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Ich kenne die Empyrean Isles seit mehreren Jahren. Irgend etwas hat micht immer an ihr gestört, ich war mir aber nicht sicher was. Heute kann ich es glaube ich konkretiseren. Es sind Herbies Mitspieler, bzw. auch die fehlenden Mitspieler.
Zum eine ist da Freddie Hubbard. O.k., ich bin voreingenommen und wohl nicht sein größter Fan. Trompetenspiel ist für mich zunächst mal Miles Davis, und dann vielleicht irgendwann Chet Baker ... mit Freddie bin ich noch nie klargekommen. Auf der Maiden Voyage spielt Freddie ja auch, aber dezent. Auf der Empyrean Isles ist das anders, dort dominiert er die ersten beiden Stücke. Wohl deshalb sind sie einfach nicht mein Fall.
Die zweite Besonderheit ist das fehlende Saxophon.
Das Ergebnis sind zunächst zwei Titel, die mir wenig geben (One Finger Snap, Oliloqui Valley). Leider gibt es die sogar noch als alternate take, wodurch die platte insgesamt leidet.
Hörenswert - und sogar zur Pflichtaufnahme - wird die Scheibe aber durch die anderen beiden Titel. Cantaloupe Island kennt eh jeder (war das nicht die Anfangsmelodie bei Willemsen?). Und auch The Egg hat Repertoirewert. Starke Anklänge an free jazz, aber das in einer Weise die auf der Nicht-Free-Jazzer mögen wird.
Ergo: Die Original-LP hatte eine schwache A- und eine starke B-Seite. Die CD ist genau so, nur hat sie (wegen der alternate takes) die schwache A-Seite gleich doppelt.
Wegen Cantaloupe Island aber in jeden Fall sammelwürdig.
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