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Das Ende eines ganz normalen Tages [Gebundene Ausgabe]

Franz Hohler
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. August 2008
Nach dem Bestseller „Es klopft“ – mehrere Monate stand der Roman auf den Bestsellerlisten der Schweiz – legt Franz Hohler nun einen Band mit klugen, aberwitzigen, bewegenden und nachdenklich stimmenden Geschichten vor; Geschichten darüber, wie wenig es braucht, um den Alltag aus der Balance geraten zu lassen.

In Franz Hohlers neuen Erzählungen werden wir zu Zeugen von alltäglichen Ereignissen: schrecklichen, schönen, berührenden, aberwitzigen … Ein Mann kommt ausgerechnet in dem Augenblick ins Stolpern, in dem ihm auf der Straße eine junge, attraktive Frau begegnet. Ein anderer möchte am liebsten zu randalieren beginnen, wenn jemand in seiner Nähe laut mit dem Handy telefoniert, und zwei Jungen wollen den Weiher hinter ihrem Haus mit einer alten Ovomaltinebüchse leer schaufeln – doch wie die anderen Figuren in Hohlers Erzählungen müssen auch sie lernen, dass sich die Welt den Träumen und Plänen des Menschen nur allzu häufig widersetzt.

In mancher Geschichte begegnen wir auch dem Autor selbst oder ihm nahe stehenden Menschen. So erzählt eine besonders berührende Geschichte von dem Bild seiner Schwiegermutter, das im Vorraum zu Hohlers Wohnung hängt. Hier stellt der Erzähler regelmäßig Blumen auf, und genauso regelmäßig fragt er sich, was eigentlich gewesen wäre, wenn diese Frau einen anderen Mann geheiratet hätte? Hätte dann sein Leben nicht einen ganz anderen, womöglich unglücklicheren Verlauf genommen?

Franz Hohler hat ein überaus hintersinniges Buch darüber geschrieben, dass oft schon kleine Ereignisse genügen, um ein Leben ganz grundsätzlich aus der Bahn zu werfen und uns mit manchmal überraschenden Wahrheiten zu konfrontieren.


Hinweise und Aktionen

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Preis für beide: EUR 25,95

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (27. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630872832
  • ISBN-13: 978-3630872834
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 557.301 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Politisches und Privates mischen sich in den hintergründigen Texten, die Hohler erneut auf der Höhe seines erzählerischen Könnens zeigen." (Der Bund)

"Franz Hohler zeichnet in diesem Band ohne jede Pose das Selbstbildnis eines genauen Beobachters, der in kleinen Begebenheiten Beispiele für das Große findet." (Neue Luzerner Zeitung)

"Miniaturen eines grossartigen Beobachters" (Schweizer Illustrierte)

Klappentext

"Politisches und Privates mischen sich in den hintergründigen Texten, die Hohler erneut auf der Höhe seines erzählerischen Könnens zeigen."
Der Bund

"Franz Hohler zeichnet in diesem Band ohne jede Pose das Selbstbildnis eines genauen Beobachters, der in kleinen Begebenheiten Beispiele für das Große findet."
Neue Luzerner Zeitung

"Miniaturen eines grossartigen Beobachters"
Schweizer Illustrierte


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3.0 von 5 Sternen Beobachtungen aus dem Alltag 29. November 2008
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Franz Hohlers Buch "Das Ende eines ganz normalen Tages" ist eine Sammlung von kurzen, meist nur ein bis zwei Seiten langen Texten. Darin berichtet er von Erlebnissen aus seinem Alltag in der Schweiz oder seinem persönlichen Umfeld. Hohler ist immer noch ein grossartiger Erzähler und Beobachter, der subtil Alltägliches und scheinbar Banales schildern kann, jedoch bieten diese Schilderungen nicht immer den ganz grossen Erkenntniswert und teilweise sind Hohlers Themen und Anspielungen bereits aus früheren Texten bekannt. Witzig fand ich ich Hohlers Erlebnisse an der Einkaufskasse. Daneben gibt es noch ein paar längere Texte, die von Erlebnissen bei seinen Auslandsaufenthalten berichten und die ich eher weniger gut fand. Insgesamt ein nettes und stilles kleines Büchlein.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichten aus dem Alltag 7. Mai 2010
Von k_taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Franz Hohler erzählt in seinem Buch Kurzgeschichten über Ereignisse des Alltags. Die Betonung liegt auf "Alltag" und nicht auf "Ereignis", da es oft die kleinen Dinge des Lebens sind, auf denen der Fokus liegt. Er schreckt auch vor politisch brisanten Themen nicht zurück. So berichtet er in "Im gelobten Land" über eine Reise nach Nahost und äußert sich zur Situation der Palästinenser. Kritisch ist auch sein Resümee aus "Sonntagsspaziergang", wo er dem eigenen Volk mangelnde Hilfsbereitschaft unterstellt. Ganz anders dagegen sind seine Reiseberichte "Mit Katharina in Indien" und "Eine mongolische Hochzeit". Hier werden den Lesern fremde Kulturen auf humorvolle Weise nahe gebracht. Der Mensch hat, evolutionär bedingt, nur eine emotionale Bindung zu Menschen aus seinem näheren Umfeld bzw. zu Geschehnissen, die ihn unmittelbar betreffen. Das ist die Quintessenz aus "12.30 Uhr", in der eine Alltagssituation in Beziehung gesetzt wird zu Katastrophenmeldungen aus der weiten Welt. Vielleicht sind die Menschen überfüttert mit negativen Schlagzeilen und es sollte auch einmal über Positives aus dem lokalen Umfeld berichtet werden, wie er in "Die Nachricht vom Kellner" reklamiert. Hohler ist ein vielseitiger Autor. Angereichert wird die Themenvielfalt durch Poesie und naturverbundene Geschichten. Seine Erzählungen sind nicht grotesk, wie die Kurzgeschichten von Etgar Keret, sondern eher humorvoll und besinnlich. Er bewegt sich in der Wirklichkeit. Das Buch lebt nicht von der einzelnen Geschichte, sondern von der Vielfalt der Themen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leise Töne 10. April 2012
Von Jett
Format:Gebundene Ausgabe
Das Büchlein war ein Zufallskauf in der Buchhandlung. Zuvor hatte ich von diesem Schweizer Schriftsteller noch nie etwas gehört. Auf 109 Seiten sind 40 Eindrücke aus dem Alltag festgehalten. Alle sehr still, teilweise melancholisch, nichts Aufregendes, aber trotzdem lesenswert.

Hier eine kleine Kostprobe. Sie war es auch, die mich zum Kauf bewogen hat:

Die Verkündung

Letzthin, im Zug, direkt neben dir, das elend-fröhliche Digitalpiepsen eines Handys, und du weißt, jetzt wirst du die Seite nicht in Ruhe zu Ende lesen können, du wirst mithören müssen, wo die Unterlagen im Büro gesucht werden sollten oder warum die Sitzung auf nächste Woche verschoben ist oder in welchem Restaurant man sich um 19 Uhr trifft, kurz, du bist auf die unüberhörbaren Schrecknisse des Alltags gefasst - und da kramt der junge Mann sein Apparätchen aus der Tasche, meldet sich und sagt dann laut:

"Nein! - Wann? - Gestern Nacht? - Und was ist es? - Ein Bub? - So herzig! - 3 1/2 Kilo? - Und wie geht es Jeannette? - So schön! - Sag ihr einen Gruß, gell! - Wie? - Oliver? ..."

Und über uns alle, die wir in der Nähe sitzen und durch das Gespräch abgelenkt und gestört werden, huscht ein Schimmer von Rührung, denn soeben haben wir die uralte Botschaft vernommen, dass uns ein Kind geboren wurde.
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