"Endstation" ist 1972 erstmals unter dem Originaltitel "Terminal Man" erschienen und beschäftigt sich mit dem heute wieder hochaktuellen Thema einer maschinellen Erweiterung des menschlichen Körpers. Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte, welche in chronologischer Reihenfolge die Ereignisse der Tage zwischen dem 9. und 13. März 1971 beschreiben. Ausgangspunkt ist eine Verpflanzung batteriegetriebener Elektroden in das Hirn des Patienten Harry Benson, welcher zuvor zu anfallsartigen und unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigte. Das Experiment schlägt fehl und Harry Benson gelingt die Flucht... Michael Crichton scheint schon früh seinen Stil gefunden zu haben. Ähnlich wie seine Bücher die Grundlagen großer Hollywoodfilme geworden sind, ist auch "Endstation" ein echter Pageturner. Allerdings hat man auch hier das unbestimmte Gefühl, eher eine Drehbuchvorlage als einen Roman zu lesen. Die Charaktere bleiben seltsam flach und werden durch die Handlung gehetzt als gelte es, die 90 bis 120 Minuten einer Spielfilmlänge nicht zu überschreiten. Die größte Enttäuschung jedoch ist das Finale, welches eher zu einem Sylvester-Stallone-Film als zu einer Geschichte mit medizinisch-psychologischen Hintergrund passen würde. Trotz zugegeben exzellenter Recherchen des Autors verdient "Endstation" daher meiner Meinung nach nur 2 Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)