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Produktinformation
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Da kommt die Plastiktüte mit Dollarnoten ganz gelegen, die Emma in dem Ferrari findet, der eines Tages neben dem Misthaufen liegen bleibt. Plötzlich hat Emma Geld und Verantwortung für einen ernsthaften Mann, der sich bei dem Unfall mit dem gestohlenen Wagen verletzt hat. Nicht länger muss sie die dunkle Geschichte ihrer Kindheit und die Kunst des humanen Schlachtens für sich behalten. Und im Dorf wundern sich alle, warum das Mofa nicht mehr knattert, mit dem Emma bisher ihren erotischen Hunger stillte.
Derbe, deftig und bisweilen sehr skurril geht es zu in diesem Roman. Da wird geschlachtet, gekotzt, geschissen. Da schaut auch mal der Hahn nach dem Rechten, und die Schweine halten Gericht. Claudia Schreibers modernes Märchen ist irgendwo zwischen dem Tiere-sind-die-besseren-Menschen-Idyll des gerechten Schweinchen Babe und der Tragik antiker Selbstjustiz einzuordnen. Die freche Fabulierlust der gebürtigen Nordhessin, die zuvor ein Sachbuch und einen Roman unter dem Pseudonym Claudia Siebert veröffentlicht hat, konkurriert mit dem Erzähltempo und witz dieser Geschichte. An deren Ende Emma mit einem Dilemma konfrontiert wird. Und weil Heinrich Heine "Dilemma" auf "Emma" reimt und sein Motto dem Buch voran steht, verstehen wir die Lösung des Konflikts als den Anfang von Emmas Glück, ein Happyend in Schweinchenrosa. --Nikolaus Stemmer
Sie, die in ihrer schweren Kindheit nichts als Prügel und Männerbrutalität durch den Großvater kennengelernt hat, sehnt sich nach nichts mehr als nach einem richtigen, zärtlichen und leidenschaftlichen Mann.
Der kommt ihr eines Tages in Form von Max per Unfall hinter das Haus geschneit. Sie birgt das verletzte Opfer, und behält den unheilbar an Bauchspeichelkrebs erkrankten Max bei sich.
Sie erleben zusammen herrliche Stunden und Tage, obwohl sie beide wissen, daß ihre Tage gezählt sind. Doch beide, die in ihrem bisherigen Leben eigentlich immer nur verloren haben, genießen diese Zeit und lassen sich von drohendem Tod und bevorstehender Versteigerung des insolventen Bauernhofs nicht erschüttern.
„Emmas Glück" ist eigentlich ein sehr trauriges Buch und dennoch muß man beim Lesen viel schmunzeln und lachen. Claudia Schreiber, die selbst biographische Erfahrungen mit dem Landleben besitzt, gelingt es, diese einfachen Menschen mit so viel Liebe und Wärme zu schildern, daß man nie über die Figuren lacht, sondern angerührt und selbst beflügelt von ihrem Lebenswitz und ihrer Kämpfernatur das Buch am Ende zur Seite legt.
Doch was mich erwartete, war eine kuriose (das triffts wohl am besten) Geschichte mit ganz eigenwilligen Charakteren (die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber zugleich sich auch so ähnlich) und einer schönen, aber auch traurigen Liebesgeschichte!
Was ich toll fand:Emma ist mal nicht dieses typisches Ally/ Carrie-Weibchen, sondern kernig, klug und stark aber auch liebend. Ein toller Charakter!
Es wird sehr viel und auch ehrlich und vorallem brutal das Landleben, Emmas Kindheit und auch das Schlachten geschildert, dass es einen manchmal ziemlich entsetzt und die Nackenhaare einem abstehen! Aber es ist auch toll zu beobachten, wie sich die Charaktere durch einander verändern und entwickeln.
Das Buch lies sich wirklich schnell lesen, wobei beim Lesen sich ein geschockter Gesichtsausdruck und ein schmunzelnder immer wieder abwechseln!
Sehr gelungen!
Das ist der Anfang einer anrührenden Liebesgeschichte von zwei Menschen die kaum unterschiedlicher sein könnten. Noch heute gibt es im Freundeskreis diskussionen ob das Ende nun Happy war oder nicht. Vermutlich wird die ein oder andere Träne kullern und doch hat man tiefes Mitgefühl und Sympathie für die Hauptfiguren. Ein wirklich kleines, dünnes Buch, in dem jedoch eine Menge drinn steckt. Unbedingt lesen.
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