In den letzeten Jahren haben viele meiner langjährigen Freunde ihr Leben total verändert. Manche haben Haus, Job, Partner,ja die ganze Familie verlassen. Einige haben langjährige Partnerschaften aufgegeben, leben jetzt allein und würden, wie sie sagen, keine Partnerschaft oder gar Ehe mehr eingehen. Andere teilten mir mit, sie hätten alles verändert, sie seien nicht mehr die, sie einmal waren, sie seien jetzt mit Allem in tiefer Verbindung. Sie nennen sich jetzt "Lichtarbeiter". Alle beteuern mir, endlich seien sie frei. Ich hingegen lebe nach wie vor in einer intimen Beziehung, einem angefüllten Leben mit Beruf, Verpflichtungen und Veantwortungen. Trotz alledem fühle ich mich frei, unabhängig und erfreue mich über meine geistige Verbindung zu vielen Menschen in ganz Europa, zu den Tieren und Pflanzen und meinem täglichen Mitgefühl gegenüber denen, die Leid erfahren. Na, das ist ja ideal. Hört sich doch gut an! So ist es aber dennoch nicht, Blockaden kommen und gehen,vor allem zeigen sie sich nirgendwo so unverhüllt und auffällig wie in der intimen Beziehung. Da werden Blockaden weggeräumt, neue Blockaden geschaffen, weggeräumt und.....Nobody is perfect! Ich war sehr gespannt, was Erich Keller in seinem neuen Buch über Beziehungsblockaden und deren Auflösung zu sagen hat, ein meines Erachtens nach unerschöpfliches und äußerst vielseitiges und vielschichtiges Thema. So las ich mit meiner gewohnten Skepsis und der gleichzeitigen Neugierde. Ständig schlich sich während des Lesens ein Wort in meine Gedanken. Dieses "WENN". Wenn nur dieses "WENN" nicht wäre. Und dann dämmerte mir, dass dieses "Wenn" ein Schlüsselwort ist, welches die Unzufriedenheit in uns nährt. Warum können wir uns oder andere nicht so akzeptieren, wie wir oder sie sind? Das Nichtakzeptieren dessen, was ist, so wie es ist und dieses ständige ändern wollen und natürlich so ändern, wie ich es möchte. "Wenn das so oder so wäre, ginge es mir bestimmt besser". Vorsicht,sagte ich mir während des Lesens, hinter dieser Arroganz lauert die Falle, die uns in die Irre führt und die unweigerlich Leiden verursacht. Leiden deshalb, weil wir in der Irre Umherirrende sind. Wer das Buch von Erich Keller behutsam liest, wird erkennen, daß unsere unerfüllten Wünsche und Erwartungen zwangsläufig in einer andauernden und sehr bedauerlichen Unzufriedenheit münden. Dies zeigt sich dann in Selbstzweifel, Selbstbeschuldigungen und Selbstablehnung, Panik, Krankheit bis hin zur Verachtung anderer gegenüber, gleich ob es sich bei diesen Personen um Begegnungen aus der Vergangenheit oder Gegenwart handelt. Unzufriedenheit mit all seinen Schattierungen legt sich wie eine dicke Nebelschicht auf unsere zwischenmenschliche Beziehungen und verdichtet unsere Denkweise und unsere Sicht. In diesem Nebelgeschwade glaubt doch unser Denken, klare Antworten für Situationen oder Personen zur Hand zu haben. Doch in der Dichte des des Nebels gibt es keine klare Sicht, nur Vermutungen, Möglichkeiten, Annahmen bis hin zur Anklage. "WENN" doch alles nur anders gelaufen wäre....Diese "WENN" fördert uns direkt ins Schattendasein unseres Lebens, dirkt hinein ein menschliches Drama, wo Schuldzuweisungen unumgänglich sind. Entweder bin ich schuld dass ich in diesem dichten Nebel keinen Ausweg finde oder der andere/die anderen sind schuld, dass ich mich darin verirrt habe. Doch diese Schuldzuweisungen bringen uns nicht aus der Dunkelheit und dem Unglücklichsein heraus. Denn sie gibt es überhaupt nicht. Es gibt nur eine Sicht der Dinge. Erich Keller beschreibt in seinem neuen Buch nicht nur das EFT- Verfahren zur Selbstanwendung, sondern gibt zu der Thematik sehr einfühlungsvoll Gedankenansätze, die den Leser hinführen, die eigene Person liebevoll anzunehmen, selbst schmerzhafte Situationen / Lebensumstände anzunehmen und nicht zuletzt den anderen so sein zu lassen, wie er ist. Es hat mich sehr berührt wie Herr Keller in seinem Buch den Hilfesuchenden aus dem Nebel der Gedanken und Gefühle herausführt. Erstens durch sehr gründliche Fragen und Rückfragen bedingt durch seine professionelle Fähigkeit, als auch durch seine menschliche Intuition und nicht zuletzt mit Hilfe von EFT. Besonders gut gefielen mir seine Ausführungen über die verschiedenen Möglichkeiten, die das Ergebnis des Verfahrens blockieren können, vor allem, wenn unbewußte Wiederstände auftauchen und die Nebelhülle sich bei Befragungen noch mehr verdichten will. Endlich frei von Beziehungsblockaden ist ein Buch welches zur ehrlichen Selbstreflextion einlädt und am Ende den Leser erkennen läßt, dass es nichts gibt, was wir verändern können, außer uns selbst und unsere Art,wie wir die Dinge sehen. Erich Keller hilft uns dabei. Sollte jemand ganz dicke Wolken um sich spüren, empfehle ich nicht nur alleine das Buch zu lesen, sondern sich durch einen guten EFT Therapeuten helfen zu lassen. Er hilft ihnen, so wie mir, dass die Wolken sich auflösen und das Licht weitaus leuchtender strahlt als je zuvor. Für die kleineren Nebelschwaden, die immer mal wiederkommen hilft EFT aber auch in der Selbstanwendung. Probiert`s aus. Manchmal tuts auch weh, aber wie schön ist es danach....