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Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz weltweit traurige Berühmtheit erlangte als größtes Vernichtungslager der Nazis. Unter anderem kümmert er sich um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert. Erst nach und nach kommt Sven mit dem über 80-jährigen klar.
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Robert Thalheim, der schon mit seinem Debüt "Netto" überzeugte, nähert sich der schweren Thematik menschlich und zurückhaltend. Sein leiser Film über die Schwierigkeit der Vergangenheitsbewältigung kommt ohne Pathos aus und bietet dafür viele kleine bewegende Momente. Großen Anteil daran hat auch sein gutes polnisch-deutsches Ensemble mit dem Bühnenschauspieler Alexander Fehling und der polnischen Schauspiel-Ikone Ryszard Ronczewski.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Drama um einen Zivi, der bei der Betreuung eines KZ-Überlebenden lernt, dass Vergangenheit und Gegenwart untrennbar verbunden sind.
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Für seinen Zivildienst verschlägt es Sven (Alexander Fehling) nicht gerade an den schönsten Ort: Er landet im polnischen Städtchen Oswiecim, besser bekannt unter dem deutschen Namen Auschwitz. In der internationalen Begegnungsstätte des Ortes soll er arbeiten und sich außerdem um den KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern. Zu dem knurrigen alten Mann findet er jedoch keinen Zugang, und auch seine Verliebtheit in die Dolmetscherin Ania gestaltet sich schwierig. Regisseur Robert Thalheim verarbeitet in seinem zweiten Spielfilm seine eigenen Erfahrungen: In den 90er-Jahren arbeitete der heute 33-Jährige selbst als Zivi in Auschwitz. In intensiven Bildern verdeutlicht Thalheim, wie schwer es Sven fällt, sich in seinem neuen Umfeld zurechtzufinden - das Schweigen des jungen Mannes und seine Unsicherheit werden für den Zuschauer zu einer Qual. Darüber hinaus wirken einzelne Szenen beinahe dokumentarisch; zum Beispiel die, in der eine deutsche Schulklasse ein Reflexionsgespräch über die Gedenkstätte führt. Damit gibt Thalheim seinem Film einen Anstrich von Wahrheit - einen, der nur schwer zu schlucken ist. (jul)Features: Audiokommentar, Featurette, Kurzfilm "Dachau bei München", Entfallene Szenen, Trailer
Kurzbeschreibung
Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen?
Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben - war aber die einzige freie Stellen, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung.
Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäppchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauert?
Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden...
Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben - war aber die einzige freie Stellen, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung.
Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäppchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauert?
Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden...
Produktbeschreibungen
Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben - war aber die einzig freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäpfchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauern? Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss