Ich habe noch nie einen Roman gelesen, der Junkie-sein, Heroin, Sucht so treffend darstellt. Burroughs´ Helden sind Männer und irgendwie weit weg. Anna, die Heldin dieses Romans, ist aber eine Frau von heute, eine, die die Hippiezeit in London miterlebte, damals Junkie wurde, die es schaffte, clean zu werden, die klug, sympathisch, fantasievoll und echt ist. Man erlebt ihre Geschichte mir ihr mit und kann das Buch nicht aus der Hand legen, bevor man nicht weiß, wie es ausgeht. Es zieht einen rein und wird immer noch spannender. (Ex)Userinnen werden sich garantiert mit Anna identifizieren können. Aber auch die Männer, die ich kenne, haben "Ende der Nacht" verschlungen. Und Leute, die keine Ahnung von Heroin und Co haben, haben mir gesagt, sie haben jetzt zum ersten Mal begriffen, was Sucht ist. Ein Buch für alle also. Und so ein tolles Buch!