Meine Freundin hatte das Buch "Endlich weg: Eine Weltreise zu zweit" mit in den Urlaub genommen. Ich habe es dann während des Urlaubes gelesen, da ich den Titel sowie den Abstract interessant fand. Es ist durchaus ein lesenswertes, kurzweiliges Buch (positiv gemeint), welches gut geschrieben ist. Auf der anderen Seite hält es nicht das, was der Titel verspricht. Der Autor machte einen vierminatigen Sabbatical, während dem er mit einem Round-the-world Ticket um die Welt geflogen ist und vier Wochen, der ohnehin kurzen Zeit, in Sydney bei Freunden verbrachte. Meines Erachtens handelt es sich daher mehr um die Schilderung eines langen Urlaubes und nicht um den Bericht einer Weltreise. Zudem werden alle auch nur annähernd riskanten Reiseziele von vornherein ausgeschlossen, so interessant sie auch aus kultureller oder landschaftlicher Perspektive sein mögen. In Asien werden Vietnam und Hongkong besucht (wobei sich der Autor in Hongkong auf die Übernachtung in einem Luxushotel beschränkt). Andere Länder in Asien, Russland, Naher Osten oder Afrika - Fehlanzeige. - Ich möchte das Buch aber nicht zu negativ darstellen. Es ist unterhaltsam, locker zu lesen, es finden sich einige interessante Gedanken und natürlich gibt es keine Definition von "Weltreise", aber es unterscheidet sich ganz erheblich von "wirklichen" Reiseberichten, die von Menschen geschrieben wurden, die per Selgelboot, zu Fuß oder per Fahrrad Länder bereisten und dabei die Länder als auch die Menschen viel intensiver kennenlernten, als es dem Autor hier per Flugzeug in nur vier Monaten möglich war.