... könnte man den Stil von Osho nennen. Ich möchte wie immer versuchen, möglichst objektiv zu bleiben, auch wenn das an sich ja kaum möglich ist.
Zunächst eine einfache und sicherlich zutreffende Aussage: Osho ist anders. Vermutlich anders als vieles, was Sie bereits gelesen haben, denn die Erkenntnisse, die dieser Mann zu vermitteln versucht, fordern bei wirklicher Umsetzung eine Abkehr von vielen gesellschaftlichen Strukturen und Konstrukten, die man bereits als selbstverständlich ansieht. Aber genug Abstraktes, kommen wir zum Konkreten.
Oshos Grundthese ist die: wenn wir uns über einen anderen Menschen ärgern oder Angst vor etwas haben, dann kommen diese Emotionen aus inneren Verletzungen heraus, die wir verdrängt haben. Er fordert dazu auf, die Dinge anzunehmen, statt sie zu bekämpfen. Sie anzuschauen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Was ist Angst? Was ist Wut? Zudem macht er uns mit Strategien bekannt, verdrängte Wut und Aggressionen zu entdecken und zu integrieren. Sein Ziel ist die völlige innere Ruhe - die dann erreicht ist, wenn wir mit uns selbst ganz im reinen sind. Dann brauchen wir nicht mehr darüber zu urteilen, wenn uns jemand angreift, weil die innere Ruhe groß genug ist, die Dinge gelassen hinzunehmen.
Mir persönlich bereiten Oshos Vorschläge viel Freude, und ich habe festgestellt, dass etwas daran ist. Also: kein mystisches oder esoterisches Geschwätz, sondern ganz bodenständige und praktische Vorschläge, Emotionen einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Für mich top.