Jetzt hat auch Deutschland eine Nu-Soul Chantreuse von internationalem Format und was diese neue CD noch spannender macht, die auffällige Schönheit ist Deutsch-Perserin und hat sich den wunderschönen Namen Kaye-Ree zugelegt, "der eine visuelle Illustration des Wortes 'neu' darstellen soll", wie ihr musikalischer Mentor, Produzent und Gitarrist Felix Justen berichtet. Was Kaye-Ree auf ihrer Debüt-CD zaubert ist Nu-Soul von höchstem Format und gerne denkt man an Erykah Badu, India.Arie, Adriana Evans oder auch Tweet. Die Sängerin, die ihre eigenen Stücke schreibt und eine choreografische Ausbildung genossen hat, besitzt eine weiche, fast zerbrechlich wirkende Stimme, die einen ganz eigenen Bann auf ihre Zuhörer wirft. Weit ab von Effekthascherei oder den dünnen Stimmchen des Teenie-Soul, zeigt Kaye-Ree welch hohes Maß an Kompetenz und Professionalität sie schon mit jungen Jahren besitzt. Ob ein wenig Jazz, ein wenig Hip Hop, ein bisschen Pop, ob moderner R&B oder, natürlich, jede Menge Soul, Kaye-Ree ist in allen Stilarten mit Leichtigkeit zu Hause. Eher etwas melancholisch geht es bei den wunderbaren Stücken "Endless Melody" und "4 You" zu, richtig in Dance-Stimmung kommt man bei "No One" oder dem ansteckend positiven Track "Don't You Worry". Aber auch sozialkritische Töne sind beispielsweise bei "Africans" zu hören, die den Anspruch der Künstlerin unterstreichen, sich auch zu politischen Themen zu äußern. Die Frankfurterin mit ihren bestechend grünen Augen ist eine Neuentdeckung der deutschen Soul-Szene, die sich sicher bald auch weltweit durchsetzen wird.