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Das umfangreiche Grundlagenwerk von Andreas Diekmann informiert über Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen, Probleme und Methoden der empirischen Sozialforschung. Im Gegensatz zu Lehrwerken für andere Wissenschaftsbereiche werden hier z.B. auch das Werturteilsproblem thematisiert und durchaus erhellende Exkurse etwa in die Geschichte (Stichwort: Politische Arithmetik) geboten. Im Vordergrund steht jedoch das fundierte Wissen um Vor- und Nachteile von Querschnitts-, Panel- und Kohortenstudien sowie den vielen anderen Varianten sozialwissenschaftlicher Datenerhebung und -verarbeitung. Die meisten Studierenden dieses Bereichs dürften dankbar sein, dass Ihnen keine mathematischen Kunststücke abverlangt werden und sie Schritt für Schritt mit den verschiedenen Untersuchungsdesigns vertraut gemacht werden.
Wermutstropfen des Bandes bleibt, dass Lehrbücher in Sachen Didaktik inzwischen oft ein anderes Niveau erreichen. Hier finden wir im Wesentlichen durch kleine Statistiken und Schaubilder unterbrochenen Fließtext ohne weitere Strukturierung. Dabei haben empirische Studien doch längst belegt, wie der Lernerfolg von Studierenden etwa durch Merksätze, Wiederholungsfragen, Musterlösungen und dergleichen deutlich gesteigert werden kann?! --Henrik Flor
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein gutes Lehrbuch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen (Taschenbuch)
Der Schüler, der im Rahmen einer Projektwoche in einer Fußgängerzone eine Umfrage zum Fernsehverhalten der Bürger machen soll, braucht dieses Buch sicher nicht. Es sei denn er will den Sinn seiner Umfrage vollkommen anzweifeln. Der Schüler würde ob der Vielschichtigkeit und der Höhe der Ansprüche an empirische Sozialforschung einfach verzweifelt aufhören. Diekmann hat ein astreines Lehrbuch für den wissenschaftlichen Bereich vorgelegt, der kritisch die wichtigsten Methoden der empirischen Sozialforschung vorstellt und betrachtet. Dem Studenten sozialwissenschaftlicher Disziplinen kann es wichtiges Basiswissen mitgeben. Diekmann gibt sich Mühe mit seinen Lesern. Die ersten 150 Seiten sind leicht lesbar, flüssig, abwechslungsreich, ja sogar spannend geschrieben, ständig aufgelockert mit anschaulichen Beispielen. Doch nachdem die Grundlagen gelegt sind wird deutlich daß es sich um ein wissenschaftliches Thema handelt und auch für Diekmann wird es zunehmend schwerer den Leser zu fesseln. Trotzdem hat man noch mehr Spaß als bei vergleichbaren Lehrbüchern. Das Buch ist gut strukturiert. Sämtliche Grundlagen werden im ersten Teil vermittelt, die drei folgenden beschreiben die Phasen der Durchführung einer Untersuchung ausführlich. Doch was wie ein großer Vorteil aussieht kann sich als Nachteil herausstellen. Wenn den Leser die Lust vorzeitig verläßt, helfen auch die vielen Beispiele und Anekdoten nicht weiter. Und eben diese Ausführlichkeit zeigt ihre Schattenseiten: man kann nicht einfach weiter hinten weiterlesen, da fast alles aufeinander abgestimmt ist. Zum späteren Nachlesen eignet es sich aber trotzdem. Vor allem wenn man nicht nur nachschlagen sondern auch wiederholen will. Insgesamt ist dieses Lehrbuch vor allem für Studenten empfehlenswert, aber auch im außerakademischen Bereich können sich Anwendungsfelder ergeben, wenn ein Lehrbuch gesucht wird, auf Basis dessen sich umfassende Kenntnisse im Bereich der Methoden der empirischen Sozialforschung im Selbststudium beigebracht werden sollen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Freund in der Methodenausbildung - aber Vorsicht!,
Von Mr.Plow (New York / Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen (Taschenbuch)
Die "Methoden der empirischen Sozialforschung" gelten gemeinhin als die trockenste und unbeliebteste Teildisziplin der universitären Sozialwissenschaften. Sie zu beherrschen ist obligatorisch und kann sogar in der Praxis sehr reizvoll sein! Umso erfreulicher ist es mit diesem Lehrbuch von Andres Diekmann, einen komprimierten und äußerst erfrischenden Einstieg in die verschmähten Methoden zu bekommen.Dabei richtet sich das Buch vor allem an Sozialwissenschaftler im Grundstudium, Nebenfächler aller Studiengänge, sowie interessierte Außenstehende. Auf gut 600 Seiten werden alle wesentlichen Teile des Forschungsprozesses griffig und einseigerfreundlich dargestellt. Fachtermini werden nur eingeführt, wenn es nötig ist, und dann entsprechend auch erklärt. Außerdem werden alle Themen an Beispielen plausibilisiert und damit Von der Forschungslogik, über die Datenerhebung, bis zur Statistik, werden wesentliche Bereiche der empirischen Sozialforschung analog vieler Einführungsveranstaltungen erklärt. So ist es möglich (und empfehlenswert) parallel zur Methodenausbildung die entsprechenden Themen vor- oder nachzuarbeiten. Ansonsten ist der Diekmann nicht zuletzt aufgrund seines Wertes als Nachschlagewerk unter Studierenden sehr beliebt. Der Einführungscharakter hat allerdings auch seinen Preis! Nicht jedes Verfahren wird tiefgründig genug behandelt. Manche - wie z.B. die Transkription oder hermeneutische- und qualitativ-inhaltsanalytische Verfahren - fehlen ganz. Im Hauptstudium der Sozialwissenschaften könnte der Diekmann schnell an seine Grenzen stoßen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem schnellen und fundierten Zugang zu den wesentlichen (meist quantitativen) Methoden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Keine Lektüre für absolute Beginner,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen (Taschenbuch)
Sorry, tut mir leid, daß ich nach den ziemlich positiven Vorgängerrezensionen doch ein paar negative Aspekte beizutragen habe. Zur Einführung in die empirische Sozialwissenschaft ist das Lehrbuch meiner Meinung nach zu wenig strukturiert. Es stimmt zwar, daß zahlreiche Beispiele und die Beschreibung diverser Experimente der besonderen Illustration dienen, doch gerade in den Anfangskapiteln werden häufig Begriffe vorausgesetzt, die erst in späteren Kapiteln genauer erklärt werden. Auch verteilen sich Inhalte zu bestimmten Themen über das ganze Buch, so daß man gar nicht die Illusion haben brauch', man könne nur die relevanten Kapitel lesen. Es ist wirklich notwendig, sich die kompletten 600 Seiten anzutun, um einen gewissen Überblick zu bekommen. In der Tat kenn' ich auch kein besseres Buch über die Methoden der Sozialforschung, aber das erhebt ja den Diekmann noch lange nicht zur Perfektion. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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