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  • Emma
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Kundenrezensionen

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am 7. September 2007
Jane Austen's Sprachwitz und Finesse ins Deutsche zu übertragen ist schon schwer genug. Angelika Beck scheitert diesbezüglich auf der ganzen Linie. Die gespreizte, unnötig komplizierte Sprache ist kaum zu ertragen und wird dem Original an kaum einer Stelle gerecht.
Wem das Original verwehrt bleibt, dem sei Christian Grawe's Übersetzung (Reclam) wärmstens empfohlen.
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am 5. November 2007
Nach "Stolz und Vorurteil" ist dies eindeutig mein Lieblingsroman von Jane Austen.
Es geht natürlich um die Suche nach dem richtigen Ehemann. Doch ausnahmsweise, ist die Heldin nicht arm, sondern selbst sehr reich. Emma ist eine sehr hübsche, selbstsichere und gebildete junge Dame aus gutem Hause, die nicht die Absicht hat, je selbst zu heiraten. Dafür liebt sie es die Hochzeiten anderer anzubahnen, was ihr jedoch nicht immer gelingt. Schließlich, nach einigen Verwicklungen, findet auch Emma ihr Glück.
Diese Geschichte einer jungen Frau, die erst ihre Fehler einsehen muss um glücklich zu werden, hat ihren ganz eigenen Charme und zeichnet sich durch ihren hintergründigen Humor aus.
Da Emma nicht wegen finanzieller Gründe heiraten muss, ist dieser Roman etwas weniger "ernst" als andere Werke der Autorin wie zum Beispiel "Stolz und Vorurteil" oder "Mansfield Park", was ihn allerdings nicht weniger romantisch und ebenso schön macht.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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Nachdem ich den Film mal zufällig gekauft hatte und total begeistert von ihm war, musste auch die Buchvorlage sofort her.

Aber ernsthaft mal, die Kurzbeschreibung ist Schrott, denn sie verrät schon alles und eigentlich ist das nicht das Ziel des Buches. Ich habe es trotzdem gelesen und ich muss sagen, ich fand den Film besser, denn das Geschehen im Buch ist etwas gezogen und manchmal sehr objektiv gemacht. Es hat zwar die Erzählperspektive eines Beobachters und da sollte es normalerweise auch objektiv sein, aber hier war es extrem objektiv. Das hat mich ein bisschen gestört.

Emma denkt, sie kann sich in anderer Leute Liebesleben einmischen und kontrolliert das ganze Vorgehen wie es ihr gefällt - jedoch nicht immer mit Erfolg. Dadurch entstehen viele Schwierigkeiten, welch sich dadurch auch in ihrem eigenen fortsetzen. Das Buch war gut, aber kein ,,Stolz und Vorurteil'', denn Emmas Geschichte reißt nicht ganz so mit wie Elisabeths.
Ich empfehle eher den Film.

3.5/5
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am 4. Februar 2007
Da ich ohne meinen iPod fast gar nicht mehr das Haus verlasse, bin ich ein großer Hörbuchfan geworden. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt die großen Klassiker der Weltliteratur als Hörbuch gibt – und zwar in der englischen ungekürzten (!) Originalversion.

Als Jane Austen-Fan ist das Emma-Hörbuch für mich natürlich ein Muss. Ihr spezieller Wortwitz ist einfach einmalig. Die ruhige, aber klare Stimme des Sprechers machen diese CD zu einem Hörgenuss.

Toll ist das praktische MP3 Format, was bedeutet, dass alle Kapitel auf eine einzige CD passen – was Platz spart uns schnelles Überspielen auf MP 3-Player ermöglicht. Als Bonus gibt es den kompletten Originaltext als PDF-Datei zum Mitlesen, einmal optimiert für den Bildschirm (was die Augen schont) und einmal für den Ausdruck (was den Toner schont).

Fazit: Ein gelungenes Hörbuch – deshalb von mir 5 Punkte!
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am 16. September 2013
Da Jane Austin zu den Klassikern gehört, sollte man schon einmal was von ihr gelesen haben. Für heutige Verhältnisse manchmal etwas umständlich, aber durchaus lesenswert.
Die Filme fangen die Atmosphäre mehr ein, als ich es in den Büchern gefunden habe. Ist aber auch kein Wunder, die Zeitgenossen von J. Austin wussten ja, von was sie spricht. Sie hatte es also nicht nötig, die Atmosphäre deutlich zu beschreiben.
Für mich wirken die Bücher dadurch aber weniger romatisch, als die Filmadaptionen.
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am 21. August 2011
"Der Mensch neigt von Natur aus zu
Wohlwollen gegenüber jenen, in deren
Leben gerade etwas Aufregendes
geschieht, weshalb ein junger Mann,
der entweder heiratet oder stirbt, sicher
sein kann, dass nur Gutes über
ihn gesagt wird."

Jane Austens Weisheit nimmt sich vor allem Emma Woodhouse, Titelheldin des gleichnamigen Romans "Emma", an. Die junge Dame gehört zum Landadel Englands des frühen 19. Jahrhunderts und erlaubt sich, durch ihre privilegierte Geburt bedingt, ihre Mitmenschen untereinander zu verkuppeln. Dass das niemals gut gehen kann, stellt sich schon nach dem ersten Versuch heraus. Emma, der sehr viel an dem Glück ihrer engen Vertrauten Harriet liegt, schmiedet kurzerhand Pläne über eine baldige Hochzeit mit dem Pfarrer Mr. Elton. Das Vorhaben scheitert und schon bald ist ein neuer potenzieller Bräutigam für Harriet gefunden. Emma hingegen schwor sich, niemals zu heiraten, egal, welch noch so netter und reicher Gutsherr ihr über den Weg läuft. Sie sieht ihre Aufgabe darin, Amor zu spielen und über das Leben der anderen zu wachen. Doch zum Glück gibt es ja noch Mr. Knightley, der überaus wohlhabende und sympathisch Nachbar mit einem offenen Ohr zu jeder Zeit.

Wer denkt, in dem 1816 erschienenen Roman eine naive Protagonistin vorzufinden, der irrt. Jane Austen ist es mit "Emma" schon damals gelungen, die Lage der Oberklassenfrauen zu erzählen und auf ironische Weise dem Leser einen Einblick in deren oft eintöniges Leben zu verschaffen. Der Einstieg des Buches ist etwas erschwerlich und langatmig, doch wer ihn übersteht, wird mit einer tollen Story und einer an sich wachsenden Protagonistin belohnt.
Wärmstens zu empfehlen ist auch die neueste BBC-Verfilmung "Emma" mit Romola Garai in der Hauptrolle.(ML)
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am 22. März 2012
Emma Woodhouse ist eine junge Frau, die es nur zu sehr liebt für andere Menschen die Kupplerin zu spielen und ebenso davon überzeugt ist ein gewisses Feingefühl dafür zu haben. Bei ihren Versuchen jedoch bringt sie ehre vieles, sowie ihre eigene Gefühlswelt durcheinander, so dass mehr Verwirrung als Ehen gestiftet wird.

Emma ist nicht wie die Überredung und Stolz&Vorurteil auf eine bestimmte Liebesgeschichte fokussiert sonder behandelt mehrere kleine Liebesgeschichten nebeneinander Jane&Churchill, Harriet&Martin...
Dadurch und die vielen kleinen Missverständnisse ist dieser Roman von Jane Austen sehr amüsant gestaltet, durch die kleinen Ungereimtheiten fängt der Leser selbst an mit zu rätseln und stellt am Ende vielleicht überrascht fest, dass er/sie falsch lag oder mit seiner/ihrer Vermutung ins Schwarze getroffen hat.

Für alle Jane Austen Fans ein absolutes muss!
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am 11. Juni 2016
Emma ist eine selbstbewusste junge Dame, die weiß was sich geziemt und ihrer eigenen Meinung nach besonders gut abschätzen kann, wer mit wem den Bund für’s Leben schließen sollte. Immer darum bemüht, ihre Freunde glücklich zu sehen, geht sie die Aufgabe als Ehestifterin an.

Dieses Werk der Weltliteratur ist Anfang des 19. Jahrhunderts erschienen und der letzte Roman von Jane Austen. Ich würde „Emma“ als Gesellschaftsroman der damaligen Zeit einordnen, denn außer dem Bestreben der Protagonistin, zeigt sich ein Gemälde der damaligen feinen Gesellschaft als Motiv.

Emma ist jung, schön und sehr selbstbewusst. Sie kennt ihre gesellschaftliche Stellung, ist es gewohnt von anderen umworben und hofiert zu werden, und hat außerdem fast nur das Liebesleben sowie das Wohlergehen ihres sozialen Umfelds im Kopf. Nur Mr Knightley erlaubt es sich, der jungen Dame Paroli zu bieten und er ist auch der Einzige, der Emma zu kritisieren wagt.

Emma meint, ein feines Gespür für die Liebesbelange anderer zu haben und sieht Liebes- und zukünftige Ehepaare, noch bevor die Beteiligten überhaupt eine Ahnung haben. Rasch beschließt sie, ihre Freundin Harriett unter die Haube zu bringen und trotz des niederen Standes der Freundin, hat sie einen Gentleman als deren Zukünftigen auserkoren. Schnell reiht sich ein Missverständnis an das nächste an, wird Verwirrung gestiftet und zu guter Letzt ist sogar Emma selbst verliebt.

Ich denke, dass Hauptanliegen der Autorin war es, einen unterhaltsamen Gesellschaftsroman zu schaffen. Durch Emma und ihren Freundeskreis erhält man als Leser einen nachhaltigen Eindruck, wie sich dazumal die feinen Damen und Gentleman die Zeit vertrieben, worauf sie wert legten und was ihnen egal zu sein schien.

Die Handlung selbst hat mir gefallen und ich fand es äußerst amüsant, wie Emma ihre Freunde in Verwirrungen verstrickte und sich selbst schwor, niemals zu heiraten, während man bei der Lektüre ahnt, dass das junge Mädchen diesen Schwur kaum halten kann.

Die Protagonistin empfand ich als schrecklich herablassend. Jane Austen hat angeblich selbst von ihrer Emma behauptet, dass sie mit ihr eine Figur geschaffen habe, die nur die wenigstens Leser mögen werden. Und hier muss ich der Autorin zustimmen. Emma war mir nicht sympathisch, weil sie sich und ihren Stand des provinzialen Bürgertums derart über andere Menschen erhoben hat, dass ich manche Stellen nur mit Abscheu gelesen habe. Zum Beispiel bildet sie sich binnen weniger Minuten ein vernichtendes Urteil über die neue Ehefrau des Pfarrers und maßt sich an für ihre Freundin niederen Standes entscheiden zu können, wie diese auf einen Heiratsantrag zu reagieren hat. Nichtsdestotrotz hat Jane Austen dadurch ein Abbild der Sichtweise dieser Gesellschaftsschicht geschaffen, die sich in Emma verkörpert und einem dadurch nicht nur einen Einblick sondern auch zu denken gibt.

Leider hat mich der Erzählstil meistens arg gelangweilt und es war ermüdend, gemeinsam mit Emma als Ehestifterin tätig zu sein. Das lag nicht an der Handlung, sondern an Austens Stil, der meinen Eindruck nach fast vollständig aus Dialogen besteht. Der Umgebung schenkt sie kaum Beachtung und so werden Besuche arrangiert, Gäste empfangen und es wird viel darüber nachgedacht, was sich geziemt und was beschämt und natürlich wer, wen, warum und wie die Ehre erweisen soll. All diese Abhandlungen fand ich furchtbar langweilig und ich habe mich nicht selten durch die Seiten gequält.

Trotz dieser sehr mühsamen Passagen, werde viele Dialoge häufig von einer schelmischen Brise umweht, lassen Austens feinen Humor spüren und sind doch auch amüsant zu lesen.

Der Sprachstil ist trotz des Alters - immerhin 200 Jahre - gut verständlich. Eine Eigenheit britischer Klassiker - zumindest habe ich das bisher beobachtet - ist es, Personen meistens mit den Nachnamen zu erwähnen, sogar wenn es sich um den Ehemann handelt. Daran hat man sich meiner Meinung nach rasch gewöhnt, auch wenn es manchmal zu Verwechslungen - zum Beispiel bei Brüdern, die beide Mr Knightley heißen - kommen kann.

Insgesamt ist Jane Austens „Emma“ das amüsante Bildnis einer jungen Frau, die in den feinen Kreisen der bürgerlichen Provinz logiert, wodurch die Autorin ein Gesellschaftsgemälde jener Zeit präsentiert. Spritzige Dialoge heben sich von überwiegend zähen Stellen nur selten ab und die Vorhersehbarkeit der Handlung hat für mich persönlich auch das Lesevergnügen gebremst.

Für jemanden der Klassiker mag und sich besonders für das britische Bürgertum interessiert und mit dem - meines Erachtens nach - abstoßenden Snobismus umgehen kann, ist dieser Roman bestimmt geeignet.

© NiWa
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am 29. August 2012
Inhalt:
Emma Woodhouse ist eine wohlsituierte junge Dame der Gesellschaft eines kleinen englischen Dorfes. Der einzige Schatten in ihrem Leben ist, dass sich ihre Erzieherin und enge Vertraute Miss Taylor verheiratet und sie somit ungeahnte Langeweile auf sich zukommen sieht.
So sucht sie sich ein neues Projekt und beschließt, da es bei ihrer Erzieherin doch so gut geklappt hat, zur Kupplerin zu werden. Doch das nächste angedachte Projekt geht mehr als nur schief und zieht ungeahnte Folgen nach sich.

Meine Meinung:
"Emma" ist mit heutigen Büchern nicht zu vergleichen. Jeder dessen Schwerpunkt in der aktuellen Populärliteratur liegt wird sich daran wohl die Zähne ausbeißen und es nach einer Weile unvollendet beiseitelegen.
Emma ist ein Buch das mit unheimlich vielen Worten eine Geschichte erzählt, die eigentlich in einem Bruchteil der Worte hätte erzählt werden können und doch nicht anders hätte erzählt werden dürfen. Denn gerade durch diese Art zu erzählen, die Art keine Länge, keinen langweiligen Dialog, sei er noch so lapidar, auszulassen, zeigt uns Emmas Welt, zeigt uns warum sie ist wie sie ist, um welche Inhalte sich ihr Handeln und Denken kreisen und warum sie handelt wie sie handelt.
Emma selbst ist sicher ein sehr ambivalenter Charakter, man wird ihr gegenüber beim Lesen eine ganze Palette von Gefühlen entwickeln, sie ablehnen, sie ihrer Überheblichkeit wegen verachten, ihrer Intelligenz und Stärke wegen bewundern und sie letztlich doch wegen ihrer Liebenswürdigkeit und Einsichtigkeit wertschätzen.

Emma ist trotz aller Längen, trotz aller Banalitäten ein wundervolles Buch, das durch seine liebevoll erdachten Charaktere wirkt und lebt und in welchem sich die Liebe ganz langsam durch das Hintertürchen hereinschleicht und nicht durch oberflächliche Flirts , sondern durch echte, tief empfundene Zuneigung und Freundschaft geweckt wird.

Fazit:
Ein Buch das mich an mancher Stelle echtes Durchhaltevermögen abverlangt hat, das ich aber letztlich mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen beendet habe.
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am 24. März 2013
INHALT

Emma Woodhouse ist eine junge, hübsche, talentierte und kultivierte Tochter reichen Hauses. Doch das Leben als von Männern unabhängige Frau kann recht langweilig sein, also beschließt sie, nachdem sie ihre ehemalige Gouvernante Miss Taylor erfolgreich an den älteren Witwer Mr Weston verkuppelt hat, unter die Heiratsstifter zu gehen und allein stehende Männer und Frauen unter die Haube zu bringen.
Ihr nächstes Ziel ist Mr Elton, der Vikar. Passenderweise taucht zum gleichen Zeitpunkt die junge Harriet Smith in der Gegend auf, die zwar mittellos, aber reizend ist. Emma fühlt sich gleich für das Glück der beiden verantwortlich und setzt damit eine Kette von Reaktionen in Gang, die sie bald nicht mehr überschauen kann und für großen Wirbel und viele Missverständnisse in der beschaulichen Kleinstadt sorgen.

MEINE MEINUNG

Wie bereits erwähnt, habe ich das Buch schon vor einigen Jahren einmal angefangen, aber ich schätze, dass ich damals noch nicht reif genug für solch einen Klassiker war. Irgendwann habe ich dann mal mit meiner Schwester die Verfilmung mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle gesehen und habe mich am laufenden Band aufgeregt. Emma war ein schrecklicher Charakter, sie hat mich regelrecht in den Wahnsinn getrieben. Dennoch fand ich den Film gut, auch wenn ich meine Schwester mehrmals bat, den Film auszumachen, da ich Emma nicht mehr ertragen könnte. Mittlerweile habe ich den Film mehrere Dutzend Mal gesehen und kenne auch die BBC-Verfilmung mit Kate Beckinsale in der Hauptrolle, die mir auch sehr gut gefällt.

Das Buch beginnt recht seicht, nämlich am Abend nach der Hochzeit von Miss Taylor und Mr Weston. Emma und ihr Vater sitzen zu Hause und unterhalten sich über die Feierlichkeiten, als der Familienfreund Mr Knightley zu Besuch kommt. Er ist 16 Jahre älter als Emma und eng mit der Familie Woodhouse verbunden, da sein jüngerer Bruder Emmas ältere Schwester geheiratet hat. Emma freut sich, dass Miss Taylor und Mr Weston jetzt glücklich verheiratet sind, gleichzeitig leidet sie aber auch unter der Abwesenheit ihrer ehemaligen Gouvernante, die ein großes Vorbild und wie eine Freundin für Emma war. Doch gleichzeitig entsteht in diesem Augenblick ihr Wunsch, als Heiratskupplerin aufzutreten, was Mr Knightley gar nicht gerne hört.

Beim Lesen des Buches fällt einem sofort die liebevolle und gleichzeitig auch zynische Darstellung der Charaktere auf. Emma, die von allen als perfekt angesehen wird und sich das gerne mal zu Kopfe steigen lässt, während Mr Knightley der einzige ist, der sie kritisiert und überhaupt etwas an ihr findet, das sich kritisieren lässt. Oder Harriet Smith, das junge naive Mädchen, das alles macht, was Emma ihm sagt und somit von einem Unglück ins nächste stürzt und unheimlich manipulierbar ist. Oder Miss Bates, die alte Jungfer aus des Stadt, die ohne Punkt und Komma redet. Alle Charaktere, auch die, die ich nicht erwähnt habe, sind wirklich sehr authentisch und man fühlt mit allen mit, egal ob man sich über sie aufregt oder sich für sie freut.

Emma als Hauptperson ist wirklich einzigartig. Selten erlebt man einen Charakter, der eine so ausgewogene Mischung aus Sympathie und Antipathie beim Leser erzeugt. Zu Gute halten muss man ihr, dass sie alles "gut" meint. Sie möchte grundsätzlich niemandem schaden und man merkt, dass Harriet ihr wirklich wichtig geworden ist und sie für ihre junge Freundin nur das Beste möchte. Gleichzeitig aber agiert sie ohne Rücksicht auf Verluste und manipuliert Harriet am laufenden Band und übersieht recht schnell, was wirklich gut für Harriet wäre.
Auffällig an Emma ist, dass sie selber keine Gefühle wie Liebe hegt. Nur Freundschaft, Respekt und Achtung sind liebevolle Gefühle, zu denen sie zu Beginn im Stande ist. Daher erkennt sie meist selber nicht die wahren Gefühle von den Personen ihr gegenüber und fuscht munter im Liebesleben der Freunde rum. Dass ein Mr Elton keine Harriet Smith haben möchte, ist dem Leser augenblicklich klar, ebenso wie die Tatsache, auf wen er eigentlich ein Auge geworfen hat, aber Emma ist nicht in der Lage, dies zu erkennen.

Als dann noch Miss Jane Fairfax in der Stadt auftaucht, die Nichte der verarmten Miss Bates, und Mr Frank Churchill, der Sohn von Mr Weston aus seiner ersten Ehe, überschlagen sich die Ereignisse und Emmas Kuppelversuche nehmen eine neue Form der Unüberlegtheit an. So überrascht es nicht, dass sich mit der Zeit einige Freunde von Emma abwenden und sie für ihr Verhalten kritisieren.

Zwischenzeitlich, auch wenn ich die Geschichte schon kenne, musste ich mich dennoch sehr über Emma ärgern und aufregen und das konnte ich einfach nicht abstellen. Man fühlt mit Mr Knightley mit, der Emma zu "bessern" versucht, aber auch mit Harriet, die nicht Herr über sich selbst und Emma auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Dennoch ist es auch immer wieder herrlich zu lesen, welche Folgen Emmas Handlungen haben und wie die Personen ihrer Umgebung mit der Zeit darauf reagieren. Besonders lustig sind die Szenen mit Mr Eltons späterer Ehefrau, die so ein unerträgliches Weibsbild ist, dass man insgeheim ganz schadenfroh ist, dass Mr Elton sie abbekommen hat. Jeder bekommt, was er verdient - heißt es doch so schön. Natürlich wird Emma mit der Zeit geläutert und sieht ein, dass sie sich unrechtmäßig in die Gefühlswelt ihrer Freunde eingemischt hat und versucht, alles wieder gut zu machen. Und sie muss merken, dass sie selbst auch für Liebe empfänglich ist.

FAZIT

Ein wirklich herrliches Buch, bei dem man sich wunderbar über die Hauptperson aufregen kann, mit der man sich aber auch viel freut. Dennoch überwiegen erstmal die negativen Assoziationen mit Emma und nicht umsonst soll Jane Austen gesagt haben, dass sie mit Emma einen Charakter geschaffen hat, "den außer mir sonst niemand leiden kann". Zudem gibt es zwischendurch einige schleppenden Längen. Dennoch überwiegt die Unterhaltung in dem Buch, daher vergebe ich dem Buch abschließend 4 von 5 Sternen.
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