Pressestimmen
Sie attestierte sich selbst "Gefallsucht", litt an ihrer "zerfaserten Seele" und fühlte sich zugleich "ihrer Zeit voraus." Dass sie ihr Leben zuletzt nur noch mit Hilfe von Tabletten und Alkohol zu bewältigen vermochte und nüchtern zu werden für sie bedeutete, "dass sich das Leben in eine Operation am offenen Herzen verwandelte" - davon erzählt Olaf Kraemers Romanfiktion der letzten sieben Stunden im Leben Romy Schneiders. Diskret umkreist der Text seinen Gegenstand wie eine Kamera, die immer neue Nahaufnahmen einer Künstlerin liefert, die irgendwann begonnen hatte, "in ihren Filmen zu leben und die Zeiten zwischen den Filmen mit Entziehungskuren zu überbrücken."
Das Resultat ist das eindrückliche Porträt einer großen Zerrissenen, die ihre Erinnerungen niederschreiben soll - und darüber endgültig zerbricht und stirbt. Und so endet Kraemers Bericht konsequent in den Morgenstunden des 29. Mai 1982 damit, dass die Schneider "endlich aufhören kann, sich selbst zu spielen". Peter Henning --SPIEGEL online, Vorgelesen, 3.9.2008
mdr Fernsehen, ARTOUR, 11.09.2008
"Ein feiner Balanceakt zwischen Mythos und Biografie – eine gelungene Fiktion."