Zwei Kinder namens Emma und Daniel beide etwa im Alter von 12 Jahren, können sich bei ihrer ersten Begegnung überhaupt nicht ausstehen. Dies ändert sich im Verlauf der Geschichte als die Kinder und Isak, ein Freund von Emmas Vater, zum Lachsfang fahren und dieser sehr plötzlich stirbt. Beide müssen sich zusammenraufen und gemeinsam ein Abenteuer durchstehen. Dadurch werden sie zu Freunden.
Der schwedische Autor und Jugendliteratur-Preisträger Mats Wahl schreibt eine glaubwürdige Geschichte. Er bringt die Gefühle der beiden Kinder sehr glaubhaft zum Ausdruck. Das Mädchen Emma fühlt sich verantwortlich für den Tod ihrer Mutter während Daniel sich mit verantwortlich fühlt für die Trennung und Scheidung seiner Eltern. Mats Wahl benutzt in seinem Roman die Du-Form und benutzt eine bildhafte, unkomplizierte Sprache. Man hört förmlich das fast ständige Brausen des Flusses und die Äste der Birken, die gegen die Fensterscheiben schlagen sowie das Rauchen und schwäumende Wasser der Stromschwelle des Flusses heraus. Man fühlt die beklemmende Angst der beiden Kindern, als Isak stirbt und sie alles versuchen, wieder nach Hause zu kommen.
Emma lebt mit ihrem Vater namens Anders zusammen, ihre Mutter ist bei einem Autounfall vor etwa 2 Jahren tödlich verunglückt. Ihr Vater hat eine Frau namens Sara und deren Sohn Daniel zu sich im Sommer zu einem Anglercamp eingeladen, auf dem sie während des Sommers leben. Dort gibt es zu Daniels Enttäuschung keinen Strom. Emma möchte nicht, dass Daniels Mutter mit ihrem Vater zukünftig zusammenlebt, außerdem ist sie zunächst von Daniel enttäuscht, denn sie möchte Angeln gehen, während Daniel am liebsten nur vor seinem Laptop sitzen würde. Am nächsten Tag lädt der alte Isak, ein Freund von Emmas Vater, Emma ein mit ihm auf Lachsfang den Fluss hinauf nach Ovansjö zu fahren. Sie möchte allein mit Isak dorthin fahren. Daniel will zuerst auch nicht mit auf Lachsfang, da er sich jedoch nicht vor Emma als Stubenhocker blamieren will, fährt er schließlich mit. So brechen sie gemeinsam nach Ovanjö auf. Als sie ankommen, zeigt Isak Daniel und Emma, wo sie schlafen sollen. Dann erzählt Isak Abenteuer aus seinem Leben. Am nächsten Morgen, als Emma und Daniel Isak zum Frühstück wecken wollen, liegt er tot im Bett. Von diesem Augenblick an sind Emma und Daniel auf sich allein gestellt. Sie beschließen zunächst mit dem Boot nach Hause zu fahren. Doch das gelingt ihnen nicht, denn die Motorschraube ist gegen einen Stein geschlagen. Sie steuern das Boot zum Ufer, um es zu reparieren. Sie vergessen es jedoch am Ufer festzubinden, so dass das Boot abgetrieben wird. Dann beschließt Emma über die Berge zurück nach Hause zu gehen. Sie machen sich auf den Weg. Das Wetter wird immer schlechter. Dann müssen sie durch einen Sumpf und müssen dauernd die Richtung ändern, weil das Wasser zu tief ist. Der Nebel wird immer dichter und nach einer Zeit merken sie, dass sie sich verlaufen haben.
So kommen sie wieder an der Hütte aus von der sie losgegangen sind. Dort machen sie erstmal ein Feuer um sich aufzuwärmen. Dann essen sie noch die Reste, die übrig geblieben sind. Sie nehmen ein paar Flaschen und schreiben eine Nachricht auf ein Papier und stecken es in die Flaschen. Dann werfen sie die Flaschen in die Stromschnelle. Anschließend holen sie Feuerholz aus dem Schuppen. An einem Morgen als Daniel aufwacht ist der Computer aufgeklappt. Emma hat eine Nachricht auf dem Computer hinterlassen, dass sie über den Berg gehen und mit ihrem Vater zurückkommen will. Daniel geht los um Emma zu suchen. Der Berg ist mit weißen Wolken umgeben. Daniel findet Emmas Messer. Die Sicht wird immer schlechter, weil der Schnee dichter fällt.Dann entdeckt er Emma. Daniel sagt ihr,dass sie zurückkehren müssen. Dann gibt es einen Schneesturm und sie gehen schließlich zu Isaks Haus nach Ovansjö zurück. In einer benachbarten Hütte zerkleinern sie Stühle und einen Tisch zu Feuerholz. Sie warten bis besseres Wetter kommt und wollen dann noch mal versuchen über die Berge nach Hause zu gelangen. An einem Morgen als sie aufwachen, ist das Wetter gut. Sie beschließen, dass sie jetzt nach Hause gehen. Dann brechen sie auf. Sie durchqueren hohes Gras und erreichen das Bergplateau. Plötzlich sehen sie einen Hubschrauber. Sie sehen wie die Piloten ihnen zuwinken. Dann sehen sie Sara und Anders. Sie sind gerettet. Die Flaschenpost, die Emmas Vater erhalten hat, hat Emma und Daniel das Leben gerettet. Emma und Daniel werden durch dieses Abenteuer gute Freunde.
(Stefan Eichler, Bischöfliche Liebfrauenschule, Eschweiler, 13 Jahre)