Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 8,00

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Empörung: Roman
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Empörung: Roman [Gebundene Ausgabe]

Philip Roth , Werner Schmitz
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 4 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Marcus „Markie“ Messner ist ein armer Kerl. Der Spross einer jüdischen Einwandererfamilie in Newark liebt seinen Vater über alles, und hat wegen ihm sogar das blutige Handwerk des koscheren Schlachtens erlernt. Aber dann beginnt der Vater zu klammern, zu bespitzeln, seinen Sohn in seiner Freiheit einzuengen – und treibt Marcus Messner gerade dadurch in die böse Welt hinaus, vor der der Metzger ihn doch hatte bewahren wollen...

Um der Vaterliebe und dem Korea-Krieg zu entgehen, flieht Markie in die Obhut eines christlich-konservativen Internats im Mittleren Westen. Hier lernt er die Liebe in Gestalt einer verstört-verstörenden Kommilitonin und eines unzüchtigen Blowjobs kennen. Aber er erfährt auch die miefige Enge und den Antisemitismus der Provinz, der sich in judenfeindlichen Witzen entlädt. Als Markie sich durch seine dezent aufmüpfigen Empörung gegenüber der Leitung verdächtig macht und sich der Pflicht der wöchentlichen christlichen Andacht durch einen Stellvertreter entzieht, wird er entlassen in die Welt, sprich: in den Krieg im fernen Korea, wo er mit einem langen Messer abgeschlachtet wird – getreu dem Motto seines Metzgervaters, dass im Leben „der kleinste Fehler tragische Auswirkungen haben kann“.

Als wir den Ich-Erzähler Markie des Romans Empörung von Philip Roth kennen lernen, ist er bereits auf dem Schlachtfeld gestorben. Wie Roth eher beiläufig erwähnt, wird uns die Geschichte aus dem Jenseits präsentiert. Das ist nur einer der grandiosen Erzähltricks dieses kleinen, aber feinen Romans. Er gehört vielleicht nicht zu den besten Büchern dieses Autors von seltener literarischen Größe. Aber besser als das meiste, was heute so auf den Markt kommt, ist es allemal. -- Stefan Kellerer

kulturnews.de

Impotenz, körperlicher Verfall und die Angst vorm nahen Tod: Während es in den letzten Werken von Philip Roth um die Schrecken des Alters ging, kehrt der 75-jährige Autor mit seinem 29. Roman noch einmal zu einem jugendlichen Helden zurück. "Empörung" ist eine Coming-of-Age-Geschichte aus den 50er-Jahren. Mit 19 flüchtet der jüdische Metzgerssohn Marcus Messner vor seinem überfürsorglichen Vater an ein christliches College im Mittleren Westen. Hier leidet er unter den Vorurteilen gegenüber Juden und verliebt sich in eine psychisch labile Kommilitonin. Schon nach kurzer Zeit wird er wegen religiöser Streitereien von der Schule verwiesen und endet im Koreakrieg. Nicht nur mit sprachlicher Perfektion unterstreicht Roth erneut seinen Anspruch auf den schon so lange verwehrten Nobelpreis. "Empörung" ist auch grandios komponiert: 57 Jahre nach seinem Tod lässt Ich-Erzähler Marcus Messner die spektakulären Ereignisse noch einmal Revue passieren. Und damit empfieht sich der schwarzhumorige Roman auch als Parabel auf jüngere amerikanische Geschichte. (cs)

Pressestimmen

"Ein neues Meisterwerk des großen amerikanischen Erzählers." Jacques Schuster, Die Welt, 27.06.09

"Ein furioser Roman." Der Spiegel, 02.02.09 "Roths Bücher strotzen vor Intelligenz, sie sind voll narrativer Ironie, sie haben Drive. Das alles ist in den 200 Seiten von "Empörung" noch einmal in bewundernswerter Weise enthalten." Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau, 04.02.09 "... gleicht einem Nachruf auf die Ära Bush - dicht gefügt wie eine klassische Novelle und unaufhaltsam wie eine Schicksalstragödie." Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 04.02.09 "Zwei Jahre, 200 Seiten, das ist kurz, aber da ist alles drin." Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau, 04.02.09 "Philip Roth schreibt mit 75 Jahren besser denn je. Einmal mehr gelingt es ihm, in einer Nußschale ein typisch amerikanisches Milieu in all seinen Facetten darzustellen. " Manfred Pabst, Neue Zürcher Zeitung, 01.02.09 "Mit welcher Wut, welcher Empörung Roth da wieder anschreibt gegen die Welt ..." Elmar Krekeler, Welt am Sonntag, 01.02.09 "Dieser Roman ... hat die Energie, die Frische, ja nicht zuletzt die Empörung eines großen Erzählers in seinen besten Jahren. Und dazu den Witz." Uwe Wittstock, Die Welt, 07.02.09 "Philip Roth auf der Höhe seiner Kunst! ... Man kann in diesem subtil gewebten Meisterwerk eine Parabel auf die Ära von George W. Bush sehen, eine grandiose Reprise von "Portnoys Beschwerden" oder einfach den großen Roman eines Meisters, der im Alter nicht vergessen hat, wie es sich anfühlt, jung zu sein." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.09

Kurzbeschreibung

Er ist jung, anständig und fleißig, er revoltiert ein einziges Mal: Marcus Messner beginnt 1951 sein Studium am College in Ohio. Während der Koreakrieg ins zweite Jahr geht, durchlebt Marcus eine Geschichte, die von Unerfahrenheit handelt, von Widerstand, Sex, Mut - und vom Tod. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor

Philip Roth wurde 1933 in Newark, New Jersey, geboren. Für sein Werk wurde er mit allen bedeutenden amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Jahre 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Goldmedaille für Belletristik, die alle sechs Jahre für das Gesamtwerk eines Autors verliehen wird. 2006 wurde Philiph Roth mit dem "Pen/Nabokov-Preis" ausgezeichnet, 2007 erhielt er den "Saul-Bellow-Preis" des Schriftsteller-Verbands, 2009 den "Welt"-Literaturpreis und 2011 wurde er mit dem "Man Booker International Prize" ausgezeichnet.Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Haben Sie das Gefühl, Sie könnten hier Probleme bekommen?« fragte der Dean.
»Nein, Sir. Habe ich nicht, Sir.«
»Wie läuft es für Sie im Unterricht?«
»Gut, glaube ich, Sir.«
»Die Kurse bringen Ihnen alles, was Sie sich erhofft haben?«
»Ja, Sir.«
Strenggenommen stimmte das nicht. Für meinen Geschmack waren die Lehrer entweder zu förmlich oder zu leutselig, und in diesen ersten Monaten auf dem Campus hatte ich noch keinen gefunden, der mich so fasziniert hätte wie die, die ich am Robert Treat gehabt hatte. Die Lehrer am Robert Treat pendelten fast alle die zwölf Meilen von New York City nach Newark zur Arbeit, sie schienen mir voller Tatendrang, und jeder hatte eine Meinung – manche vertraten trotz des herrschenden politischen Drucks entschieden und unverblümt linke Ansichten –, und davon sah ich bei diesen Leuten im Mittelwesten nichts. Zwei meiner Lehrer am Robert Treat waren Juden, schwärmerisch auf eine mir durchaus nicht unvertraute Weise, aber selbst die drei, die keine Juden waren, redeten viel schneller und aggressiver als die Lehrer in Wines-burg und brachten aus dem Tohuwabohu auf der anderen Seite des Hudson eine Haltung mit ins Klassenzimmer, die ausgeprägter und härter und insgesamt viel vitaler war und sie auch nicht unbedingt davon abhielt, ihre Aversionen offen zu zeigen. Nachts im Bett, wenn Elwyn in der Koje über mir schlief, dachte ich oft an diese großartigen Lehrer, die ich dort zum Glück gehabt hatte, die ich heftig verehrt hatte und die mich zum erstenmal mit echtem Wissen bekannt gemacht hatten; und ich dachte mit unerwartet liebevollen Gefühlen, die mich beinahe übermannten, an meine Freunde aus der Baseballmannschaft, etwa an meinen italienischen Kumpel Angelo Spinelli, die jetzt alle für mich verloren waren. Am Robert Treat hatte ich nie das Gefühl gehabt, es gebe irgendeine althergebrachte Lebensweise, die alle am College zu bewahren suchten, während sich mir in Winesburg genau der gegenteilige Eindruck aufdrängte, wann immer ich die Fans dort die Vorzüge ihrer »Tradition« preisen hörte.
»Haben Sie ausreichend Kontakte?« fragte Caudwell. »Kommen Sie dazu, andere Studenten kennenzulernen?«
»Ja, Sir.«
Ich wartete, dass er mich aufforderte, ihm alle aufzuzählen, die ich bisher kennengelernt hatte, und nahm an, er werde sich die Namen auf dem Notizblock vor ihm notieren – auf dem oben bereits in seiner Handschrift mein Name stand –, um sie dann in sein Büro zu bestellen und herauszufinden, ob ich die Wahrheit gesagt hatte. Er nahm aber nur eine Karaffe von dem kleinen Tisch neben seinem Schreibtisch, schenkte ein Glas Wasser ein und reichte es mir.
»Danke, Sir.« Ich nippte nur daran, um mich bloß nicht zu verschlucken und einen Hustenanfall zu bekommen. Und dann errötete ich heftig, als mir klar wurde, dass er schon aus meinen ersten Antworten geschlossen haben musste, was für einen trockenen Mund ich hatte.
»Dann scheint das Problem nur darin zu bestehen, dass Sie ein wenig Schwierigkeiten haben, sich in die Situation im Wohnheim einzuleben«, sagte er. »Stimmt das? Wie ich in meinem Brief geschrieben habe, macht es mir Sorgen, dass Sie in den ersten Wochen Ihres Aufenthalts hier bereits drei verschiedene Zimmer bewohnt haben. Können Sie mir mit eigenen Worten schildern, wo die Schwierigkeiten zu liegen scheinen?«
In der Nacht zuvor hatte ich mir eine Antwort zurechtgelegt, denn ich wusste ja, dass es bei dem Gespräch vor allem um meinen neuerlichen Umzug gehen sollte. Nur konnte ich mich jetzt nicht mehr erinnern, was ich hatte sagen wollen.
»Könnten Sie Ihre Frage wiederholen, Sir?«
»Beruhigen Sie sich, junger Mann«, sagte Caudwell. »Nehmen Sie noch einen Schluck Wasser.«
Ich gehorchte. Man wird mich aus dem College werfen, dachte ich. Weil ich zu oft umgezogen bin, wird man mich auffordern, Winesburg zu verlassen. Darauf läuft das hier hinaus. Rausgeworfen, eingezogen, nach Korea geschickt und dort getötet.
»Was gefällt Ihnen an Ihrer Unterbringung nicht, Marcus?«
»In dem Zimmer, das mir als erstes zugewiesen wurde« – ja, da waren sie, die Worte, die ich mir aufgeschrieben und auswendig gelernt hatte –, »ließ einer meiner drei Mitbewohner jeden Abend, wenn ich mich ins Bett gelegt hatte, seinen Plattenspieler laufen, so dass ich nicht einschlafen konnte. Und ich brauche Schlaf, um meine Arbeit tun zu können. Die Situation war nicht hinnehmbar.« Ich hatte mich in letzter Minute für »nicht hinnehmbar« anstelle von »unerträglich« entschieden, das Adjektiv, mit dem ich meine Rede in der Nacht einstudiert hatte.
»Aber hätten Sie beide sich nicht zusammensetzen und eine für Sie beide akzeptable Zeit ausmachen können, wo er seine Platten hören konnte?« fragte Caudwell. »Mussten Sie gleich ausziehen? Es gab keine andere Möglichkeit?«
»Ja, ich musste ausziehen.«
»Unmöglich, einen Kompromiss zu finden?«
»Nicht mit ihm, Sir.« Weiter ging ich nicht, in der Hoffnung, er fände es vielleicht bewundernswert, dass ich Flusser vor einer Bloßstellung bewahren wollte, indem ich seinen Namen nicht erwähnte.
»Haben Sie oftmals Schwierigkeiten, Kompromisse mit Leuten zu schließen, mit denen Sie nicht einer Meinung sind?«
»›Oftmals‹ würde ich nicht sagen, Sir. Ich möchte sogar sagen, dass mir so etwas noch nie zuvor passiert ist.«
»Und was war mit Ihrem zweiten Zimmergenossen? Das Zusammenleben mit ihm scheint ja auch nicht geklappt zu haben. Sehe ich das richtig?«
»Ja, Sir.«
»Woran hat das Ihrer Meinung nach gelegen?«
»Unsere Interessen waren nicht miteinander vereinbar.«
»Also gab es auch dort keinen Spielraum für Kompromisse.«
»Nein, Sir.«
»Und jetzt wohnen Sie allein, wie ich sehe. In der Neil Hall, ganz allein unterm Dach.«
»So spät im Semester habe ich kein anderes freies Zimmer finden können, Sir.«
»Trinken Sie noch etwas Wasser, Marcus. Das hilft.«
Aber mein Mund war jetzt nicht mehr trocken. Ich schwitzte auch nicht mehr. Tatsächlich machte es mich wütend, dass er sagte: »Das hilft«, als ich gerade das Gefühl hatte, die schlimmste Nervosität überwunden zu haben und mich so gut aufzuführen, wie man es von jemandem in meinem Alter in einer solchen Situation nur erwarten konnte. Ich war wütend, ich war gedemütigt, ich war aufgebracht, ich sah das Glas mit dem Wasser nicht einmal an. Warum musste ich mir dieses Verhör eigentlich gefallen lassen – bloß weil ich von einem Zimmer in ein anderes gezogen war, um die innere Ruhe zu finden, die ich brauchte, um meine Hausaufgaben zu machen? Was ging ihn das an? Hatte er nichts Besseres zu tun, als mich wegen meiner Unterbringung ins Verhör zu nehmen? Ich war ein sehr guter Student – warum nur konnte sich keiner meiner unersättlichen Vorgesetzten damit zufriedengeben (damit meinte ich zwei, den Dean und meinen Vater)?
»Was ist mit der Verbindung, der Sie beitreten wollen? Sie nehmen dort wohl Ihre Mahlzeiten ein.«
»Ich will keiner Verbindung beitreten, Sir. Das Verbindungsleben interessiert mich nicht.«
»Können Sie mir denn sagen, was Sie interessiert?«
»Mein Studium, Sir. Lernen.«
»Das ist natürlich bewundernswert. Aber sonst nichts? Haben Sie überhaupt jemanden kennengelernt, seit Sie nach Winesburg gekommen sind?«
»An den Wochenenden arbeite ich im Gasthaus, Sir. Ich habe da einen Job als Kellner im Schankraum. Ich muss arbeiten gehen, weil mein Vater allein nicht für die Kosten meines Studiums aufkommen kann, Sir.«
»Sie brauchen das nicht zu tun, Marcus – Sie brauchen nicht Sir zu mir zu sagen. Sagen Sie Dean Caudwell, oder einfach nur Dean, wenn Sie wollen. Winesburg ist keine Militärakademie, und die Zeiten der Jahrhundertwende sind auch vorbei. Wir haben 1951.«
»Es macht mir nichts aus, Sie mit Sir anzureden, Dean.« Das war gelogen. Es machte mir sehr viel aus. Eben deswegen tat ich es ja! Ich wollte das Wort »Sir« nehmen und ihm in den Arsch stecken, weil er mich in sein Büro befohlen hatte, um dieses...
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de