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Mit Emil und die Detektive schrieb Kästner 1928 das erste einer Reihe erfolgreicher Kinderbücher, das noch heute zu den Klassikern der Literatur zählt und nach wie vor Jung und Alt begeistert. Emil (Rolf Wenkhaus) fährt allein nach Berlin, um seine Großmutter und seine Kusine Pony Hütchen zu besuchen. Unterwegs im Zug stiehlt ihm der Mann mit dem steifen Hut (Fritz Rasp) die 140 Mark, die ihm seine Mutter mitgegeben hat. Doch Emil lässt sich nicht unterkriegen und hängt sich an die Fersen des hinterlistigen Diebes. Schon bald erhält er Unterstützung von Gustav mit der Hupe und seinen Freunden, dem Professor, dem kleinen Dienstag und all den anderen. Die Jungen stürzen sich in eine aufregende Verfolgungsjagd quer durch Berlin, um den gemeinen Dieb dingfest zu machen.
Wenn der Schwarz-Weiß-Film heute auch etwas altmodisch wirken mag, bleibt er doch nach wie vor die beste Verfilmung des Buches. Das ist nicht zuletzt Billy Wilder zu verdanken, der das Drehbuch schrieb und sich zu diesem Zeitpunkt noch Billie nannte -- bevor ihn die Nationalsozialisten in die Emigration zwangen. Wilders Stil ist unverkennbar: Der Film lebt von seinem unnachahmlichen Witz und dem pulsierenden Großstadtflair Berlins, wie Wilder es schon 1929 unvergleichlich in Menschen am Sonntag porträtiert hatte. Neben Emil und seinen Freunden spielt die Stadt definitiv eine weitere Hauptrolle in dem Film. Geeignet für große und kleine Detektive ab sechs Jahren. Da der Film fast schon historisch ist, ist hier und da ein erklärendes Wort sicher hilfreich für die kleinen Zuschauer. --Birgit Schwenger
Emil und die Detektive (1954)
1954 nahm sich Robert A. Stemmle Kästners Kinderbuchklassiker Emil und die Detektive sowie Billy Wilders Drehbuch der ersten Verfilmung von 1931 zur Vorlage und schuf eine farbenfrohe Version für das Nachkriegsdeutschland der Wirtschaftswunderzeit.
Emil (Peter Finkbeiner) versucht, seinen Ruf als Streber abzuschütteln und lässt sich auf eine gefährliche Mutprobe ein, die ihn in Schwierigkeiten bringt. Deshalb ist er dankbar, seine Großmutter und seine Cousine Pony Hütchen in Berlin besuchen zu dürfen. Unterwegs im Zug stiehlt ihm der hinterlistige Herr Grundeis (Kurt Meisel) die 140 Mark, die ihm seine Mutter mitgegeben hat. Doch Emil gibt nicht auf. Mithilfe von Gustav mit der Hupe und seinen Freunden, dem Professor, dem kleinen Dienstag und all den anderen macht Emil sich auf Verbrecherjagd quer durch Berlin. Und die kecke Göre Pony Hütchen hat natürlich auch ein Wort mitzureden!
Schon bei der ersten Verfilmung prägte das Berliner Lokalkolorit maßgeblich die Gestaltung des Films. Das ist bei dieser Fassung nicht anders, anders ist nur das gezeigte Berlin. Die Ruinen der Gedächtniskirche bestimmen das Bild, Spiegel und Stern hängen am Kiosk aus und Pony Hütchen fragt nach dem Interzonenzug. Die wesentliche Änderung ist jedoch die Rahmenhandlung, die Emil und seine Mutter am Schluss als Belohnung sogar zum Polizeisportfest nach Berlin führt. Nach wie vor ist die Verfilmung für alle großen und kleinen Detektive ab sechs Jahren ein gelungenes Vergnügen. Aber der Film spielt eindeutig in der bunten Welt der 50er-Jahre, sodass ein erklärendes Wort hier und da für die kleinen Zuschauer sicher hilfreich ist. --Birgit Schwenger
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Wer kennt sie nicht, Erich Kästners Geschichte von Emil, der mit dem Zug nach Berlin reist, wo er seine Oma besuchen und ihr gleichzeitig 140 Mark von seiner Mutter überbringen soll, aber von dem gemeinen Strolch Karl Grundeis erst mittels eines präparierten Lutschbonbons in die Bewusstlosigkeit gesetzt und dann bestohlen wird. In Berlin angekommen, verfolgt er den Übeltäter und trifft dabei zufällig Gustav mit der Hupe. Der verfügt über ein ungeheures Netzwerk von Jungen und Mädchen, die allesamt gerne helfen, den Dieb zu stellen, während sich die Oma und andere Familienmitglieder große Sorgen um Emil machen.
Emil und die Detektive ist eines der Meisterwerke von Erich Kästner, die liebevoll verfilmt wurden und auch heute ihren Charme nicht verloren haben.
Hierbei handelt es sich nicht um die Neuverfilmung von 2001, sondern um die Originalverfilmung von 1931 in schwarzweiß sowie in einer zweiten, auf derselben DVD vorzufindenden Verfilmung von 1954 in Farbe. Insbesondere die erste Version von 1931 ist wie schon das drei Jahre zuvor erschienene Buch ein Meisterwerk. Besonders erstaunlich ist die Qualität von Bild und Ton auf der DVD, wenn man bedenkt, wie alt die Aufnahmen sind. Das Bild ist einwandfrei und der Ton lässt kaum zu wünschen übrig. Natürlich ist er nicht mit dem glasklaren Ton des Digitalzeitalters vergleichbar. Aber man hört kein störendes Rauschen, wie man von vielen Filmen aus den 30ern und 40ern gewohnt ist.
Fazit: Alles in allem ein wunderschöner Film auf DVD, die man vorbehaltlos weiterempfehlen kann und sich auch als Erwachsener immer mal wieder gerne ansieht.
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