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Endlich Stille: Roman
 
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Endlich Stille: Roman [Taschenbuch]

Karl-Heinz Ott
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423135514
  • ISBN-13: 978-3423135511
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Karl-Heinz Ott
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Karl-Heinz Ott treibt seine Kampf-Anordnung in eine finstere Situationskomik und findet eine überraschende Lösung. Kann man von einem kleinen Roman mehr verlangen?«
Literaturen Mai 2007

»Eine ganz erstaunliche Studie über die Midlife-Crisis als Pubertät.«
Angelika Overath, Neuen Zürcher Zeitung

»Zum Gruseln lustig.«
Wolfgang Höbel, Der Spiege­­­­l

»›Doktor Faustus‹ lässt von ferne grüßen, und auch sonst korrespondiert Otts Roman als Prosa auf musikalischem Grund unterschwellig mit dem Erzählwerk von Thomas Mann. Andere Assoziationen führen zur musikgetränkten Sprachvirtuosität von Thomas Bernhard, ohne dass Otts Text je sein eigenes Profil verlöre.«
ORF

»Hochspannung!«
Lesart

»Eine virtuose Parabel über die Versuchung des Künstlerischen und die Grenzen der Rationalität.«
Literaturen

»Schlicht ein kleiner, fast altmodisch gekonnter Roman, der eine einfache Geschichte perfekt erzählt.«
Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeinen Zeitung

»Ein bis zur letzten Seite spannendes Buch!«
Michael Bauer, Focus

Kurzbeschreibung

In Straßburg steht am Bahnhofsausgang plötzlich dieser Mensch neben dem Erzähler ("Suchen Sie auch ein Hotel?") und will ihm nicht mehr von der Seite weichen. Von Stund an wird der Basler Philosoph (Spinoza-Spezialist) von diesem Schwadroneur und angeblichen Musiker (wankelmütiger Schubert-Verehrer) so lange belagert, tyrannisiert, unter den Tisch getrunken und an die Wand geredet, bis es nur noch einen schrecklichen Ausweg gibt...
Der Roman handelt von den verheerenden Konsequenzen, die sich ergeben können, wenn man einen Fremden nicht im entscheidenden Augenblick wieder loswird. Er erzählt davon, wie sich der Alltag eines Menschen in kürzester Zeit fatal verändern kann. Ohne dass die Beteiligten spüren, auf welches Verhängnis sie sich zubewegen, nehmen die Dinge ihren Lauf.
Ein wunderbar abgründiger Roman, dessen Komik aus dem Schrecken stammt und dessen Musikalität die Ereignisse bis zuletzt in der Schwebe hält. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Suchen Sie auch ein Hotel? 19. Dezember 2005
Format:Gebundene Ausgabe
.
Der Ich-Erzähler, Philosophie-Professor und Spinoza-Experte, unterbricht seine Heimreise von Amsterdam nach Basel in Straßburg, um sich an alte Zeiten zu erinnern. Dazu kommt er aber nicht. Beim verlassen des Bahnhofs wird er von einem Fremden angesprochen, ob er auch ein Hotel suche. Dieser Fremde, Friedrich Grävenich, angeblich Musiker an der Mannheimer Musikhochschule bestimmt von da an, weil der andere einfach nicht «Nein» sagt, den Abend, sie nehmen sich Zimmer im nächstbesten Hotel und verbringen den Abend in einer seltsamen Kaschemme. Friedrich erzählt den ganzen Abend, die ganze Nacht, und der Ich-Erzähler ist froh, ihn endlich los zu werden. Er verschwindet ins Hotel, mit dem Taxi über die Grenze und mit dem Zug nach Hause. Friedrich hat er die falsche Adresse und Telefonnummer gegeben, er glaubt, ihn nie mehr wieder zu sehen.

Da wird aber nichts draus. Plötzlich, Wochen später ruft er an und kündigt sein kommen für den nächsten Tag an. Der Erzähler versucht ihn abzuwimmeln, er müsse nach Amerika, würde am nächsten Tag abreisen und erst zum neuen Semester wiederkommen. Er schläft auch eine Nacht im Institut, aber auf Dauer kann er sich nicht verstecken. Er erwartet auch einen weiteren Besucher, Benno, einen Studienkollegen. Als er den vom Bahnhof abholt ist auch Friedrich da. Benno und Friedrich verstehen sich prima, die drei verleben einen ganz netten Abend zu dritt, aber während Benno am nächsten Tag wieder abreisen muss, bleibt Friedrich noch. Und bleibt. Und bleibt. Und macht sich im Leben des Erzählers breit.

Als Marie aus dem Urlaub kommt, kommt allerdings wieder Schwung in die Sache, beziehungsweise in den Erzähler. Endlich nimmt er sein Leben wieder in die Hände.

Ich habe mich mit der Rezension dieses Buches sehr schwer getan, obwohl es mir eine unheimliche Freude bereitet hat. Der Ich-Erzähler wirkt ein wenig antriebslos, vielleicht aber auch einfach nur überfahren von dem polternden Wesen von Friedrich, in allen Situationen glaubwürdig und im Handeln nachvollziehbar. Auch die Wende in seinem Handeln verstehe ich, trotzdem finde ich, dass Ott sich das Ende etwas zu leicht gemacht hat. dafür gibt es auch einen Punkt Abzug, es verbleiben diesem wundervollen Buch trotzdem noch mehr als die fünf möglichen.
.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die ersten Seiten und Kapitel waren durchaus dazu in der Lage sehr hohe Erwartungen zu wecken und gespannt den weiteren Ereignissen zu harren.

Der Philisophieprofessor, mit Spinoza als Schwerpunkt, findet sich in einer Situation, die er zunehmend nicht mehr kontrollieren kann. Es hat sich eine unterhaltsame und geistreiche Auseinandersetzung um Spinozas Hauptproblem - die Freiheit des menschlichen Willens - angebahnt, der ich mit grosser Begeisterung entgegengelesen habe.

Der Experte in Sachen 'freier Wille' stellt fest, dass es sich in einer Situation befindet, in der er schlichtweg keinen freien Willen mehr hat, und sein Leben fremdbestimmt geworden ist. Zu erwarten war also eine Diskussion des Themenkompexes 'freier Wille', erzaehlt in Romanform. Der Eindruck war auch, dass der Autor dieses Ziel zunaechst redlich angestrebt hat - leider ist ihm dann aber schnell die Luft ausgegangen und es ist nichts daraus geworden.

Uebrig geblieben ist eine eindimensionale, flache Geschichte, noch nicht mal besonders spannend. Die letzte Hoffnung war dann die auf einen befreienden Mord, der die Sache etwas spannender haette machen koennen, aber auch daraus ist dann letztlich nur ein seltsamer Bergunfall geworden, der die Geschichte aufloest.

Eigentlich nur 1 Stern, aber die Ausfluege in die klassische Musik haben gefallen, insbes. ueber Scarlatti, der nun ebenfalls in meinem CD Regal steht. Das hat zwar nichts mit der Qualitaet des Buchs zu tun, aber Scarlatti ist fuer Sonntage wirklich gut geeignet.
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31 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bis zum Äußersten 22. März 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Was tun, wenn man einen Menschen trifft, der einen gegen den eigenen Willen zum Freund erklärt, in seinem Redefluß jede Konversation ertränkt, zudem weder Distanz- noch Taktgefühl besitzt? Wie soll man verfahren, wenn dieser Mensch jeden Fingerzeig von Abweisung, den man gegen ihn richtet, ignoriert, weil er ihn nicht deuten kann oder absichtlich falsch versteht? Kann man sich seiner dennoch entledigen, ohne bis zum Äußersten zu gehen?
In Otts Buch Endlich Stille trifft ein Basler Philosophieprofessor, Experte für Spinoza, in Straßburg auf einen solchen Menschen. Der Mann, Hutträger mit fettigen Haaren, der sich dem Erzähler als innerlich zerrissener Musiker namens Friedrich vorstellt, schwadroniert während einer Kneipentour über Schubert, seine Kindheit im katholischen Internat, über seine Beziehung zu einer afrikanischen Prostituierten. Während der Abend in einem Alkoholexzeß endet, gelingt es dem Erzähler, vor dem Mann zu flüchten. Die Stille endet jedoch bereits kurze Zeit später, als jener Friedrich bei dem Erzähler in Basel auftaucht und fortan nicht mehr von dessen Seite weicht, sich sogar in dessen Wohnung einquartiert. Das Leben des Erzählers versinkt in Peinlichkeiten und droht zu zerbrechen, falls es ihm nicht gelingen sollte, sich von dem ungebetenen Gast zu trennen.

Das Thema aus Otts Roman ist an sich nicht neu; unweigerlich fühlt man sich an Filme wie Was ist los mit Bob? mit Bill Murray als psychotischer Nervensäge erinnert, doch im Gegensatz zum Hollywood-Klamauk versteht es Ott, Peinlichkeiten in tragikomischer Form zu servieren, ohne jemals seicht zu werden. Durch die Schilderung einer genauen und nachvollziehbaren Psychologie, gewinnt der Roman für mich eine erschreckende Glaubwürdigkeit, die durch eine abgeklärt wirkende, melodiöse Sprache unterstrichen wird. Die Handlung steuert dabei so konsequent auf das unausweichliche Ende zu, daß es sich bei dem Buch eigentlich eher um eine klassische Novelle handelt.
Daß der Erzähler (wie so häufig in Romanen deutschsprachiger Autoren) Mitglied einer Bildungselite sein muß, sei dahingestellt. Auch ohne die Theorien Spinozas oder Schuberts Wandererfantasie zu kennen, habe ich an dem Buch meine uneingeschränkte Freude gehabt.

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Skurrile Geschichte
Anfangs fand ich diese Geschichte über einen Mann, der nicht NEIN sagen kann, etwas langweilig. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von audiobookfan H. veröffentlicht
Unglaubliche Beobachtungsgabe
Es ist ein Jammer, dass Karl-Heinz Ott nicht viel bekannter ist. Seine Beobachtungsgabe ist unglaublich. Er ist ein hervorragender Schriftsteller. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von lesemaus009 veröffentlicht
Völlige Ressourcenverschwendung
Für Stille hätte eine CD auch gereicht... einfach auf Repeat drücken und gut... und ziemlich laut ist die CD auch =[
Veröffentlicht am 21. März 2010 von eckinator
Unterhaltung vom Feinsten
"Endlich Stille" von Karlheinz Ott habe ich von der ersten bis zu letzten Seite sehr gerne gelesen. Einerseits der herausragenden sprachlichen Qualität wegen, andererseits... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Dr. Willi Marzi
Die Schönheit der Sprache
Ein Lesegenuss, allein schon wegen der Sprache!
Es erinnert fast an Thomas Mann, wie wortgewandt und treffsicher es dem Autor gelingt, die zunehmend komische und zugleich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2008 von Stefanie Risse
Menschliche Bedrohung!
Was kann schlimmer sein als die totale Belagerung von Person und Geist? Am liebsten hätte ich das Büchlein vor Wut in die Ecke geknallt - so hat mich der Text bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2007 von Andrea Lochmahr
Nichts für "schwache" Nerven !!!
Zugegeben, am Anfang des Buches glaubt man wirklich, wenn dieser aufdringliche Typ, der den Protagonisten des Romans besucht, nicht endlich verschwindet, hält man das Buch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2007 von Sina Gerritsen
Anderes erwartet...
...hatte ich, nachdem mir dieses Buch von einem Mitarbeiter meines Stammbuchladens empfohlen worden war. Nämlich Humor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2007 von B. Preuschoff
Von der Kunst, "Nein" zu sagen..... (Hörbuch-Rezension)
Wie wehrt man sich gegen einen Besucher, der nicht mehr gehen will? Der Ich-Erzähler in Otts zweitem Roman hat genau dieses Erlebnis. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. April 2007 von C. Stotz
Állein schon die Vorstellung....!!
Psychoterror der besonderen Art: Wie treibe ich mein Gegenüber in den Wahnsinn??Ihm nicht mehr von der Pelle rücken, Peinlichkeiten heraufbeschwören und provozieren,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2007 von dingsvomdach
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