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Das Ende der Sozialen Marktwirtschaft
 
 
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Das Ende der Sozialen Marktwirtschaft [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Münchau
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG; Auflage: 1., Aufl. (24. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446405593
  • ISBN-13: 978-3446405592
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.187 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Münchau
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Was Münchau will, ist Marktwirtschaft ohne Adjektiv plus keynesianisch inspirierte Makropolitik." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12. März 2006

Kurzbeschreibung

In der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland gibt es einen Konsens: Die Soziale Marktwirtschaft ist gut. Wolfgang Münchau bricht den Konsens: Die Soziale Marktwirtschaft ist gescheitert.

In der Nachkriegszeit war sie ein leistungsfähiges System, das breiten Schichten zu großem Wohlstand verhalf. Aber in den Zeiten der Globalisierung versagt diese Marktordnung: Sie gaukelt den Menschen eine trügerische Sicherheit vor, die es so nicht mehr gibt. Ist es mit einer behutsamen Reform der Sozialen Marktwirtschaft getan? Die meisten sagen ja. Doch das wird unsere Probleme nicht lösen. Die Reformpolitik ist politisch und ökonomisch gescheitert.

6 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit 6:44 Stunden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur 10 Irrtümer? 1. Juli 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch als Gegenposition zu "Bankraub globalisiert" von Peter Haisenko gelesen um eine differenziertere Sicht zu entwickeln. Leider war es dazu völlig ungeeignet. Mir erscheint es wie der übliche Wortschwall, mit dem Sachverhalte verschleiert statt erklärt werden. Am Stil hat mich auch gestört, dass Personen, die anderer Meinung als der Autor sind bzw. deren Aussagen, einfach als dumm bezeichnet werden. Ich erwarte in einem solchen Buch dass Argumente gegenübergestellt und nachvollziehbar bewertet werden.
Bei welcher Konferenz, an welchem Ort der Autor mit wem ein Gespräch geführt hat, scheint ihm wichtig zu sein, mir jedoch nicht. Auch die, wenn auch kurzen, Abschweifungen in die Vita zitierter Personen hilft mir beim Verständnis nicht.
Was mir das Lesen des Buches dann wirklich erschwert hat, war dass auf Seite 18 Hans Tietmeyer als ehemaliger "Präsident der Deutschen Bank" bezeichnet wurde. Auf der nächsten Seite steht dann zwar auch richtig Bundesbank, aber das hat mich bezüglich der Sorgfalt des Autors skeptisch gemacht. In einer vorgetragenen Rede würde mich das als Versprecher nicht stören, aber an ein Buch stelle ich da höhere Anforderungen.
Auf Seite 49 wird das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland und China für 2007 mit "etwas über zwei Milliarden Dollar" angegeben. Das sind für Deutschland 25 Dollar pro Kopf. Also habe ich einen Fehler bei der Zehnerpotenz vermutet und beim Statistischen Bundesamt nachgesehen. Dort werden (für Deutschland) 2423 Milliarden Euro angegeben. Das sind beim aktuellen Kurs 3827 Milliarden Dollar (zum 1.7.2005 immer noch 2907 Milliarden). Mit der falschen Zehnerpotenz bzw. der Interpretation des Tausendertrennzeichens als Dezimaltrennzeichen UND der Anwendung des Kurses aus 2005 in die falsche Richtung kommt man dann tatsächlich auf etwas über 2 Milliarden.
Im Laufe des Lesens habe ich das Buch mit Fähnchen bestückt, um die vielen Stellen zu markieren, zu denen ich die angegebenen Daten noch überprüfen will, da sie mir teilweise nicht plausibel erscheinen.
Hoch gelobt wird das amerikanische System, besonders z.B. die einfache Vergabe von "Mortgages", die etwas ganz anderes sein sollen wie Hypotheken. Laut Wörterbuch ist das einfach nur die Übersetzung. "Mortgages" sind aber ganz toll, weil diese gehandelt werden. Wie toll, das findet sich heute unter dem Stichwort "Subprime-Krise", die es damals (2005/2006) natürlich noch nicht gab.
Im Ausland, insbesondere in Ländern mit dem "richtigen" Wirtschaftssystem, wie den USA, wird das deutsche System angeblich nur belächelt. Wie erklärt sich dann ein Artikel in der FAZ vom 16.01.2008 mit der Überschrift "Amerikaner kaufen sich in die Deutschland AG ein", in dem beschrieben wird, dass amerikanische, institutionelle Anleger (seit 2004) massiv in deutsche Aktiengesellschaften investieren?
Herr Münchau hat sein Ziel, "Die 10 Irrtümer der Sozialen Marktwirtschafft" darzustellen, übererfüllt. Das Buch enthält weit mehr als 10 Irrtümer. Leider werden diese aber als Tatsachen dargestellt.
Auf dieser Basis die Änderung der Verfassung und des Wirtschafssystems zu fordern, erscheint mir - vorsichtig ausgedrückt - selbstbewusst.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die meisten Bücher, die die Krankheiten des deutschen Wirtschaftssystems zu diagnostizieren trachten - meist in bester Absicht -, vermeiden es, den entscheidenden, radikalen Schritt zu fordern: die Abschaffung des Systems als Ganzes. Der deutsche Sonderweg der Sozialen Marktwirtschaft wird im Ausland ohnehin nicht verstanden und hinter vorgehaltener Hand belächelt. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass auch innerhalb der deutschen Politik viele die Grundzüge der Sozialen Marktwirtschaft nicht erläutern können. Kein Wunder also, wenn häufig die neuesten Reformen bald wieder reformiert werden müssen. Wolfgang Münchau verfügt als Europa-Kolumnist und langjähriger Auslandskorrespondent der "Financial Times" über die Fähigkeit zur internen wie externen Begutachtung. Vor ihm legte noch niemand derart dezidiert dar, dass die Soziale Marktwirtschaft nicht reformiert, sondern nur als Ganzes abgeschafft werden kann. Die entscheidende Frage ist nur: Wie? Hier bietet Münchau schlüssige, überraschende, auch zum Widerspruch reizende Ansätze. Das Buch ist äußerst empfehlenswert für alle, die an einem "Big Picture" des deutschen Wirtschaftssystems interessiert sind, meinen wir.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Freie statt Sozialer Marktwirtschaft

Der Autor zeigt in seinem Buch, dass die Soziale Marktwirtschaft weder sozial noch eine Martwirtschaft ist. Sie ist vielmehr ein deutscher Sonderweg und muss zu Gunsten einer freien Marktwirtschaft aufgegeben werden. Das ist jedoch schwiereig, weil sie im Grundgesetz verankert ist.

Man erfährt, dass im Gegensatz zum Erfinder der Sozialen Marktwirtschaft (Eucken) sein Kollege Hayek international bekannt ist (Nobelpreisträger der "neoliberalen" Universität Chicago). Die Soziale Marktwirtschaft hat demnach sehr wohl eine philosophische, aber leider keine ökonomische Grundlage.

Der Autor beschreibt die Soziale Marktwirtschaft als "rheinischen Kapitalismus". Die damit verbundene Klüngelwirtschaft zwischen Banken, Industrie, Verbänden und Politik müsse abgeschafft werden. Das bedeutet vor allem:

- Privatisierung der Volksbanken, Sparkassen und Landesbanken

- Entmachtung des Arbeitsmarktes (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände)

- Abschaffung der paritätischen Mitbestimmung bei AGs (nicht: Abschaffung der Betriebsräte)

Danach ist es möglich, Kapital- und Gütermärkte im Sinne eines mündigen Bürgers zu deregulieren und das Arbeitsrecht zu flexibilisieren. Das hat zur Folge, dass die Spielräume für Geld- und Fiskalpolitik wieder größer werden.

Der Autor fordert darüber hinaus, die Geldpolitik der EZB zu ändern. Die von ihr verwendete Geldmengensteuerung wurde demnach inzwischen auch vom Erfinder des Monetarismus, Milton Friedman, als nicht durchführbar erkannt. Der Autor wünscht sich eine antizyklische Finanzpolitik und eine mehr auf die Konjunktur reagierende EZB (analog zur amerikanischen Notenbank).

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen Vergleich zwischen freier und Sozialer Marktwirtschaft sucht. Darüber hinaus erfährt man, dass eine freie Martkwirtschaft sehr sozial sein kann. Die ökonomischen Überlegungen sind stichhaltig und werden durch Zitate anerkannter Wirtschaftswissenschaftler belegt. Den Punktabzug gibt es für die Forderung nach einem Mindestlohn aus sozialstaatlichen Gründen; dieser ist mit einer wirklich freien Marktwirtschaft nicht vereinbar.
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