucht geht, misst Stanley Kowalski sogleich an Marlon Brando, was es für einen Schauspieler nicht einfach macht, sich gegen ihn zu behaupten. Williams Stücke sind allesamt visuell, körperlich. Die Menschen schwitzen, die Menschen hassen, sie schlagen um sich. Sei es sprachlich, sei es, indem sie handgreiflich werden. Sie fallen wegen ihrer realistischen Darstellung und physischer Präsenz sogleich aus dem Rahmen. Bei Williams muss man sogleich Stellung beziehen. Mag man diesen Kowalski, man mag diese Blanche, diese Stella? Es fällt auf, dass wer sich für eine dieser Figuren zu begeistern vermag, die anderen nicht mag. Leser, wie Zuschauer beziehen Stellung. Etwas, was den meisten Autoren nicht gelingt. Williams schafft dies mit einer Leichtigkeit, weil er vom Leben abschreibt. Es ist nie die Frage, ob es einen solch brutal seine Männlichkeit ausspielenden Kowalski, eine so abstrus sich der Wirklichkeit entziehende Blanche überhaupt gibt. Die eigentliche Kraft zieht Endstation Sehnsucht aus dem Moment, dass Menschen sich aneinander aufreiben. Das mag im Leben eines Lesers oder Zuschauers weniger heftig sein, doch er kennt das Gefühl. Selten hat es einen Stücktitel geben, der so treffend ist. Selbst in der Endstation vermögen wir nicht, die Sehnsucht zu verbannen. Sie bleibt. Egal wie.
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