10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlecht, 9. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Emilia Galotti (Taschenbuch)
Also vorweg muss ich erst mal sagen, dass ich dieses Buch unter Zwang gelesen habe. Ich hätte schon allein wegen dem Autorennamen (Lessing!) aufgestöhnt und das Weite gesucht. Ich will damit sagen es ist mein erstes Buch aus dem 18. Jahrhundert das ich gelesen habe, doch ich muss allen die sich jetzt mit demsleben Druck konfrontiert sehen Mut machen.
Die Handlung selber hört sich gar nicht schlecht an. Verwöhnter Prinz der es gewohnt is alles zu bekommen was er haben will, verguckt sich in die Adelige Emilia Gallotti und ist entsetzt als er erfährt, dass sie noch am heutigen Tag heiraten wird. Sein "treuer" Diener Marinelli bietet ihm an, die Sache in die Hand zu nehmen und Emilias Verlobten zu beschäftigen, damit die Hochzeit verschoben wird.
Graf Appiani (der Verlobte) denkt jedoch nicht daran nach der Pfeife des Prinzen zu tanzen und einen Auftrag zu erfüllen anstatt seine Hochzeit zu feiern.
Unter Zeitdruck engagiert Marinelli Diebe die die Hochzeitskutsche auf dem Weg zur Kirche zum Schein überfallen sollen und Emilia unter dem Vorwand sie zu retten, in das Schloss des Prinzen schaffen. Dieser Plan geht jedoch nicht ganz auf, denn bei dem gefakten Überfall wird Appiani versehentlich erschossen und alles gerät durcheinander. Als auch noch die Verflossene des Prinzen auftaucht ist das Desaster perfekt...
Tja soweit zur Handlung, aber die Herausforderung dieses Buches liegt für die meisten wohl eher bei der Sprache. Als blutiger Anfänger muss ich sagen, dass es am Anfang wirklich gewöhnungsbedürftig ist und man von den ganzen altmodischen Wörtern, von denen man meistens keine Ahnung hat was sie bedeuten, ziemlich eingeschüchtert wird, doch es wird besser. Wenn die Handlung erst mal ins Rollen kommt und die Gespräche, denn daraus besteht das Buch haupstsächlich, emotionaler werden löst sich das fast völlig auf, da man von dem Geschehen abgelenkt wird.
Ich selbst hab durch Emilia Galotti eindeutig Lust auf "altdeutsche" Bücher bekommen. Also ihr anderen Anfänger, traut euch!
Ach ja, die Sternchenzahl bloß nich ernst nehmen da ich noch keine Vergleichsmöglichkeiten hab, war die goldene Mitte einfach am neutralsten. (Ich bitte die Leseratten die solche Bücher verschlingen vielmals um Verzeihung, falls ich ihren Lesestoff etwas unnormal beschrieben habe =) )
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ganz gut, aber ich würde es kein zweites Mal lesen., 10. Januar 2011
Von Dominik (nur für eine Person wichtig!)
In dem bürgerlichen Trauerspiel "Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing geht es um Emilia Galotti, wie der Titel des Buches ja auch schon gut erkennen lassen dürfte. Diese soll mit dem Grafen Appiani verheiratet werden, gerät aber in einen Konflikt mit ihrem eigenen Gewissen, weil sie ihn eigentlich in den Prinzen Gonzaga verliebt ist. Aus dieser Situation sieht sie als einzigen Ausweg den Tod, der sie zur ewigen Unschuld führen soll, da diese für sie nur tugendhaft ist. Diese Tugend entsprach damsl der Moral des Bürgertums, wozu auch die Familie Galotti zählte. Die Schuld an dieser Einstellung gibt sie ihrem eigenen Vater, Odoardo Galotti, weil er sie so erzogen hätte.
Meiner Meinung nach ist das Taschenbuch schon lesenswert, aber mir persönlich etwas zu kompliziert geschrieben und ich würde es auch kein zweites Mal lesen. Es ist nicht besonders lang, kann also im Unterricht, besonders in Deutsch, gut gelesen werden. Es ist an vielen Stellen sehr umständlich geschrieben, aber doch ganz gut verständlich. Allen, die sich für die Zeit der Aufklärung interessieren, ist dieses Buch zu empfehlen, weil genau darüber geht die ganze Geschichte.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erst beim näheren Beschäftigen, 17. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Emilia Galotti (Taschenbuch)
Ich muss zugeben anfangs war ich von dem bürgerlichen Trauerspiel nicht sonderlich begeistert. Doch als ich mich zwangslaüfig damit in der Schule beschäftigen musste, sind mir viele Dinge klarer geworden, auch einige Details, die mir vorher gar nicht aufgefallen sind. Wenn man sich erstmal in die Zeit und das Geschehen eingedacht hat, ist die Geschichte tatsächlich spannend und man möchte die wirklichen Zusammenhänge erkennen, die man beim bloßen Lesen gar nicht verstehen kann. Ein Tipp um Lust am Stück zu bekommen, ist ein Theaterbesuch! Auch wenn die Inszenierung nicht geglückt ist, lohnt es sich das Stück anzuschauen, das hilft auch zum besseren Verständnis!
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