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Emoticon
 
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Emoticon [Broschiert]

Jessica Durlacher
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2 (24. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257236573
  • ISBN-13: 978-3257236576
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.557 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jessica Durlacher
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Aischa ist angewidert. Schließlich muss sich die palästinensische Aktivistin mit einem jungen Israeli treffen, um ihren -- wie sie findet gerechten -- Plan durchzuführen. Sie hat ihm von Brüsten und Verlangen erzählt, von Emotionen, von denen sie vorgab, dass es ihre eigenen seien. Sie hat ihn heiß gemacht und vom Damaskustor ein Taxi zum zeitweiligen Busbahnhof in der Salah ad-din-Street genommen, um ihn abzuholen. Dabei gehen seine und ihre Erwartungen wohl arg auseinander. Denn Aischa hat Daniel, so der Name des niederländisch-israelischen Jungen, in eine tödliche Falle gelockt -- nicht zuletzt mit Hilfe des Internets und der Zeichensprache seiner nur vermeintlich eindeutigen, eigentlich aber anonymen Symbole, der Emoticons. „Von jetzt an führte sie die Regie“, heißt es im Roman Emoticon. „das war ihre Geschichte.“

Emoticon der niederländischen Autorin Jessica Durlacher (Das Gewissen, Die Tochter) funktioniert ganz ähnlich wie diese Symbole: Jeder Leser wird, je nach Couleur seiner Ansichten, etwas anderes in die befremdende Handlung hineinlesen und auf sie reagieren. Dabei geht es nicht nur um politische Rache, Liebe, Männer, die Eifersucht und die Freundschaft zwischen Ester und Lola, Daniels Mutter. Es geht vor allem auch um die Geschichte eines zerrissenen Landes, das einfach nicht zur Ruhe kommen will. Dass Durlacher dabei über weite Strecken nur erzählt, und dies mit einer der Geschichte angemessen Kombination aus Nähe und Distanz zu den Figuren, die psychologisch alle einen Grund für ihr Handeln haben, tut der Geschichte, die nicht nur die von Aischa ist, mehr als gut. Gerade darin nämlich liegt der eindringliche, verstörende Reiz von Emoticon -- ein Buch, dass seinen Leser von der ersten zur letzten Seite gefangen hält. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Geschichte von Daniel, einem niederländisch-israelischen Jugendlichen, und von Aischa, einer jungen Palästinenserin, die für die Weltöffentlichkeit ein Zeichen setzen will und ihn in eine tödliche Falle lockt. Ihr Lockmittel: das Internet und seine Zeichensprache, die Emoticons.

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Jessica Durlachers Bücher versprechen viel und sie halten es auch. Leider erscheint nur alle paar Jahre ein neues, und entsprechend war ich auf "Emoticon" gespannt. Das Buch erzählt die Geschichte eines uralten Konfliktes, den Kampf um Erez Israel, allerdings verpackt in einen höchst aktuellen, spannenden und auch beim Lesen emotional mitreißenden Plot.

Es geht zunächst um Ester und Lola, zwei Holländerinnen:

"Lola und Ester hatten erstaunlich wenig gemein, bis auf jeweils einen jüdischen Elternteil. Bei Ester war es der Vater - der im Krieg in verschiedenen Konzentrationslagern gewesen war, wovon er Ester von Kindesbeinen an unaufhörlich erzählt hatte (mit den entsprechenden Folgen für die Psyche des Mädchens und später der erwachsenen Frau) -, bei Lola die kalifornische Mutter, womit sich eigentlich nur Lola zu Recht Jüdin nennen durfte, und das auch noch frei von irgendwelchen Traumata."

Kaum erwachsen, fahren die beiden nach Israel und leben dort in einem Kibbuz. Sie verlieben sich beide, und werden, ohne es zu wissen, vom selben Mann schwanger. Ester lässt das Kind abtreiben, als sie wieder zu Hause ist, Lola bekommt ihren Sohn Daniel, der daraufhin auch für Ester zum Lebensmittelpunkt wird. Diese Kibbuzzeit und ihr lange Zeit dunkles Geheimnis steht das ganze Buch über zwischen den Frauen und sorgt für einen Teil der Spannung und der persönlichen Tragik des Buches.

Daniel wächst heran, erfährt, als er 12 Jahre alt ist, von seiner Mutter, daß sein Vater ein Israeli ist, und entwickelt sich daraufhin zu einem glühenden Zionisten. Er lässt sich beschneiden, feiert seine Bar Mizwa und diskutiert leidenschaftlich über die Probleme im Nahen Osten:

"Es ist einfach unerträglich, daß die Araber dieses Land zu zerstören versuchen, es ist unser Land. Ich kann das ganze Problem mit den Palästinensern nicht verstehen, weißt du. Ich habe alles über die Geschichte. Über die Staatsgründung, die Balfour Declaration und so gelesen. Wie können sie sich als Opfer hinstellen ? Hier lebten doch kaum Araber, als die Juden kamen und das land erschlossen und fruchtbar machten ! Und als dann alles wuchs und gedieh, riefen sie plötzlich, wir hätten es ihnen weggenommen - das ist doch hirnverbrannt!", sagt er in einer heftigen Diskussion zu Ester, die sich all die Jahre eine etwas ausgeglichenere Haltung bewahrt hat, die auch die Situation der Palästinenser zu berücksichtigen sucht. Doch Daniel lässt das nicht gelten: "Also wenn du mich fragst, ist das total simpel: Sie hassen uns, und sie wollen nicht, daß wir, die Juden, auch ein eigenes Land haben. Sie sind neidisch, weil wir, die Juden, die sie immer verachtet haben, einen modernen Staat aufgebaut haben, und sie das nicht schaffen."

Ich glaube, daß die Autorin ihrem jugendlichen Protagonisten hier Worte in den Mund legt, die sie selbst auch so sprechen könnte.

Als Ester bei einem Aufenthalt in Jerusalem ( sie ist Teilnehmerin einer Konferenz über den Holocaust, um ihre Forschungen zu Tagebüchern aus dieser Zeit vorzustellen), nur knapp einem Terroranschlag der Hamas entgeht, ändert sich ihre Haltung.

Sie wird Daniel nach Israel begleiten, wo er als Freiwilliger beim israelischen Militär arbeitet, doch sie wird ihn nicht wirklich beschützen können.

Denn aus dem zweiten Erzählstrang, den Jessica Durlacher geschickt mit dem ersten verbunden hat, droht Daniel tödliche Gefahr. Durlacher erzählt die Geschichte von Aischa Hammami aus einem kleinen Dorf bei Ramallah. Sie wächst auf in einer radikalen Palästinenserfamilie, in der die Männer aber außer radikalen Sprüchen, Selbstmitleid und Haß auf die Juden nicht viel hinbekommen. Sie wird von Vater und Bruder geschlagen und misshandelt und gesellt sich schon während der ersten Intifada zu den Steinewerfern. Sie träumt davon, etwas richtig Radikales zu machen, und als sie per Zufall von Daniel erfährt, fasst sie einen teuflischen Plan ...

Jessica Durlacher hat einen engagierten und für mich auch wohltuend parteiischen Roman geschrieben, der die Verbundenheit nicht nur niederländischer Juden mit Israel beschreibt, und deutlich macht, von wem dort die Gewalt und der Haß wirklich ausgehen.

Und es ist ein Roman über die Tragik der Liebe, ein Roman über eine Frauenfreundschaft und ein Roman der Hoffnung für Israel und für die Juden.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Jessica Durlacher Emoticon Diogenes ISBN 3257065159

Emoticons, das sind die kleinen Zeichen, mit denen man sich beim Schreiben im Internet Stimmungen vermittelt: lächeln, seufzen, weinen, grinsen, Küsse usw.

Das Internet, die Politik Israels und Palästinas, das Leben als Jude heute in Israel und anderswo, all’ das zusammen wird in der Erzählung zu einem spannenden Politkrimi ausgesponnen.

Zwei Frauen, Lola und Esther, Holländerinnen und Halbjüdinnen beide, gehen als junge Frauen aus Idealismus für eine Zeit nach Israel, um in einem Kibuz zu arbeiten. Neben der schweren Arbeit tun sich einige Liebeleien auf. Beide werden schwanger, eine nur bekommt das Kind, einen Sohn, Daniel. Er wird zum zentralen Mittelpunkt des Romans
Wir erfahren im Verlauf des Romans viel über Freundschaft, Liebe, die Verschiedenartigkeit und Eifersucht zwischen den beiden Frauen.
Sie leben in Holland, wo Daniel heranwächst, geliebt von beiden.
Er erfährt erst spät von seinem israelischen Vater. Seine Sehnsucht, ihn zu suchen und kennen zu lernen, treiben ihn zu einer abenteuerlichen Reise nach Israel, um sich beim israelischen Militär zu verdingen. Esther, die Freundin seiner Mutter, begleitet ihn.

Neben dieser Handlung gibt es einen zweiten Strang: Aischa, eine Palästinenserin, wild, aufmüpfig und kämpferisch, will für ihr Land alles tun, vor allem aber in der Art einer Märtyrerin ein Zeichen setzen: sie gewinnt über das Internet Kontakt zu dem unerfahrenen und noch sehr jungen Daniel. Das Schicksal nimmt mit all’ seiner Tragik seinen Lauf!
Die Frauen werden auf der einen und auf der anderen Seite zwischen ihren Leidenschaften, zwischen Liebe und Verzweiflung, hin und her gerissen. Krieg und Frieden, Liebe und Freundschaft,---Jessica Durlacher hat beide Themen zu einem gelungenen Werk zusammen geführt.

Ihr ist mit diesem Roman ein äußerst spannender Politkrimi gelungen. Es bleibt aber nicht beim Krimi alleine, sondern Liebe, Erwachsenwerden, Freundschaft, die Politik Israels und Palästinas bieten einen sehr realistischen Hintergrund für die Erzählung, die dadurch eine spezielle Brisanz und Realitätsnähe gewinnt.

Es ist ein aufwühlendes, spannendes und sehr politisches Buch.
Cl.B.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr dynamisches Buch! 17. Februar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
"Emoticon" ist ein energiegeladenes und fast atemlos geschriebenes kleines Meisterwerk!
Jessica Durlacher verwebt darin mehrere Geschichten und wagt gleichzeitig eine Bestandsaufnahme Israels.
Sie erzählt scheinbar in Fragmenten mehrere Geschichten, die sich aber schließlich alle in ein vielschichtiges Bild fügen.
Die handelnden (Haupt)-Personen sind zum einen die beiden Freundinnen Esther und Lola, zwei Niederländerinnen mit jeweils einem jüdischen Elternteil. Die beiden verbindet eine lange, aber schwierige Freundschaft, die einst in einem Kibbuz in Israel begann. Beide Frauen erlebten dort ihre erste, große Liebe und Lola kommt schließlich schwanger zurück. Daniel, ihr Sohn, ist das Bindeglied zwischen den Frauen. Als er erwachsen wird, will er nach Israel um seinen Vater ausfindig zu machen. Esther begleitet ihn, denn für sie gibt es in Israel noch vieles zu klären...
Gleichzeitig wird von Aischa erzählt, eine stolze, politisch-sensibilisierte Palästinenserin, die sich aktiv am politischen Kampf beteiligen will und ein Opfer sucht. Dabei bedient sie sich des Internets, für sie quasi das Tor zur Welt, und seiner Zeichensprache und lernt darüber Daniel kennen, der sich der Gefahr lange nicht bewusst ist...
"Emoticon" ist ein Buch, das den Leser durch ein Wechselbad der Gefühle jagt, ein harter Schnitt jagt den nächsten, so dass man atemlos am Ball bleibt. An seinen besten Stellen ist es aber auch sehr tief und berührend. Es trägt außerdem zur Verständigung bei, denn die politischen Gräben zwischen Palästinensern und Juden werden vorsichtig und nur ganz wenig tendenziös ausgeleuchtet.
Jessica Durlacher ist ein Buch gelungen, dem viele und vorallem junge Leser zu wünschen sind!
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Veröffentlicht am 21. Februar 2007 von Wolfgang Gonsch
Durlacher,Emoticon
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Veröffentlicht am 25. Juli 2006 von Eva Eigen
Spannend, aber nur begrenzt Verständnis weckend
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Veröffentlicht am 2. Mai 2006 von Berliner
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