Für einen kleinen Welpen ist die ganze Welt neu und einziges aufregendes Abenteuer. Nicht anders ergeht es dem Malteser-Mädchen Emmely, das in Berlin bei einer umsichtigen Züchterin zur Welt kommt und im zarten Alter von knapp drei Monaten nach Magdeburg umzieht - zu Andrea Röttgen und ihrem Mann.
Emmelys neue „Menschenmutti" Andrea sorgt nicht nur dafür, dass es dem Malteser-Mädchen an nichts fehlt, sie hält auch all die großen und kleinen Ereignisse des ersten Hundejahres fest. 12 Monate begleiten wir Emmely und sehen die Welt aus der Hundeperspektive.
„Oh, wie süß", rufen die Menschen, wenn sie Klein-Emmely sehen. Und Emmely lernt bald, sich diesen „Niedlichkeitsfaktor" zu Nutze zu machen und ihre Menschen um den Finger zu wickeln. Geht mal ein „Geschäft" daneben oder ein Spielzeug zu Bruch - niemand kann ihr lange böse sein.
Doch auch Welpen machen irgendwann Bekanntschaft mit dem Ernst des Lebens. Emmely muss lernen, alleine daheim zu bleiben, wenn ihre Menschen Besorgungen zu machen haben. Sie muss zur Welpenspielstunde, obwohl ihr das eher unangenehm ist. Und sie hat Probleme mit ihren Milchzähnen, was ihr einige Behandlungen und sogar eine Operation beschert. Die Narkose ist zum Glück gar nicht so schlimm: „Ich sah Herrchen noch ein wenig verträumt an und auf einmal war da eine Wiese mit Blumen wo ganz viele kleine Malteser lustig miteinander spielten. Ich wollte mitspielen. Als ich die Augen öffnete, war die Wiese weg. Zwei große und zwei kleine Zähne auch." (Seite 32)
Emmely erholt sich rasch und ist bereit für neue Abenteuer. Ihre Hundefreundinnen und ihre Malteser- und Menschenverwandtschaft besucht sie gern. Besonders schätzt sie die Omi, die immer so köstliche Leckereien für sie hat. Sie liebt es, im Park zu toben und in bei großer Hitze in der Badewanne zu planschen. „Halbjahresgeburtstag", Nikolaustag und Weihnachten findet Emmely klasse. Auch wenn sie sich manchmal fragt, ob das denn alles normal ist. Zum Beispiel, wenn ihr Herrchen auf einmal mit einem künstlichen weißen Weihnachtsmannbart aus dem Bad kommt.
Warum Emmely an einem Tag im Februar zur Kriminalpolizei muss und warum sich ihre Menschen an Tante Ines' Geburtstag wieder mal den Ruf einhandeln, auf sympathische Weise total verrückt zu sein, das muss man unbedingt selber lesen!
Krönender Abschluss von Emmelys erstem Lebensjahr sind gleich zwei Geburtstagsfeiern: einmal im Kreise ihrer Menschenfamilie mit Geschenken, Torte und allem was dazu gehört. Und dann hat sich Emmelys Züchterin noch ganz besondere Überraschung ausgedacht: Eine „Hundefamilienfeier" in einer Gaststätte, bei der Emmely ihre Hunde-Oma, Tante, Onkel und zwei Brüder samt den dazu gehörigen Herrchen und Frauchen trifft. Eine großartige Idee!
Emmely selbst hat das letzte Wort in dem zauberhaften Buch. Sie bedankt sich in aller Form bei ihrem Frauchen fürs Führen dieses Tagebuchs und wendet sich direkt an die Leser: „Na, neugierig, wie es mit mir so weiter geht? Bin sicher, dass Frauchen meine Geschichten weiter aufschreibt und es einen zweiten Teil von meinem Tagebuch gibt."
Ich bin sicher, dass Emmelys neue Abenteuer genauso interessant und amüsant sein werden wie die im ersten Band. Ob Band 2 wohl auch so ein süßes Foto auf dem Cover haben wird? Das von Emmely auf der Löwenzahnwiese ist schwer zu toppen.