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55
3,3 von 5 Sternen
Endless Space
Plattform: PCÄndern
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2014
Verlangst du von einem Strategiespiel-Entwickler, er solle elf aufregend unterschiedliche Fraktionen multiplayertauglich ausbalancieren, schmeißt er - unter üblen Tiraden auf deine arglose Mutter - höchstwahrscheinlich hin. Wer wollte es ihm verdenken? Dass die Mannen der Aplitude Studios es trotzdem durchgezogen haben, lässt vermuten, dass ihre Aufgabenstellung eine andere war.

Endless Space' Spielprinzip ist simpel: In 4X-Manier wollen Planeten kolonisiert, die Forschung vorangetrieben und Raumschlachten gefochten werden. Rundenbasiert geht's zur Sache, die unentdeckte Galaxis vor der Nase. Dabei lassen sich vorher Größe der Karte, Anzahl der Gegner sowie der Schwierigkeitsgrad bestimmen. Der Sieg winkt bei wirtschaftlicher, wissenschaftlicher oder militärischer Überlegenheit.

Wenn Amöben Schlachtkreuzer rocken und Droiden sich als Gärtner der Galaxis aufspielen, war jemand sichtlich um Abwechslung bemüht. Endless Space zieht wahrlich ein paar neue Aliens aus dem Hut. Dazu gesellt sich die Standardbesetzung um Vereintes Imperium und abtrünnige Pilger. Zur Wahl stehen gute und böse Jungs und wer in dem Pool extraterrestischer Vielfalt nicht fündig wird, darf sich kurzerhand seine eigene Truppe basteln. Klingt vielversprechend, im Äther aber verschwimmen die Charakteristika.

Plötzlich streckt das friedliebende Amöben-Kollektiv nur drei Runden nach dem Erstkontakt seine Scheinfüßchen nach meinen Systemen aus. Kurz darauf erklären mir die zur Ehre verpflichteten Sheredyn, ich sei Schlappschwanz genug und damit glücklicher Gewinner einer Kriegserklärung. Und bald ist klar: KI gesteuert verkommen die so fantasievoll angedachten Völker zu einem Zahleneinheitsbrei, der nach Belieben zuschlägt.

Spielt man sich selbst durch das bunte Angebot, fällt rasch auf, dass Unterschiede aufs Nötigste begrenzt sind. Ein Beispiel: Der Forschungs-Perk "Unendliche Supermärkte" - sein Symbol ein klappriger Einkaufswagen - gewährt den Menschen des Vereinten Imperiums einen dicken Gute-Laune-Boost - aber auch den Hissho. Einem Klingonen-Verschnitt mit Schuppen und Federn, den ich beim besten Willen keinen Einkaufswagen durch den Supermarkt schieben sehe. Wie zu erwarten, hat sich niemand die Mühe gemacht, für elf verschiedene Fraktionen elf einzigartige Gebäudetypen und Forschungsbäume zu entwerfen. Schlimmer wird's, wenn ganze Features gestrichen werden, um Unterschiede im Gameplay herauszuarbeiten. So verzichten die Golems der Harmony komplett auf Helden, die anzuheuern und zu leveln aber einen der wenigen Lichtblicke darstellt.

Auch die inhaltliche Verpflegung bleibt Notration: Eine daumenlange Beschreibung der jeweiligen Partei und ein kurzes Intro mit immer gleicher Erzählerin muss reichen. Danach begleiten Bilder von Terranern offensichtliche Uniquests auch bei anderen Rassen. Nichts spricht dagegen, als Pilger einen Helden der Automatons einzustellen und diese gleich darauf anzugreifen. Der Söldner bleibt treu - ungeachtet seiner Herkunft. Für Rollenspieler und jene, die auch auf die Stimmung schielen, schwer zu schlucken.

Die miese deutsche Lokalisierung tut ihr Übriges. Rechtschreibfehler und Grammatikschnitzer - vermutlich der dürftigen Übersetzung losgelöster Satzbausteine geschuldet - kombiniert mit Berliner Mundart ("Die Idee ist doch dufte, oder?") ersticken auch das letzte bisschen Ambiente.

Schließlich hapert's nicht zuletzt am Taktischen. Scharmützel im All, das heißt Flotte gegen Flotte. Und zwar eine nach der anderen. Dreißig Schiffe im System zu haben, bedeutet nicht zwingend, dass man die auch geballt ins Getümmel schicken darf, wie in der ebenfalls rundenbasierten Total War-Reihe üblich. Fasst eine Flotte höchstens sechs Schiffe, dürfen nur sechs der dreißig den Angreifern entgegentreten. Der Rest hat sich anzustellen. Verdiente Feuerüberlegenheit fällt somit flach.

Den jeweils drei Phasen des Kampfgeschehens live beizuwohnen, bringt überdies kaum Vorteile. Die Schiffe warpen rein, hauen nach einem vorher festgelegten Plan raus, was sie haben, und basta. Ein Muster in Strategie und Taktik der Gegner auszumachen, ist mir in 500 gespielten Runden nicht gelungen. Anscheinend bevorzugen weder Schiffsklassen noch Fraktionen bestimmte Manöver. Also rät man mutig und hofft, nicht zufällig böse gekontert zu werden.

Fazit: Endless Space täuscht an und will es dann doch nicht mit Homeland oder Master of Orion aufnehmen. Wozu das fesche Feature, sein eigenes Raumschiff designen zu dürfen, wenn sich die Stimmung im Dunkel des Weltraums verliert? Immer noch ein System, immer noch ein Planet und von Liebe zum Detail nicht viel zu sehen. Zum Kauf sei deshalb nur denen geraten, die durch Stimmungskanonen wie Birth of the Federation noch nicht verdorben sind. Mit dem 15 Jahre alten Klassiker nimmt es Endless Space auch mit AddOn "Disharmony" nämlich nicht auf.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2012
Ich bin schon ein etwas älterer Spieler und habe in meiner Laufbahn bereits einige rundenbasierte Weltraum-Strategiespiele wie Ascendancy, Birth of the Federation, Master of Orion 1-3 und Galactic Civilizations 2 gezockt. Nachdem Legends of Pegasus so gnadenlos in den Sand gesetzt wurde habe ich all meine Hoffnungen in Endless Space gesetzt und ich muß sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Hier meine persönliche Meinung über das Spiel:

Präsentation & Interface:
Grafisch ist das Spiel außerordentlich gelungen, Galaxien, Planeten, Raumschiffe und Effekte sehen sehr schön aus und dabei ist das Spiel nicht mal besonders hardware-lastig. Das Benutzerinterface ist dezent aber informativ gehalten und passt gut in das Gesamtbild. Tooltips geben Informationen zu so ziemlich jedem denkbaren Objekt in Spiel und helfen einem immer wieder, Details nachzuschauen.

Rassen:
Es gibt insgesamt 9 spielbare Rassen, alternativ kann man auch seine eigene erstellen. Die vorgegebenen Rassen reichen von intellektuellen Amöben (!) über eine ausbeuterische Insektenspezies bis hin zu einem Volk von Klonen und natürlich sind Menschen auch mit von der Partie. Jede Rasse hat Vor- und Nachteile und erfordert eine eigene Strategie. Die Präsenz der einzelnen Völker ist im Spiel tatsächlich etwas kurz gekommen. So wird zwar ein Vertreter jeder Rasse im Diplomatiebildschirm durch ein Hologramm dargestellt, Verhandlungen führt man jedoch nur mit einem Standbild und diplomatische Mitteilungen der Gegenspieler erhält man in einfachen Textboxen.

Wirtschaftsmodell & Planetenentwicklung:
Weltraum-Strategiespiele müssen immer eine gute Balance zwischen Makro- und Mikromanagement zu finden, damit die Steuerung einer ganzen Galaxie möglich aber auch nicht langweilig wird. Das gelingt nicht immer, bei Master of Orion III z.B. wurde das ganze Imperium nur oberflächlich mit wenigen Reglern gesteuert, während man bei Galactic Civilizations 2 mehr ins Detail ging aber sich dafür mit völlig undurchdachten Modellen herumschlagen musste. Endless Space geht einen Mittelweg, man kann Einfluss auf die Entwicklung jedes Planeten und des ganzen Imperiums nehmen ohne von der Menge der Aufgaben erschlagen zu werden. So kann man z.B. für jeden Planeten eine individuelle Bewirtschaftungsstrategie festlegen, muss sie aber nicht einzeln mühsam mit Gebäuden vollpflastern. Stattdessen baut man Einrichtungen die gleich das ganze Sonnensystem beeinflussen, was zu einer deutliche Reduktion der „Baustellen“ führt und mehr Zeit für Feintuning lässt.

Forschung & Diplomatie:
Die Forschung ist thematisch in 4 Bereiche gegliedert von denen sich jeder immer weiter auffächert. Auf den ersten Blick ist die Forschung dennoch etwas unübersichtlich, da nicht wie etwa bei GalCiv2 jedes Forschungsgebiet seinen eigenen Bereich hat. Nach einer Weile findet man sich aber gut zurecht, zusätzlich wird man durch Farbcodierungen und eine eigene Suchfunktion unterstützt. Wie schon erwähnt finden diplomatische Bemühungen mit einem Standbild der anderen Rasse statt, worunter die Atmosphäre etwas leidet. Den Grossteil der diplomatischen Aktionen kann man erst durch Erforschung der entsprechenden Technologie freischalten, sie beinhaltet dann das Abschließen von Friedensverträgen, Handelsabkommen und Allianzen, den Austausch von Wirtschafts- und Luxusressourcen sowie von Geld und Technologien. Erweiterte Optionen wie z.B. den gemeinsamen Angriff gegen einen Feind usw. fehlen leider.

Raumschiffe & Raumschlachten:
Es gibt 6 verschiedene Raumschifftypen, deren Aussehen ja nach Rasse unterschiedlich ist und sich nicht verändern lässt. Die Schiffe können mit verschiedenen offensiven und defensiven Waffensystemen (unterteilt in Raketen, Energie- und Kinetikwaffen) und einer Reihe von Hilfsmodulen bestückt werden. Die Raumkämpfe laufen in Echtzeit ab und sind in 5 Phasen (Ankunft/Langstrecke/Mittelstrecke/Kurzstrecke/Ergebnis) unterteilt. Für die drei mittleren Phasen kann man eine Taktik auswählen, die der Flotte Vor- aber auch Nachteile bringt. Anders als manchmal zu lesen ist sind die Raumkämpfe alles andere als „untaktische Staffage“. Man kann zwar außer durch die Taktikanweisung nicht direkt in die Kämpfe eingreifen, allerdings haben Design der Schiffe, Zusammenstellung der Flotte und Anwendung der richtigen Taktik immensen Einfluss auf den Ausgang der Schlacht. Zudem passen die Gegner ihre Schiffe relativ schnell der eigenen Taktik an, so dass man ständig nachrüsten muss und die Kämpfe nie langweilig werden.

Helden:
Eine schöne Neuerung (zumindest zu den Spielen die ich kenne) sind die Helden. Das sind Personen, die man rekrutieren und je nach deren Fähigkeiten als Admiral einer Flotte oder als Direktor eines Sonnensystems einsetzen kann. Mit der Zeit bzw. durch Einsatz in Schlachten gewinnen die Helden an Erfahrung und lassen sich mit einem kleinen Rollenspielsystem verbessern. Das macht nicht nur Spaß und führt zu einer Individualisierung von Flotten und Systemen, sondern kann auch einen entscheidenden Einfluss auf Sieg oder Niederlage haben.

Fazit:
Endless Space wirkt durchdacht, sieht toll aus, macht Spaß und hat das Potential, den Spieler lange an den PC zu fesseln. Zudem muss man Amplitude Studios hoch anrechnen, dass sie zum einen die Spieler durch Games2gether permanent an der Entwicklung und Verbesserung des Spiels beteiligen (auch jetzt, 2 Monate nach Release gehen die Umfragen weiter welches Feature als nächstes eingebaut werden soll) und zum anderen das Spiel zu einem äußerst fairen Preis anbieten. Alles in allem kann ich jedem Freund von Strategie-Spielen nur raten sich das Spiel näher anzuschauen (z.b. youtube, Gamestar-Review), ich bin jedenfalls froh dass ich es getan habe.
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87 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2012
Hi,
habe mich jetzt mit dem Game ca. 60 Stunden beschäftigt und wollte dir etwas negativeren Rezension unterstützen, da dieses Game zwar nicht schlecht ist, aber auf lange Dauer eher im Bereich 65-75% anzusiedeln hat.

Wie manche Rezension hier treffend anmerkte, wird das Spiel ist nach kurzer Zeit langweilig.
Man kann zwar sagen, dass dies eine subjektive Wahrnehmung ist, aber dieses Spiel kommt keinesfalls an Civilization, oder Galactic Civilization 1+2 ansatzweise heran. Weil ich die beiden genannten Spiele sehr gerne mag, gewöhnt man sich auch schnell an die guten Dinge, die einem hier bei Endless Space sofort auffallen.

Es gibt in diesem Spiel leider keine Tiefe wie in den davor genannten Games.
Echte Diplomatie gibt es auch nicht. Ich habe dies leider erst nach mehrmaligem Durchspielen für verschiedene Siegbedingungen feststellen müssen.
Es gibt keine friedliche Übernahme von Sternsystemen. Es muss alles mehr oder minder mit Gewalt übernommen werden, oder mit Drohung, was mich an diesem Spiel bitter enttäuscht hat.

Egal wie viel Einfluss man hat und wie weit der Einflussbereich sich auch ausdehnt. Keine Chance, es ist auch nicht geplant diese Möglichkeiten einzubauen. Diplomatischer Sieg besteht darin allen mit allen beteiligten Mitspielern AI oder Spieler ca 20 Runden zu halten, was sehr easy ist – schade und langweilig, meiner Meinung nach.

Die Schlachten laufen immer gleich ab. Die Spielkartenidee, bei der Flotten aufeinander treffen und extra Karten gezogen werden um Vorteile zu erlangen ist nicht besonders effektiv. Gegen die AI-Gegner, meiner Meinung nach, sogar Zweckfremd.
Des Weiteren ist die KI unfair und man kann nicht an jeder Schlacht selbst teilnehmen bzw. überhaupt Einfluss nehmen, wenn diese von den KI-Gegnern initiiert wird.

Es passiert auch, sobald man sich im Live-Battle bzw. manuellem Gefecht befindet, dass die AI-Gegner in der gleichen Zeit ihre eigenen Gefechte führt und man so viele eigene Flottenverbände verliert ohne Einfluss nehmen zu können, was doch super ärgerlich ist. Auch blockieren diese erzwungenen Gefechte viele Bewegungsmöglichkeiten.

Vielfältige strategische Möglichkeiten gibt es nicht. Es gibt nur 3 Schild- und Waffenarten in verschiedenen Stärken, je nach Forschungsfortschritt und so hat man keine Lust später bzw. verliert man einfach Motivation, die "gestackten - gestapelten" Einheiten (echt nervig im LateGame - schlimmer als in CiV4) herumzuschieben und herauszufinden, aus welchen Teilen die feindlichen Schiffe bestehen.

Des Weiteren sieht man nicht auf den ersten Blick, z.B. wenn man mit der Maus darüber schwebt, wie die feindlichen Einheiten beschaffen sind.
Die Idee des Schere-, Stein-, Papierprinzips ist nicht schlecht, jedoch verwandelt sich dies, je weiter das Game fortschreitet, einfach in ein Reinwerfen von Einheiten auf feindliche Flotten bis man die richtigen Schiffe in der Schlacht hat und sogar da kann es passieren, dass die KI einfach einem die Flotte plattmacht.

Man kann zwar die Schiffe auch aus allen drei Arten von Schilden und Waffen zusammenbauen, diese sind aber dann zu allgemein bzw. zu schwach gegen auf eine Art spezialisierte Schiffe. Der Computergegner adaptiert schon bei Produktionsanlauf seine Schiffsproduktion und so passiert es häufig, das die Schiffe nach der Herstellung schon zu schwach sind.
Ich habe das Game jetzt auf mehrere Arten gespielt und auch zwei Multiplayerpartien mit Freunden gezockt.
Im Endeffekt habe ich keine Lust mehr es zu spielen, da es überhaupt keine Diplomatie, friedliche Übernahme durch viel Einfluss, oder verschiedenartige Formen von Forschung hat.

Es läuft am Ende immer aufs Gleiche hinaus, schnell an die besten Waffen und Schilde kommen und den Gegner totspammen.
Die diplomatischen Strategien beziehen sich eher auf Allianzen an den eigenen Grenzen, sodass man nicht von der KI gleich am Anfang überrannt wird. PC Gegner können immer und überall durchreisen, egal wie die Grenzen beschaffen sind (ich denke dies wird noch gefixed, jedenfalls wird danach, laut Forum, gearbeitet). Auch so hat das Game noch sehr viele Bugs und wirft oft Ingame Exception-Messages, vor allem dann, wenn man etwas zurücknimmt z.B. Forschung oder Bauten.

Ich habe das Spiel jetzt so gespielt, dass wenn ich neue Systeme übernahm die Populationen innerhalb von 5 Runden mir ekstatisch zu Füssen lagen - an dieser Stelle hätte man auch den Einfluss geltend machen können. Für eine friedliche Adaption oder Übernahme des Systems - komfortableres Leben, bessere Technik und optimierte Lebensbedingungen, wer würde da nicht „nein“ sagen?..

Forschung ist immer gleich und ex gibt kaum variationsmöglichkeiten, da man eigentlich nur am Anfang dafür sorgt, dass die eigenen Leute glücklich sind. Produktionsfaktoren und „Sand“ die Geldeinheit im Game sind im Spiel eigentlich zu vernachlässigen, mit Sand lässt sich Forschung im System beschleunigen, teilweise sind die Beträge dort ebenfalls nicht sehr balanciert und nicht besonders durchdacht, wichtige Forschung ist billig zu vernachlässigende sehr teuer. Je nach Population eines Sternensystems variiert diese.

Es kann, leider, durch Forschung kein System spezialisiert werden z.B. auf verschiedene Produkte, oder Einheiten , da nur eine einzige Sache hergestellt wird - Raumschiffe mit denen Krieg geführt wird. Anstelle von Feldern gibt es Sternensysteme mit verschiedenen Planeten, die auf unterschiedliche Art kolonialisiert werden können, diese Art der Kolonisation wird ebenfalls erforscht, Lavaplaneten, Asteroiden, Wüstenplaneten usw.. Jede Art setzt eine andere Kolonisationsforschung voraus. Ist Anfangs interessant. Sobald man die Forschung durch hat, kann jedes System besiedelt werden. Jedoch müssen Verbesserungen aus der Forschung pro System gebaut werden.

Alles richtet sich nach Population, je mehr da ist, desto schneller geht der Bau der Verbesserungen voran. Wenn ein System nur aus einem Planeten oder Asteroiden besteht, braucht man dort auch nicht erst anfangen Verbesserungen zu entwickeln, die kauft man sich mit Sand, oder lässt es ganz sein, da diese Ein-Planetensysteme absolut nutzlos sind, sofern nicht viel Sand oder Forschung produziert wird.

Ich könnte noch mehr schreiben, aber es wird einfach zu viel. Meiner Meinung nach sieht dieses Spiel Grafikmäßig einfach der Oberhammer – sehr genial! Auch die Musik bzw. Soundtrack ist total gelungen. Dies sollte jedoch über die nicht vorhandene Tiefe und Langzeitmotivation hinwegtäuschen, wer hier ein Galactic Civ mit cooler Grafik erwartet wird einfach nur enttäuscht. Dafür bietet das Game einfach viel zu wenig Inhalt und Möglichkeiten.

FAZIT:

Ich bitte euch die negativeren Rezensionen nicht sofort als nicht Hilfreich zu bewerten. Ich empfinde diese Negativbashing als unangebracht. Wenn jemand etwas am Spiel auszusetzen hat, dann ist das sein gutes Recht. Wie soll man sich sonst ein objektiveres Bild schaffen, wenn nicht durch verschiedenartige Rezensionen.
Ich liebe Civilization und Galactic Civilization 2 und dieses Game ist nicht einmal 1/4 so komplex und toll wie die genannten Spiele. Für ein paar Male durchspielen ist es super. Jedoch eher was für Multiplayer zwischen Freunden, da echte Diplomatie und Ökonomie hier Zweitrangig ist.

Die Grafik in den Gefechten ist wirklich sehr genial, das wars aber in meinen Augen schon, da man später nur noch durchklicken will und eh nur auf der eigentlich eher langweiligen Galaxiemap bleibt.

Wer ein komplexes Spiel zoggen will, mit richtig vielen Möglichkeiten und total viel Abwechslung, sollte sich lieber

-Galactic Civilization 2
-Fallen Enchantress (Spielt im gleichen Universum wie GC2 nur im Fantasy-Szenario)
-Civilization 5 + Addons
-Sins of a Solar Empire Trinity Edition :-) zulegen.

Diese Games bieten einem viel mehr Abwechslung, Tiefe und Wiederspielwert, im Gegensatz zu Endless Space und ich kann die negativeren Rezensionen hier wirklich unterstützen.

Es ist kein schlechtes Spiel, jedoch würde ich dem Game gefühlt nach ca. 50 Stunden Spielzeit eher 65% im Singleplayer geben, da einfach etwas fehlt, und das wird einem sehr schnell bewusst.

Ich würde dieses Game nur Hardcore-ich muss alle- RTB-Games haben Fans empfehlen, oder Leuten, die dieses Game wirklich im Multiplayer spielen wollen und sich gegenseitig vernichten möchten. Dort hat das Game seine Stärken.

Dem Multiplayer würde ich 75 – 80 geben, da hier ein schnellerer Spielfluss durch die wenigen Möglichkeiten entsteht und man mit Freunden Fun haben kann.

Support für das Spiel ist auf jeden Fall vorhanden. Man kann sich in der Community an zukünftigen Vorschlägen der Entwickler beteiligen und mitwählen. Es sind jedoch nur die Vorschläge der Entwickler nicht die eigenen, die zur Wahl stehen. Die Community ist aktiv, das Spiel wird regelmässig gepatched.

Das Spiel kann man im Steamdeal für ca. 15 Euro kaufen.
Für diesen Preis geht das Spiel in Ordnung.

Ich hoffe ich konnte mit meiner doch eher negativeren Rezension ein paar Einblicke liefern. Ich persönlich gebe dem Game 3 Sterne, da es in meinen Augen ein RTB Blender ist, der sich für eher rundenbasierte Geplänkel mit Freunden eignet. Mit wenig singleplayer Widerspielwert und geringer Spieltiefe.

Mit genialen Grafikeigenschaften und Soundtrack - Da hätte ich mir ein Galactic Civ 3 in diesem Gewand gewünscht ;)- Das wäre was 

MfG
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. September 2012
Das ist mein erstes 4X-Spiel (eXplore, eXpand, eXploit, eXterminate) und ich hatte keine Erfahrungen mit ähnlichen Spielen.

Eigentlich habe ich nach einem guten Echtzeitstrategiespiel gesucht und durch Zufall auf dieses gestoßen. Gekauft habe ich „Endless Space“ aus folgenden drei Gründen: 1) Gute Bewertung von Gamestar-Redaktion - 82%, 2) das Spiel ist preiswert, 3) Game2Gether-Prinzip. Besonders der dritte Grund hat bei mir großes Interesse geweckt, da es für mich neu war. Kurze Erklärung dazu: Game2Gether bedeutet, dass die Spieler direkten Einfluss auf die Entwicklung des Spiels haben, indem sie bei den Umfragen im Forum bzw. auf der Webseite des Entwicklers teilnehmen können. Bei dieser „Emperor Special Edition“ bekommt man zu dem Spiel zwei weitere Keys, die man auf der Webseite des Entwicklers aktivieren kann. Dadurch bekommt man zusätzliche G2G-Punkte und Achievements. Je mehr man G2G-Punkte besitzt, desto mehr Gewicht hat die eigene Stimme bei den Umfragen.

Nun kommen wir zu dem eigentlichen Spiel. Das Spiel konnte man bereits im Juli im Steam-Shop kaufen und musste nicht bis Ende August warten. Ich habe bereits fast 150 Stunden Spielzeit und versuche jetzt mein Glück auf dem Schwierigkeitsgrad unmöglich/impossible. Daraus kann man schließen, dass ich kein Anfänger mehr bin und mich mit dem Spiel gut auskenne.

Wegen besserer Übersichtlichkeit habe ich eine Pro- und Contra-Liste erstellt. Außerdem würde ich jedem vor dem Kauf empfehlen sich ein paar Screenshots und Videos auf Youtube zu dem Spiel anzuschauen. Am besten nach den neusten Videos suchen, da sich in den letzten Monaten einiges verändert hat. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass es sich bei dem Produkt um ein rundenbasiertes Strategiespiel und kein Echtzeitstrategiespiel handelt. Eine Partie dauert hier meistens viele Stunden.

Pro:
+ 9 Rassen und benutzerdefinierte Rassen, die man selbst gestalten kann
+ 7 Schwierigkeitsgrade
+ sehr schöne Relax-Musik, die man auf der Festplatte in dem Ordner „Steam/SteamApps/common/Endless Space/Soundtrack“ findet. Insgesamt 19 Songs – leider nur in 192kBit/s Audito-Qualität (Bitrate). Wer gutes Gehör und gute Audio-Kopfhörer hat, hört deutlich den Unterschied zwischen 192kBit/s und 320kBit/s
+ bis 8 Spieler in einem Game und viele Einstellmöglichkeiten
+ riesiger Forschungsbaum, der SEHR übersichtlich gemacht ist und sogar über ein Suchfeld verfügt (für die schnelle Suche). Man kann 2x mit dem Mausrad heranzoomen und genau sehen, was eine bestimmte Verbesserung bringt
+ viele Wege ein Spiel zu gewinnen: Punktesieg, Sieg durch Überlegenheit, Errungenschaften-Sieg, Wissenschaftssieg, Diplomatiesieg, Wirtschaftssieg, Expansionssieg
+ es gibt ein umfangreiches Tutorial, welches aber leider nicht alle Fragen beantwortet. Dafür gibt es aber ein Forum, in dem man seine Fragen stellen kann und diese auch schnell beantwortet werden
+ gute Grafik für ein rundenbasiertes Strategiespiel
+ Erfahrungspunkte und Levels für Helden und Schiffe
+ das Spiel macht mir sehr viel Spaß, besonders nach dem man es verstanden hat
+ Multiplayer
+ Spiel nahezu „bugfrei“. Ich hatte keinen einzigen Absturz bis jetzt
+ Große und freundliche Community und das Spiel wird permanent weiterentwickelt. Guter Ruf scheint für die Entwickler sehr wichtig zu sein, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist, da anscheinend nur die Verkaufszahlen zählen
+ bestimmt noch viele weitere positive Punkte, die ihr gerne in den Kommentaren zu meiner Rezension ergänzen könnt

Contra:
- großer Minuspunkt, wofür ich einen Stern abziehe, ist die fehlende Story-Kampagne
- die Kämpfe zwischen den Schiffen sind sehr eintönig und langweilig, wenn man auf manuell spielt

Fazit: Für den günstigen Preis bekommt man hunderte Stunden Spielspaß und mit jedem neuen Update wird das Spiel noch besser.
Von mir bekommt Endless Space 4 von 5 Sternen und eine Kaufempfehlung für alle Strategie-Fans.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2012
Nachdem ich mir das Spiel Ende August bestellt hatte, konnte ich mich heute auch über mein persönliches Exemplar im Briefkasten freuen und will hier über meine Erfahrungen mit dem Spiel berichten.

Sowohl das Design und das Spielkonzept sind gut durchdacht und machen mir von Anfang an Lust auf mehr.
Besonders das Interface mit seiner Animations- und Geräuschkulisse ist auf seine detailreiche und gleichzeitig übersichtliche Art überraschend erfrischend und unkompliziert.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass man einfach drauf los spielen sollte, denn zumindest ein paar Minuten sollte man sich mit den Spielmechaniken aufgrund der vielen Planeten-, Forschungs-, und Flotten-, upgrades vertraut machen.

Das für rundenbasierte Strategiespiele typische ,,Nur noch ein Zug"-Phänomen kommt bei Endless Space durchaus auf, womit man sich schnell für mehrere Stunden in eine fesselnde Partie verlieren kann.

Die Tatsache, dass das Spiel kontinuierlich mit neuen Inhalten und Spielmechaniken versehen wird, lässt mich auch über einige Schwächen des Spiels gelassen in die Zukunft blicken:

Z.B. ist das schon viel erörtete Kampfsystem in der Tat anfangs recht gewöhnungsbedürftig: Man hat als Spieler, abgesehen von den ausgerüsteten Waffen- und Defensivsystemen auf seinen Schiffen nur indirekt Einfluss auf den direkten Kampf.
Lediglich mit spielkartenähnlichen Elementen kann man einen gewissen Zufallsfaktor in die Kämpfe einfliessen lassen.

Auch die Präsentation mancher Spielereignisse könnte noch etwas verbessert werden, so staunte ich nicht schlecht als das Auslöschen einer gegnerischen Fraktion lediglich als ein kleines Popup am Bildschirmrand angezeigt wurde.

Letztendlich ist aber zu sagen, dass Endless Space ein durchaus unterhaltsames und großteils wohl durchdachtes 4x-Spiel mit viel Potential ist, das sich Kenner des Genres bedenkenlos anschauen können!
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2012
Die Rezension bezieht sich auf die Steam Version und ausschließlich auf den Singelplayer Part. Das Spiel läuft bei mir seit der Veröffentlichung auf Steam Anfang Juli.

Endless Space läuft bei mir absolut absturzfrei. Kleine Bugs sind vorhanden, stören den Spielablauf aber nicht. Z. B. bekommen beim Zoomen manchmal einige Planeten auf der Galaxie Karte die Farbe eines anderen Imperiums, was aber bei weiterem zoomen verschwindet. Ebenfalls auf der Galaxie Karte ist die Erfassung von Flotten mit der Maus nicht optimal und man muss die Objekte sehr genau treffen.

Die einzelnen Bildschirme (Flotte, Planentenverwaltung... ) sind hinreichend klar und übersichtlich.

Planetenverwaltung und Flottenbewegung erfolgen prinzipiell rundenweise. Leider nur prinzipiell, denn die KI führ auch in meiner Runde immer noch Flottenbewegungen aus.
Kommt es zum Kampf popt eine Infobox mit einem ablaufenden Zeitbaken auf. Innerhalb der Zeit kann man zwischen automatischen und manuellen Kampf wählen.

Es kämpft immer nur eine eigene Flotte gegen eine Flotte des Feindes. Stehen mehrere Flotten in einem System so können sie nur nacheinander angreifen. Eine Pause Funktion gibt es nicht. Greift die KI mit vielen kleinen Flotten an, ist man erst mal am PC gefesselt. Die Anzahl der Schiffe je Flotte ist durch Forschung und Schiffsgröße begrenzt. Üblich sind 3 - 10 Schiffe je Flotte.

Der Kampf läuft automatisiert ab. Der Kampf ist in die Phasen "Fernkampf", "Mittelstecke" und "Nahkampf" unterteilt. Für jede Kampfphase kann man eine Taktik vorgeben (z. B. die Feuerkraft zu Lasten der Verteidigung erhöhen). Die Kämpfe sehen gut aus, aber man kann nicht selber eingreifen und ist zum Zuschauen verdammt (Wie in "Birth of the Fedaration"). Die Schiffe kann man individuell aus- und nachrüsten. Spezialsysteme wie Enterfähren oder Traktorstrahlen gibt es nicht. Dies schrägt die taktische Tiefe weiter ein.

In Punkto Intro und Darstellung der Völker ist das Spiel sehr spartanisch. Die Völker bleiben dem Spieler fremd und ich fühle mich irgendwie nicht "heimelig" in dem Spiel. Kommt es zum Krieg informier ein einfaches Ikon darüber. Hier sollt zumindest das Bild eines Vertreters der Spezies erscheinen, der mir, in einer für seine Spezies typischen Art, den Krieg erklärt.

Des Weiteren sind in der Systemansicht die Einwohner aller Spezies mit dem gleichen Ikon dargestellt. Hat man einen Planeten erobert, weiß man später gar nicht, von welcher Spezies.

==== F A Z I T ====

Einen Master of Orion 2 Nachfolger darf man nicht erwarten. Ursächlich hierfür sind vor allem:

- Keine direkte Steuerung im Kampf; keine Spezialwaffen
- Keine echte Rundentaktik
- Mangelnde Stimmung / Zuwenig Möglichkeiten zur Identifizierung mit den Spezies

Dennoch; wer das Genre mag, sollte sich Endless Space zumindest mal ansehen.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2012
Nach den zahlreichen BUG Desastern ala Legends of Pegasus der letzten Zeit macht hier Endless Space eine angenehme und willkommene Ausnahme. Das Prinzip verflechtet Civilization und Master of Orion 2 und wartet mit einer sehr schlauen KI auf. Ok zugegeben, die Weltraumschlachten finden nicht in Echtzeit statt, sondern rundenbasiert, dennoch einmal daran gewöhnt stört es nicht mehr und bietet sogar eine gewisse Herausforderung. Die Grafik ist TOP, vor allem die Planetenansicht und das Terraforming haben es mir angetan. In Summe kann man nur sagen, nachdem die Entwicklung gemeinsam mit den Fans noch weiter geht (sehr innovatives Konzept), das Ganze erstaunlich wenig Fehler aufweist und dies schon in einer frühen Version (habe es über Steam vor einem Monat erworben), das Prinzip einfach süchtig macht und toll aussieht, ist es für mich das Beste derzeit am Markt erhältliche Weltraumstrategiespiel.
ABSOLUTE Kaufempfehlung (kann ich mit reinem Gewissen sagen!)
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am 27. Oktober 2013
Auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für Master of Orion 2 bin ich auf Endless Space gestossen.

Dank Civ 5, hatte ich schon Bekanntschaft mit "Steam". Dazu ist genug in den anderen Bewertungen nachzulesen. Mir wächst deshalb zwar keine Feder, bin auch für Kopierschutz, aber gegen "Registrierungsszwang". Dass ich nur mit einer CD heute nichts anfangen kann, ist mehr als tragisch. Ich kriege heute keinen Computer, kein Smartphone zum Laufen, ohne Emailadresse, Bestätigung und Registrierung. Warum? Warum kann ich nicht einfach ein Spiel kaufen, einlegen, installieren und losspielen? Warum nicht wie noch vor 10 Jahren einen Computer kaufen, anschalten und damit arbeiten? Überall Datenstriptease. Naja, genug dazu mit Verweis auf andere Rezensionen, hier geht es ja um ein Spiel.

Ich kann es nicht beschreiben, nicht begründen, aber irgendwie springt der Funke nicht über... irgendwie werde ich mit dem Spiel nicht grün. Erstmal, die Grafik ist mal zeitgemäß. Die Entwickler haben wohl eng mit der Community zusammengearbeitet, Feedback eingeholt, viele Dinge mit einfliessen lassen ... und das merkt man auch.

Das Spiel ist funktionsgewaltig, umfangreich und mit grandioser Spieltiefe. Es hat unterschiedliche Völker, viele unterschiedliche Planetentypen, einen grossen Forschungsbaum, Schiffseditor, viele Gebäude, Einstellmöglichkeiten, viele Siegmöglichkeiten... kurz, sehr sehr umfangreich, mit nötiger Einarbeitungszeit, daher ein Spiel, das mir gefallen müsste, weil ich solche Spiele liebe.

Aber irgendwie ist mir das alles zuviel des Guten. Man hat zuviel gewollt und dafür die Zugänglichkeit links liegen lassen. Teils hatte ich das Gefühl eine Datenbank zu bedienen und nicht in einem Spiel zu sein. Dröge Menüs, langweiliges Design, viele lange Texte, aber kein "Leben".

Bitte nicht falsch verstehen, das Spiel ist herausfordernd, es ist schwer zu meistern, man kann viele unterschiedliche Strategien verfolgen, keine Partie wird wie die andere sein. Durch unterschiedliche Völker, hat man durchaus den Ehrgeiz mehrere Partien zu spielen, auch andere Taktiken zu verfolgen, aber obwohl das Spiel bestimmt in allen Belangen besser und umfangreicher ist als mein altes MoO2, hat es nicht dessen "Flair".

Ich habe eine Partie auf dem leichten Schwierigkeitsgrad mit dem Imperium gespielt, ohne viel Mühe gewonnen, eine 2. Partie begonnen, mit einer anderen Rasse, auf höherem Schwierigkeitsgrad, diese aber bisher nicht beendet. Daher habe ich vmtl. noch nicht alles vom Spiel gesehen, stecke nicht "tief genug" in der Materie, um es vollumfänglich beurteilen zu können, werde es dann aber ggf. updaten.

Was ich bisher überhaupt nicht verstehe, ist das Kampfsystem. Ich bin schon traditionell eher jemand, der versucht solche Spiele auf friedlichem Wege zu gewinnen, ich beginne selten einen Krieg, aber ich verstehe nicht, wie man in einem Spiel, wo Kampf ein fundamentales Spielprinzip ist, sowas "verzapfen" kann.

Es scheint hier ein hohes Zufallselement zu geben, die Flottengrössen sind beschränkt und es gibt Aktionskarten, auf die dann reagiert wird. Klingt innovativ, führt aber zu hohen Zufallsverwerfungen. Ich habe auch bei MoO2 oft die Kämpfe automatisch ablaufen lassen, aber da war es halbwegs realistisch... wenn ich offensichtlich die stärkere Flotte hatte, war es auch sehr wahrscheinlich, dass diese als Sieger aus dem Kampf hervorgeht. Wer hier mal - teils mehrfach - eine überlegene Flotte gegen einen unterlegenen Gegner verloren hat, weiß was ich meine. Frust ist an der Tagesordnung.

Einstweilen vergebe ich 4 Punkte für Spielspass, aber 3 für das Spiel (wegen Steam)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2012
Man darf bei diesem Indi-Game keine riesigen Erwartungen haben.
Dafür kostet es nicht viel und die Option als Spieler selber bei den Updates für das Spiel mit zu "voten" ist ein Schritt, den sich viele der großen Publisher mal zu Herzen nehmen sollte.
In letzter Zeit habe ich so viele Spiele gespielt, bei denen (dank einer großen Image-Kampagne) die tollsten Sachen versprochen wurden. Letztlich kam aber nur hübscher Ramsch dabei heraus und die Leute kauften es trotzdem wie blöd.
Onlinezwang, nötige Registrierung..., gut, registrieren sollte man sich bei Endless Space auch, aber hier macht es wenigsten mehr Sinn, im Gegensatz zu gewissen anderen "Kundenbindungen".

Sicherlich ist Endless Space noch nicht perfekt. Die Kritik an den Kämpfen und dem Diplomatie-System ist berechtigt.
Die Musik finde ich jetzt nicht so schrecklich. Zur Not kann man sie ja austellen und/oder selber Musik laufen lassen.
Optisch ist es sehr gelungen, auch wenn man manchmal etwas mehr sehen möchte.
Die Rassen sind sehr schön gestaltet. Leider kommen sie Ingame nur begrenzt zur Geltung.

Wieso das Spiel so langweilig sein soll kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich Action will, spiele ich einen Shooter oder ein Hack&Slay. Endless Space hat hier meine Erwertungen genau getroffen. Ich habe keine aufreibenden Situationen erwartet, auch wenn man das ein oder andere besser hätte in Szene setzten können.
Ich bin guter Dinge, dass noch einiges an dem Spiel verbessert wird. Bisher ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das die Mac-Version gleich mit enthalten ist finde ich als Mac-User wirklich super!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2013
Kampf System find ich klasse ausgefeilt für rundenstrategie, hoffentlich kommen noch Update damit man auch noch die Gebäude bessere verwalten kann.
Teck tree ist meiner meinung nach auch gelungen.... Für rundenstrategen sehr empfehlenswert
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