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Vom Ende einer Geschichte
 
 
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Vom Ende einer Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Julian Barnes , Gertraude Krueger
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (1. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462044338
  • ISBN-13: 978-3462044331
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 106 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Julian Barnes
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wie Barnes allmählich die Selbstzensur in den Erinnerungen seines pensionierten Protagonisten Tony Webster bloßlegt, beweist seine ganze Meisterschaft." Süddeutsche Zeitung

»In Vom Ende einer Geschichte zeigt Barnes auf erstaunlich kleinem Raum, auf gerade mal 192 Seiten, ein Konzentrat seiner Kunst. Die handelt stets davon, wie vorläufig das Konstrukt ist, das man Identität nennt.« Wolfgang Höbel in Der Spiegel

»Natürlich geht es um Brüche und Lebenslügen. Um die Tricks, mit denen man sich sein Leben schön lügt. Wie Julian Barnes davon erzählt, ist beinahe hinterhältig gut. Ganz großartig, dieser kleine Roman.« WDR2

»Julian Barnes hat einen großen Roman von virtuoser Wucht geschrieben« WAZ

»Das Buch ist stilistisch vollendet – schmal, konzentriert, nachdenklich. Eine elegante Betrachtung der Frage, was wir von uns und unserer Existenz wissen können. Wie man überhaupt erkennen kann, was ein gutes Leben war oder ist, wenn doch die Erinnerung an das, was war, so trügerisch ist.« Zeit Literatur

»Ein wunderbarer Roman, der beim einzelnen Leser und auch in der literarischen Welt garantiert lange nachwirken wird.« Lesart

»Eine Art psychologische Detektivgeschichte, die sich unerhört spannend liest und auf die Selbstenthüllung und Selbsterkenntnis des Helden hinausläuft, so gnadenlos konsequent wie eine griechische Tragödie.« Sigrid Löffler, ORF

»Die Hochspannung, die von dem schmalen Werk ausgeht, verdankt sich nicht allein Barnes’ perfektem Aufbau der Geschichte, sondern ihrem psychologischen, emotionalen und moralischen Nachhall. Was hier erzählt wird, ist das Kondensat eines Lebens, das ohne größere Amplitüden geführt wurde und auf das sein Protagonist doch nur voll Reue, Wehmut und Scham zurückblicken kann.« FAZ

»Brillant, stark und bewegend«. Denis Scheck

Kurzbeschreibung

Man Booker Prize 2011 für "Vom Ende einer Geschichte".

Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen. Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet. Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erwecken plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.

Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt.


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85 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geschichte ist "die Summe der Selbsttäuschungen der Besiegten" (S.24), 6. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Ende einer Geschichte (Gebundene Ausgabe)
In seinem nicht einmal 200 Seiten dünnen Roman "Vom Ende einer Geschichte", welcher - meiner Meinung nach zurecht - in diesem Jahr den renommierten Booker Prize gewonnen hat, erzählt der Autor Julian Barnes eindrucksvoll eine Geschichte über die Reflektion der eigenen Vergangenheit und dem kritischen Umgang mit sich selbst.

Der Ich-Erzähler, Tony Webster, erinnert sich im ersten Teil des Romans an seine eigene Jugend Ende der Fünfziger, Anfang der Sechziger Jahre in London zurück. Zu Schulzeiten gesellte sich zu seinem Freundeskreis, der bis dahin mit Alex, Colin und ihm aus drei Jungen bestanden hatte, der stille, aber hoch intelligente und sehr philosophisch denkende Adrian Finn. Nach der Schule trennten sich die Wege der Jungen, Tony studierte in Bristol, Adrian bekam das Stipendium für Cambridge, und der Kontakt wurde sporadisch. Tonys erste Freundin Veronica war für ihn eine Enttäuschung. Sie manipulierte ihn, ließ ihn zappeln und schon bald war Schluss. Später eröffnet Adrian ihm, dass er nun eine Beziehung mit Veronica hat und bittet um seine Erlaubnis, worauf Tony ungehalten reagiert. Der Kontakt der beiden jungen Männer endet.
Mit nur 22 Jahren nimmt sich Adrian das Leben und hinterlässt nur einen Abschiedbrief mit hochphilosophischen Erklärungen.

Mehr als 40 Jahre vergehen, in denen Tony ein ganz normales Leben führt, heiratet, eine Tochter und ein Enkelkind bekommt, geschieden und pensioniert wird. Doch dann holt ihn die Vergangenheit plötzlich wieder ein, denn Veronicas Mutter, die er nur ein einziges Mal gesehen hatte, hat ihn in ihrem Testament bedacht: 500 Pfund und Adrians Tagebuch soll er bekommen. Da Veronica dieses aber zurückhält, ist er gezwungen sich in seinen ungenauen Erinnerungen noch einmal intensiv mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen und auch kritisch zu hinterfragen, ob er das Bild, das er all die Jahre von der Beziehung zu Veronica und von Adrians Tod hatte, wirklich richtig ist, oder ob er sich nicht vielleicht doch selbst getäuscht hat.

Berührend und voller überraschender Wendungen blickt der Ich-Erzähler auf sich selbst zurück und riss mich beim Lesen mit jeder Seite und ohne die kleinste Länge mit. Ein wirklich gelungener Roman, der einen nachdenklich stimmt und wohl noch lange in Erinnerung bleibt. Wirklich sehr lesenswert.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wenn dich die Vergangenheit einholt..., 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Vom Ende einer Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Colin, Alex, Tony und später auch Adrian - eine Gruppe pubertierender Jungen, nicht mehr Kind, aber auch noch nicht richtig erwachsen, die in von Sarkasmus und überspitzter Intellektualität geprägten Gesprächen über Literatur, Philosophie und ihren zögerlichen Erstkontakt zum schöneren Geschlecht diskutieren.
Einzig der hochbegabte Adrian scheint in allem etwas reifer zu sein, erhaben über die grundsätzlichen Verarschungen", die die anderen ihren Lehrern und dem Rest der Welt entgegenbringen.
Auch nach Ende der Schulzeit bleiben sie sporadisch in Kontakt, bis ihre Freundschaft durch eine plötzliche Tragödie ein jähes Ende findet.
Knapp vierzig Jahre später holt Tony (verheiratet, geschieden, Vater, Großvater und glücklich) seine Vergangenheit in Form eines Anwaltsbriefes und einer unerwarteten Erbschaft mit voller Wucht ein.
Plötzlich tauchen verdrängte Erinnerungen in seinem Kopf auf, unliebsame Zeugen seiner Vergangenheit und er muss alles in Frage stellen: seine Jugend, seine erste Liebe, seine Freundschaft zu Adrian und letztlich auch sich selbst...

Julian Barnes Geschichte vom Ende einer Geschichte ist eine Erzählung in ruhigen Tönen. Nicht spannungsgeladen und Nerven kitzelnd, nicht künstlich überzogen oder Aufmerksamkeit heischend.
Sie erzählt in Selbstreflexionen, Rückblenden und Begegnungen die Geschichte eines Lebens, nein, eigentlich mehrerer Leben und wie unmittelbar sie miteinander verflochten sind, sich gegenseitig beeinflussen und verändern - und wie oft man erst ganz am Ende (einer Geschichte) mit der Nase auf die Wahrheit stößt.
Oder, um es mit den Worten von Tonys Jugendliebe Angelica auszudrücken: Du kapierst wohl gar nichts, was? Hast du nie und wirst du auch nie."
Nach unzähligen Wendungen, Spekulationen, Überraschungen, Verblüffungen und Irrfahrten meiner Gedanken war ich am Ende der Geschichte angelangt - und Julian Barnes hat es, trotz dieser leisen, schleichenden Spannung, geschafft, mich mit seiner Geschichte, seiner Sprache, so gefangen zu nehmen, dass ich seiner Welt noch lange nicht entfliehen konnte.
In stilistischer Vollendung bringt der Autor die Gedanken der Protagonisten wie auch die Handlungsschübe stets haarscharf auf den Punkt. Er schreibt intelligent und anspruchsvoll, doch verfällt nie in die schwer entzifferbare, bei allzu vielen Literaten beliebte Maschinerie des ungenießbaren Schachtelsätze Konstruierens.
Ein wirklich lesenswerter, nachdenklich stimmender Roman in einer perfekten Symbiose aus Unterhaltung und Anspruch!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Leicht und schmeichelnd..., 30. Januar 2012
Von 
B. Preuschoff "preuschoff" (Buchfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Ende einer Geschichte (Gebundene Ausgabe)
...so geht dem Leser die Geschichte in den Kopf.

Schlussendlich ist es "nur" die Geschichte eines heranwachsenden jungen Mannes, mit allem, was dazugehört, der ersten Liebe, dem Freundeskreis mit den besonderen Charakteren und den vielen Erlebnissen, die man so durchmacht. Aber durch die unzähligen Wendungen, die sich aus der Erinnerung ergeben und sich dann doch nicht als wahr herausstellen, reisst die Geschichte den Leser hin und her. Von Verständnis bis Abscheu ist alles möglich über den gleichen Sachverhalt - und das in einem Fluss, der nie zu enden scheint. Darin liegt die Kunst des Erzählers.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es war nie problematisch, nie holprig, nie abgehoben - aber immer mit Tiefgang und immer berührend. Ein schönes Stück Literatur.
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