15.02.2002 / Die Woche: Grenzenlose Weltmacht "Die Autoren beschreiben, wie sich die Macht im globalisierten Kapitalismus ordnet, nachdem der Staat seine zentrale Rolle verloren hat."
18.03.2002 / Falter: "Verzweifeln Sie nicht!" "Nicht allen wird bewusst werden, dass sie soeben auf sanfte Weise zur Weltrevolution aufgerufen worden sind."
18.03.2002 / Die Tageszeitung: "Es herrscht noch zu wenig Globalisierung" "
Empire ist der ehrgeizige Versuch, die neue Form der Herrschaft des Kapitalismus in den Zeiten der Globalisierung herauszuarbeiten."
zum TAZ-Interview mit Michael Hardt und Antonio Negri
20.03.2002 / Frankfurter Rundschau: Globalisiering durchs Fernrohr der Renaissance "Ein tiefenscharfer Panoramablick auf eine so noch nie gesehene, überwältigende politische Landschaft."
20.03.2002 / Jungle World: Hier kommt der Masterplan "Negri/Hardt. Das hört sich an wie Deleuze/Guattari, Lennon/McCartney, Adorno/Horkheimer oder wie sagen wir es doch gleich Marx/Engels."
21.03.2002 / Die Zeit: Eín überaus gefräßiges Ungeheuer "Es ist nicht übertrieben,
Empire eine grandiose Gesellschaftsanalyse zu nennen, die unser Unbehagen bündelt und konzentriert."
22.03.2002 / Die Welt: Die Globalisierung der Freiheit "Eine Theorie-Bibel der Globalisierungskritik, die unter Jungakademikern kultische Verehrung genießt."
22.03.2002 / Berliner Zeitung: Heißer Antiimperialismus "Bevor hierzulande überhaupt jemand darin gelesen hat, hat sich
Empire als der heißeste Scheiß auf dem Theoriesektor durchgesetzt."
22.03.2002 / Süddeutsche Zeitung: Michael Hardt in der Volksbühne "
Empire ist epochal im Anspruch, furios im Stil, hellsichtig im Urteil."
22.03.2002 / Der Tagesspiegel: Die Geburt des utopischen Realismus "Der erste große philosophische Versuch über die Globalisierung."
23.03.2002 / Die Tageszeitung: Die Geister, die sie riefen "Mit ihrer Arbeitsweise reihen sich Hardt/Negri selbstbewusst in die Ahnengalerie der Theorieproduktionspaare ein: Marx/Engels, Adorno/Horkheimer und Deleuze/Guattari."
24.03.2002 / Welt am Sonntag: "Ich fordere eine Revolution" "Antonio Negri und Michael Hardt haben die derzeit meistdiskutierte Gesellschafts-Analyse verfasst [...] Das Werk wurde zur Bibel der Globalisierungsgegner."
25.03.2002 / Süddeutsche Zeitung: Ein Weltreich für alle Menschen "Eine grandiose Analyse des Kapitalismus im 19. und 20. Jahrhundert und brillant entwickelte Argumentationslinien."
26.03.2002 / Financial Times Deutschland: Was wollen die Globalisierungsgegner? "Vor über 25 Jahren rief Jean-Francois Lyotard das Ende aller umfassenden Weltdeutungen aus. Doch mit
Empire kehrt die Großtheorie zurück."
26.03.2002 / netzeitung.de: Neue Ordnung ohne Grenzen "Hardt und Negris Theorie ist weit weniger statisch und viel hoffnungfroher als das meiste, das in den letzten Jahren über die neue Weltordnung veröffentlicht wurde."
zum Artikel
05.04.2002 / Freitag: Deleuziös und guattaresk "Die poppige Konstruktionsweise des Textes ist originell: Lasst tausend Theoriesplitter sprechen."
06.04.2002 / Neue Zürcher Zeitung: Das "Empire" und die "Wobblies" "
Empire läßt sich als Versuch lesen, Marxist in postmarxistischer Zeit zu bleiben."
13.04.2002 / Die literarische Welt: Schön war die Zeit "Hardt und Negri verschmelzen Deleuze/Guattari mit Marx und wenden die Postmoderne ins Soziale."
13.04.2002 / Die literarische Welt: Kommt endlich aus den Schützengräben! "
Empire ist ein raunendes Welterklärungswerk, das den (Post-)Marxismus gegen die Komplexität der Wirklichkeit erretten will, ein letzter 'Großer Wurf' im Stil der Meisterdenker der Linken."
Matthias Horx18.04.2002 / Die Zeit: Die Redaktion empfiehlt "Ein anregender, viel diskutierter Versuch, die Globalisierung und ihre Folgen auf den Begriff zu bringen."
26.04.2002 / Intro: Die Ordnung der Welt "Ein helles Buch."
30.04.2002 / Junge Welt: Wer sind wir? "
Empire knallt wie ein gewaltiger Johnny-Cash- Song, es ist von römischer Wucht und erzählt von Leidenschaft, Hoffnung, Tod und Tragik im globalisierten Spätkapitalismus."
01.05.2002 / Spex: Neues aus der Zwischenwelt "Das ist ein Buch, was ich natürlich gleich, als es rauskam, gekauft habe. Und dann hat mich das sehr begeistert [...] Die Begriffsfindung für den gegenwärtigen Zustand, in dem sich die Welt befindet, als
Empire, hat mich halt, ich würde am ehesten sagen: geflasht. Weil es wahnsinnig gut gedacht ist."
Dirk von Lowtzow,
Tocotronic01.05.2002 / Literaturen: Das neue ABC des Kommunismus "Ein Versprechen des Glücks im politischen Kampf."
23.05.2002 / Basler Zeitung: Ein optimistisches Plädoyer für dieì "Demokratie in Aktion" "Ein anderes Leben für alle ist möglich. So der sympathische Grundton des Buches."
23.05.2002 / Die Zeit: Biomacht und Kommunismus "Seit vielen, vielen Jahren hat keine Großtheorie mehr derart eingeschlagen wie Empire [...] Als der Campus Verlag die deutsche Ausgabe in Berlin vorstellte, kamen Hunderte junger Leute in den Roten Salon der Volksbühne, um Michael Hardt zu sehen. Seit Herbert Marcuses Auftritt Ende der Sechziger an der FU, seit Michel Foucaults Erscheinen Ende der Siebziger auf dem Tunix-Kongress, seit den Vorträgen Judith Butlers in den Neunzigern hat es ein vergleichbares Radical-Chic-Happening nicht mehr gegeben, in dem
24.05.2002 / Frankfurter Allgemeine: Globalisierungskritik als Lebensgefühl "
Empire ist ein linkes Manifest des positiven Denkens."
28.05.2002 / Badische Zeitung: Gespenst der Globalisierung "Eine Theorie über die Welt, in der wir leben. Die Sprachlosigkeit der Linken hat ein Ende."
01.06.2002 / Bilanz: Neue Utopie "Der intelligente Versuch, die marxsche Analyse des frühen Kapitalismus fortzuschreiben."
01.06.2002 / Konkret: Negris Empire "Eine Nominierung für den Literatur-Nobelpreis wäre angebracht."
16.06.2002 / Der Tagesspiegel: Der Sieg der Multitude "Was an dem Buch fasziniert,ist nicht nur sein enormer Gedankenreichtum, sondern die unverkennbare Lust, die Dimension des Utopischen mit der des Realistischen zu versöhnen."
17.06.2002 / Berliner Zeitung: "Empire" von Antonio Negri und Michael Hardt "Coole Typen, flotte Thesen."
27.06.2002 / Hannoversche Allgemeine Zeitung: Revolutionäre Lesebändchen "Ein intellektueller Befreiungsschlag nach Jahren des theoretischen Stillstands."
03.07.2002 / Jungle World: Kommunistisches Manifest, Cyberpunk, Bluff? "Das Buch wird so rege diskutiert, weil es die großen Entwicklungen der Welt in der Tendenz plausibel und systematisch zu deuten und in einen übergreifenden kritischen Diskurs zu stellen vermag."
06.07.2002 / Süddeutsche Zeitung: Globalisierung "Die neue Theorie-Hoffnung unter der Linken."
15.07.2002 / Die Welt: Die Globalisierung und ihre Gegner "Das Buch hat inhaltlich und psychologisch einen Nerv getroffen."
15.07.2002 / Der Spiegel: Dada im Netzwerk "Toni Negri ist ein wahrer Meister des kritischen Diskurses."
17.07.2002 / Deutschlandradio: Empire "
Empire ist eine der umfassendsten und gründlichsten Analysen der modernen politischen Kulturgeschichte."
31.10.2002 / Rheinischer Merkur: Marx läßt grüßen "Selten zuvor hat ein so schwer verständliches Buch so viel Furore gemacht."
06.11.2002 / Die Tageszeitung: "Wir sind immer noch nicht globalisiert genug" "Gleichsam über Nacht wurde Michael Hardt zu einem Star der globalen Intellektuellenszene."
18.11.2002 / Das politische Buch: Eine bedenkenswerte Provokation "Das Buch ist in seiner ideologischen Zuspitzung eine Provokation. Dessen ungeachtet ist es ein wichtiger Beitrag zur Globalisierungsdebatte."
28.12.2002 / Die Welt: Literaturkalender 2002 "Lyrische Ekstase."
23.01.2003 / Facts: »Die Reichen verteilen Almosen« "Negris Buch gilt als Anti-Globalisierungsbibel."
Empire - Die neue Weltordnung im globalen Kapitalismus Der Theorie-Bestseller erscheint endlich auf deutsch Empire, die fundamentale Gegenwartsanalyse von Michael Hardt und Antonio Negri erschien 2000 bei Harvard University Press und erregte international Aufsehen und große Beachtung. The "next big theory" jubelte die New York Times, die "theoretische Stimme der Globalisierungsgegner" urteilte die Frankfurter Rundschau, "Pflichtlektüre der Linken" meinte die Neue Zürcher Zeitung. Der Philosoph Slavoj Zizek bezeichnete das Werk als "Kommunistisches Manifest unserer Zeit", der amerikanische Marxist Frederic Jameson hält es für "die erste große theoretische Synthese des neuen Milleniums" und die FAZ sieht "die Globalisierungsdiskussion auf eine neue Stufe gehoben."
Mit dem Begriff Empire beschreiben Michael Hardt und Antonio Negri eine ökonomisch, kommunikativ und politisch vernetzte globale Ordnung ohne Grenzen und Zentrum - die Globalisierung kennt kein "Außen". Die Phase des Imperialismus und der Nationalstaaten ist zu Ende, denn der Imperialismus ist als Herrschaft der kapitalistischen Staaten über ihre Außenwelt auf klare Grenzen angewiesen. Im Zeitalter der Globalisierung kann der Kapitalismus nicht weiter expandieren, weil es keine Außenwelt mehr gibt: Macht und Herrschaft sind innerhalb der neuen Weltordnung räumlich entgrenzt. Die Autoren haben ihr nicht umsonst den alten Namen "Reich", "Empire" gegeben. Ein Reich ist definiert durch unklare Grenzen und durch den Einschluss mehrerer Völker und Stämme. Die Autoren diagnostizieren für die Gegenwart eine ähnliche Struktur: Empire ist ein weltumspannendes dezentralisiertes Netzwerk aus Institutionen, Medienkonzernen, informellen Organisationen - und nicht zuletzt den Arbeitern und Unterdrückten.
Wenn der Begriff Empire für eine neue globale Form der Herrschaft steht, deren Logik nicht nationalstaatlichem Größenwahn folgt, stellt sich die Frage, auf welche Weise Macht im Empire ausgeübt wird. Die Antwort führt zum zweiten großen Schlüsselbegriff der Theorie: Biopower. Hardts und Negris Konzept der Biopolitik und Biomacht ist an Foucault und Deleuze angelehnt. Macht tritt den Beherrschten im Empire nicht nur als etwas Externes (Verwaltung, Polizei, Armee etc.) entgegen, sondern wird in den Körpern, Gehirnen, Seelen und Affekten der Menschen selbst produziert. Die weltweite Verinnerlichung von Herrschafts- und Machtlogiken garantiert so auf fatale Weise die soziale Kontrolle der Subjekte im Empire.
Doch das allumfassende biopolitisch kontrollierte Machtgebilde ist nicht unverwundbar. Da alle Organisationen im Begriff sind, sich von Hierarchien zu dezentralisierten Netzwerken zu wandeln, kann man das Netz auch an jeder Stelle kappen, erläutern die Autoren optimistisch und selbstbewusst. Insofern ist Empire ein Buch, das die Globalisierung nicht als Menetekel an die Wand malt, sondern als ein neues Kapitel der Weltgeschichte begreift, in dem die Vielen durchaus eine Chance haben, nicht als Verlierer dazustehen. So verorten die Autoren in den neuen Arbeitswelten, wo intellektuelles Wissen und die Hoffnung auf Veränderung zusammenfließen können, eine Art neues "Proletariat". Von dort aus entwickeln Hardt und Negri den Gedanken der Vielheit ("multitude") der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft und besseren Welt sucht.