Vor einigen Monaten hörte ich G. Theunissen auf einem Vortrag über Empowerment. Der Vortrag hatte mir sehr gefallen, weshalb ich gespannt auf sein neues Buch zum Empowerment wartete. Er hatte es schon angekündigt, aber es kam erst vor wenigen Wochen auf den Markt. Das Warten hat sich aber absolut gelohnt. Ein tolles, sehr umfangreiches, aber verständlich geschriebenes Buch, das wie ein Einführungsbuch für die Arbeit mit behinderten Menschen (vor allem für Menschen mit Lernschwierigkeiten d. h. geistiger Behinderung) angelegt ist, sehr informativ. Was Empowerment bedeutet, ist mir im ersten Kapitel sehr deutlich geworden; auch wie wichtig es ist, People First zu unterstützen und in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern Empowermentprozesse zu unterstützen, in Kitas, Schulen, in der Erwachsenenbildung, im Bereich von Arbeit oder in Bezug auf 'inklusives Wohnen'. Was mir vorher nicht so klar war, ist, dass auch Eltern in Bezug auf Empowerment eine wichtige Rolle spielen und dass sie wohl in den USA eine der treibenden Kräfte für Empowerment behinderter Schüler waren. Auch darüber habe ich im Buch viel Wissenswertes erfahren. Mir ist jetzt klar, dass Empowerment zu den wichtigsten Prinzipen der Behindertenarbeit zählt, wenn nicht sogar mit am wichtigsten ist. Nach Meinung von Theunissen zusammen mit Inklusion.
Das Buch sollte für alle, die Geistigbehindertenpädagogik studieren, mit behinderten Mesnchen arbeiten oder auch für Behindertenhilfe und Behindertenpolitik zuständig sind, eine Pflichtlektüre sein. Ich habe nach diesem Buch verstanden, worum es heute in der Behindertenhilfe geht.