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Mein persönlicher Eindruck von der Umsetzung der Story ist sehr positiv: Alles ist in helle, warme Farben getaucht, jede Szene atmet Leichtigkeit. Auch die Kostüme sind eine Wohltat. Emma und Mr. Knightley bilden zwei interessante Pole. Ich habe den Film wahrscheinlich viermal in einer Woche gesehen.
Nun zu den Abstrichen. Leider wurde bei der Ausstattung der DVD geschlampt. Ich lege nicht übermäßig Wert auf Bonusmaterial en masse, aber: Nicht ausblendbare deutsche Untertitel, die noch mehr vom ohnehin schon kleinen Bild wegnehmen, sind indiskutabel. Außerdem: Der Ton ist besonders in Musik-Szenen massiv übersteuert (Beispiel: Emma spielt Klavier) und beisst dermaßen in die Ohren, dass man gezwungen ist, die Lautstärke herunterzudrehen. Das hat der Film nicht verdient!
Vier Sterne nur für den Film. Ein Stern Abzug für die lieblose Ausstattung der DVD und die technischen Mängel.
Gwyneth Paltrows Darstellung ist erfrischend unbeschwert und glaubwürdig. Nur selten hat man den, bei Literaturverfilmungen leicht entstehenden, Eindruck "das Handwerk zu sehen". Es ist gelegentlich darauf hingewiesen worden, daß Paltrows Akzent (der doch recht amerikanisch klingt) störe. Das mag richtig sein, sollte aber auch nicht überbewertet werden. Nur wenige Zuschauer dürften Sprachwissenschaftler sein, alle anderen werden nach wenigen Szenen darüber hinweg hören. In der deutschen Sprachfassung spielt das ohnehin keine Rolle.
Die Leistung der Darsteller ist insgesamt überzeugend bis sehr gut, wobei neben Gwyneth Paltrow besonders Jeremy Northam hervorzuheben ist, dem es gelingt seinem Mr. Knightley einen ganz eigenen "touch" zu geben, der ihn vor einem gewissen Austen-typischen Klischee rettet, daß - um jenen nichts zu verraten, die die Geschichte nicht kennnen - hier ungenannt bleiben soll.
Was diesen Film auszeichnet ist die Tatsache, daß es Regisseur und Darstellern gelingt, den Zuschauer ziemlich von Anfang an für die schwierige Figur Emma zu interessieren. Der Zuschauer ist bereit, ihr (zusammen mit Knightley, der an diesem Effekt einigen Anteil hat) ihre Fehler zu verzeihen, über ihren unberechtigten Enthusiasmus am "matchmaking" zu lächeln und peinliche Situationen mitzufühlen.
Die nur mittelmäßige Wertung ist in erster Linie auf die Ausstattung der DVD zurückzuführen. Bild- und Tonqualität sind in Ordnung, das Bildformart ist, wie es sich gehört, 16:9 widescreen (was in Deutschland leider nicht selbstverständlich ist). Ein paar Trailer als Extras sind aber nicht ganz befriedigend. Was aber am schwersten wiegt: Wer sich die englische Sprachfassung ansehen will muß sich mit nicht ausblendbaren deutschen Untertiteln abfinden, die zudem -trotz der 16:9-typischen Balken- im Bild untergebracht sind. Gerade bei einem Klassiker der englischen Literatur eine ziemliche Zumutung. Schade, dieser Film hätte eine bessere Edition verdient.
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