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Da kommt die Plastiktüte mit Dollarnoten ganz gelegen, die Emma in dem Ferrari findet, der eines Tages neben dem Misthaufen liegen bleibt. Plötzlich hat Emma Geld und Verantwortung für einen ernsthaften Mann, der sich bei dem Unfall mit dem gestohlenen Wagen verletzt hat. Nicht länger muss sie die dunkle Geschichte ihrer Kindheit und die Kunst des humanen Schlachtens für sich behalten. Und im Dorf wundern sich alle, warum das Mofa nicht mehr knattert, mit dem Emma bisher ihren erotischen Hunger stillte.
Derbe, deftig und bisweilen sehr skurril geht es zu in diesem Roman. Da wird geschlachtet, gekotzt, geschissen. Da schaut auch mal der Hahn nach dem Rechten, und die Schweine halten Gericht. Claudia Schreibers modernes Märchen ist irgendwo zwischen dem Tiere-sind-die-besseren-Menschen-Idyll des gerechten Schweinchen Babe und der Tragik antiker Selbstjustiz einzuordnen. Die freche Fabulierlust der gebürtigen Nordhessin, die zuvor ein Sachbuch und einen Roman unter dem Pseudonym Claudia Siebert veröffentlicht hat, konkurriert mit dem Erzähltempo und witz dieser Geschichte. An deren Ende Emma mit einem Dilemma konfrontiert wird. Und weil Heinrich Heine "Dilemma" auf "Emma" reimt und sein Motto dem Buch voran steht, verstehen wir die Lösung des Konflikts als den Anfang von Emmas Glück, ein Happyend in Schweinchenrosa. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
eine gelungene geschichte,
Rezension bezieht sich auf: Emmas Glück: Roman (Gebundene Ausgabe)
emma ist bäuerin auf einem hof im ehemaligen zonenrandgebiet *hessisch-sibirien*, lebt allein mit glücklichen schweine n und hühnern und träumt von einem mann. ihr einziger verehrer, der dorfpolizist, kommt als ehemann nicht in frage, der zum einen klein und dick und zum anderen sehr stark am rockzipfel seiner dominanten mutter hängt.ihr leben ändert sich, als vor ihrem hof max mit einem sportwagen verünglückt. neben dem gutausehenden mann findet emma auch noch eine plastiktüte mit dollars, schwarzgeld, das max seinem freund geklaut hat. max ist nämlich schwer krank, hat nicht mehr lange zu leben und will seinem bis dahin soliden leben noch einmal einen letten kick geben. der rest ist schnell erzählt: die beiden verlieben sich, der freund ändert sich vom bösen zum guten *g* und es gibt kein happy-end oder ist es doch ein happy-end????. was an dem buch besticht, ist die wirklich liebevoll erzählte geschichte. es driftet nie ab ins kitschige, dafür schimmert oft der trockene humor der autorin durch. ein buch für einen verregneten sonntagnachmittag. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
anders als alles was ich bisher gelesen habe,
Von
Rezension bezieht sich auf: Emmas Glück: Roman (Taschenbuch)
Ich muss zugeben, ich bin sehr glücklich, dass ich mir gerade dieses Buch vor einer längeren Zugfahrt ganz spontan aus dem Regal der Buchhandlung geschnappt habe... das Cover war niedlich und der Klappentext klang "nett" ;)Doch was mich erwartete, war eine kuriose (das triffts wohl am besten) Geschichte mit ganz eigenwilligen Charakteren (die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber zugleich sich auch so ähnlich) und einer schönen, aber auch traurigen Liebesgeschichte! Sehr gelungen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wunderschön-traurige Liebesgeschichte besonderer Art,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Emmas Glück: Roman (Taschenbuch)
Wir befinden uns in ehemaligen Grenzland zwischen Hessen und Thüringen, unter Insidern auch Hessisch -Sibirien genannt. Dort ticken die Uhren noch etwas anders. Dort lebt auch Emma, eine etwa dreißigjährige Bäuerin, die völlig auf sich allein gestellt einen alten Bauernhof nach ihren eigenen Regeln und Einsichten betreibt. Ihr Geld verdient sie hauptsächlich mit der Aufzucht und dem Verkauf von Schweinen; sie schlachtet selbst, nach einer ganz besonderen Methode und vertreibt die Wurst im Dorf.Sie, die in ihrer schweren Kindheit nichts als Prügel und Männerbrutalität durch den Großvater kennengelernt hat, sehnt sich nach nichts mehr als nach einem richtigen, zärtlichen und leidenschaftlichen Mann. Der kommt ihr eines Tages in Form von Max per Unfall hinter das Haus geschneit. Sie birgt das verletzte Opfer, und behält den unheilbar an Bauchspeichelkrebs erkrankten Max bei sich. Sie erleben zusammen herrliche Stunden und Tage, obwohl sie beide wissen, daß ihre Tage gezählt sind. Doch beide, die in ihrem bisherigen Leben eigentlich immer nur verloren haben, genießen diese Zeit und lassen sich von drohendem Tod und bevorstehender Versteigerung des insolventen Bauernhofs nicht erschüttern. „Emmas Glück" ist eigentlich ein sehr trauriges Buch und dennoch muß man beim Lesen viel schmunzeln und lachen. Claudia Schreiber, die selbst biographische Erfahrungen mit dem Landleben besitzt, gelingt es, diese einfachen Menschen mit so viel Liebe und Wärme zu schildern, daß man nie über die Figuren lacht, sondern angerührt und selbst beflügelt von ihrem Lebenswitz und ihrer Kämpfernatur das Buch am Ende zur Seite legt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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