Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
eine gelungene geschichte, 5. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Emmas Glück: Roman (Gebundene Ausgabe)
emma ist bäuerin auf einem hof im ehemaligen zonenrandgebiet *hessisch-sibirien*, lebt allein mit glücklichen schweine n und hühnern und träumt von einem mann. ihr einziger verehrer, der dorfpolizist, kommt als ehemann nicht in frage, der zum einen klein und dick und zum anderen sehr stark am rockzipfel seiner dominanten mutter hängt. ihr leben ändert sich, als vor ihrem hof max mit einem sportwagen verünglückt. neben dem gutausehenden mann findet emma auch noch eine plastiktüte mit dollars, schwarzgeld, das max seinem freund geklaut hat. max ist nämlich schwer krank, hat nicht mehr lange zu leben und will seinem bis dahin soliden leben noch einmal einen letten kick geben. der rest ist schnell erzählt: die beiden verlieben sich, der freund ändert sich vom bösen zum guten *g* und es gibt kein happy-end oder ist es doch ein happy-end????. was an dem buch besticht, ist die wirklich liebevoll erzählte geschichte. es driftet nie ab ins kitschige, dafür schimmert oft der trockene humor der autorin durch. ein buch für einen verregneten sonntagnachmittag.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
anders als alles was ich bisher gelesen habe, 10. Oktober 2005
Ich muss zugeben, ich bin sehr glücklich, dass ich mir gerade dieses Buch vor einer längeren Zugfahrt ganz spontan aus dem Regal der Buchhandlung geschnappt habe... das Cover war niedlich und der Klappentext klang "nett" ;) Doch was mich erwartete, war eine kuriose (das triffts wohl am besten) Geschichte mit ganz eigenwilligen Charakteren (die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber zugleich sich auch so ähnlich) und einer schönen, aber auch traurigen Liebesgeschichte! Was ich toll fand:Emma ist mal nicht dieses typisches Ally/ Carrie-Weibchen, sondern kernig, klug und stark aber auch liebend. Ein toller Charakter! Es wird sehr viel und auch ehrlich und vorallem brutal das Landleben, Emmas Kindheit und auch das Schlachten geschildert, dass es einen manchmal ziemlich entsetzt und die Nackenhaare einem abstehen! Aber es ist auch toll zu beobachten, wie sich die Charaktere durch einander verändern und entwickeln. Das Buch lies sich wirklich schnell lesen, wobei beim Lesen sich ein geschockter Gesichtsausdruck und ein schmunzelnder immer wieder abwechseln! Sehr gelungen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wunderschön-traurige Liebesgeschichte besonderer Art, 24. Juni 2005
Wir befinden uns in ehemaligen Grenzland zwischen Hessen und Thüringen, unter Insidern auch Hessisch -Sibirien genannt. Dort ticken die Uhren noch etwas anders. Dort lebt auch Emma, eine etwa dreißigjährige Bäuerin, die völlig auf sich allein gestellt einen alten Bauernhof nach ihren eigenen Regeln und Einsichten betreibt. Ihr Geld verdient sie hauptsächlich mit der Aufzucht und dem Verkauf von Schweinen; sie schlachtet selbst, nach einer ganz besonderen Methode und vertreibt die Wurst im Dorf. Sie, die in ihrer schweren Kindheit nichts als Prügel und Männerbrutalität durch den Großvater kennengelernt hat, sehnt sich nach nichts mehr als nach einem richtigen, zärtlichen und leidenschaftlichen Mann. Der kommt ihr eines Tages in Form von Max per Unfall hinter das Haus geschneit. Sie birgt das verletzte Opfer, und behält den unheilbar an Bauchspeichelkrebs erkrankten Max bei sich. Sie erleben zusammen herrliche Stunden und Tage, obwohl sie beide wissen, daß ihre Tage gezählt sind. Doch beide, die in ihrem bisherigen Leben eigentlich immer nur verloren haben, genießen diese Zeit und lassen sich von drohendem Tod und bevorstehender Versteigerung des insolventen Bauernhofs nicht erschüttern. „Emmas Glück" ist eigentlich ein sehr trauriges Buch und dennoch muß man beim Lesen viel schmunzeln und lachen. Claudia Schreiber, die selbst biographische Erfahrungen mit dem Landleben besitzt, gelingt es, diese einfachen Menschen mit so viel Liebe und Wärme zu schildern, daß man nie über die Figuren lacht, sondern angerührt und selbst beflügelt von ihrem Lebenswitz und ihrer Kämpfernatur das Buch am Ende zur Seite legt.
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