Emma bewirtschaftet alleine ihren Bauernhof, leider kommt sie mit ihren Finanzen nicht ganz klar, und der Hof steht kurz vor dem Aus, was Emma allerdings weit von sich schiebt. Da taucht eines Tages Max in Form eines verunglückten Autofahrers auf und bringt ihr sorgsam gehütetes Leben durcheinander.
Wirklich durcheinander? Ich finde, Emma, egal was sie tut, ob sie ein Schwein schlachtet oder den Dorfpolizisten vom Hof jagt, bleibt sich selbst stets treu, verliert sich nie in den Emotionen, die Max plötzlich in ihr hervorruft. Alles passt zueinander, Emma und Max ergänzen sich völlig harmonisch.
Es gibt einige witzige Szenen, doch der Film ist keine Komödie, es gibt skurrile Szenen, anrührige und ganz weiche; man riecht förmlich die Gerüche des Bauernhofs, die Schweine und die Landluft, doch man sieht keinen Heimatfilm. Von allem etwas und das wurde zu einer guten Mischung zusammengebracht.
Triebel und Vogel - die beiden spielen wirklich kongenial und verleihen ihren Figuren absolute Echtheit. Ein wunderbarer Liebesfilm, der ohne Schmalz auskommt und nicht vor aktuellen Themen (Sterbehilfe) Halt macht. Richtig gutes deutsches Kino, eine Story ohne erhobenen Zeigefinger, gute Unterhaltung, sehenswerte Schauspieler - gute Komponenten für einen gelungenen DVD/Kino-Abend.
Nebenbei: es lohnt sich, auch das Buch zu lesen.